Handball RHEINPFALZ Plus Artikel „Leichtestes Saisonspiel“ der Südpfalz-Tiger, Wiedergutmachung des TV Offenbach

Philipp Mohra (13) war der stärkste Offenbacher in Bingen.
Philipp Mohra (13) war der stärkste Offenbacher in Bingen.

Obwohl der TV Offenbach seit sechs Partien auf einen Erfolg in der Oberliga wartet, ist er in einer besseren Lage als die Südpfalz-Tiger. Die treten beim designierten Meister an.

Für Trainer Tobias Job vom Handball-Oberligisten TV Offenbach geht es auch um Wiedergutmachung vor dem Heimpublikum. Am Sonntag um 18 Uhr empfängt die Mannschaft nach rund vier Wochen mit den HF Illtal seinen nächsten Heimspielgegner. Die Illtaler Zebras sind auf Rang acht Tabellennachbar. Sie haben noch zwei Spiele mehr als die Südpfälzer, deren Punktekonto am 25. Spieltag negativ geworden ist.

In Bingen, Offenbach verlor mit 34:40, war Job enttäuscht, dass gegen eine personell angeschlagene Mannschaft – dem Gastgeber fehlte im Rückraum auf allen drei Positionen die etatmäßige Stammbesetzung – in der Abwehr zu wenig Biss gezeigt wurde: „Gefühlt hatten wir in 30 Minuten nur zwei Fouls. Das war in der zweiten Halbzeit definitiv besser, und wir sind bis auf zwei Tore rangekommen.“ Die einzige Zeitstrafe gab es für den mit acht Toren erfolgreichsten Schützen Philipp Mohra in der Aufholphase. Nach 12:20-Rückstand lag Offenbach in der 38. Minute nur noch 22:24 hinten.

Gegenseitig aufmuntern

Entscheidend werde es nun sein, dass sich sein Team als Mannschaft gegenseitig „emotional aufmuntert und zerreißt“. Job: „Ich hoffe, dass wir das am Wochenende endlich besser machen. Wir reden schon lange gemeinsam darüber.“

Mit 23:23 Punkten stehen die Gäste aus dem Saarland auf dem achten Tabellenplatz. Auswärts konnten die Zebras zuletzt in Bellheim (29:36) und Dansenberg (25:29) gewinnen, in Mundenheim gab es danach eine Zehn-Tore-Niederlage. „Wir wollen mit Biss den Bock umstoßen und das Spiel gewinnen. Im Heimspiel sind wir es uns und vor allem dem Publikum schuldig, das uns immer unterstützt und in letzter Zeit von uns alles andere als verwöhnt wurde“, so der Trainer.

Oft mit siebtem Feldspieler

Spielerisch-taktisch stellt Illtal in der Oberliga eine Ausnahme dar, spielt oft und lange mit dem siebten Feldspieler. „Dadurch gewinnen sie auch ihre Spiele, nicht jeder ist darauf gut eingestellt“, weiß Job. Ein Vorbild für den TVO könnte der HV Vallendar vom vergangenen Wochenende sein: Er gewann auswärts gegen Illtal mit 25:21.

Vom „leichtesten Spiel der Saison“ spricht hingegen Trainer Christian Job von den Südpfalz-Tigern, die am Samstag um 19.30 Uhr bei den VTV Mundenheim antreten. Die „Hornissen“ aus dem Ludwigshafener Stadtteilverein haben bei fünf ausstehenden Spielen acht Punkte Vorsprung, die Meisterschaft ist ihnen praktisch nicht mehr zu nehmen. Job: „Wir haben nichts zu verlieren und keine Erwartungen, die wir erfüllen müssen. Wir versuchen, das Spiel so positiv wie möglich zu gestalten, dazuzulernen und uns Selbstvertrauen für die restlichen vier Spiele zu holen.“

Das Hinspiel hatten die Tiger bis zur 53. Minute offen gestaltet, sie verloren Mitte November mit 27:30.

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