Handball
Landauer Schülerin mit Chancen auf Platz im Jugendnationalteam
Anaïs Schöffel vom TV Wörth kann sich weiterhin in der Landesauswahl zeigen. Enttäuscht sei sie nicht, sagt die 14-Jährige: „Ich habe gesehen, wie die anderen Verbände und damit auch andere Handballerinnen spielen. Das habe ich gleich in meiner C-Jugend umzusetzen versucht.“ Tatsächlich gelangen zum Rundenschluss in der Oberliga die ersten beiden Siege. Anaïs muss lachen: „Ob meine Erfahrungen vom Lehrgang da geholfen haben, weiß ich natürlich nicht. Bei der Wurfkraft war ich eine der besten Spielerinnen, bei der Sprungkraft guter Durchschnitt, im 20-Meter-Sprint und im Standweitsprung nicht so gut.“ Mit Grundspielen ging es weiter.
„Ein bisschen unwirklich“
Anaïs spielte im Verein in der C-Jugend im Rückraum und in der B-Jugend vor allem am Kreis, wo sie in der Rheinland-Pfalz-Auswahl eingesetzt wird. Linkshänderin Mira Bender machte in Albersweiler ihrem Vater und Trainer (in der C-Jugend, auch sie spielt noch in der B-Jugend der HSG Landau/Land) klar: „Papa, in der Rheinland-Pfalz-Auswahl spiele ich nur rechts außen.“ „Die beste Entscheidung, die sie getroffen hat“, meint Markus Bender. Die 14-Jährige ist Schülerin der Maria-Ward-Schule in Landau. Ihr Vater: „Da gibt es keine Probleme mit der Freistellung.“
„Ein bisschen unwirklich“, sagt Mira über das Erlebte: „Krass. Riesig.“ Der Olympiastützpunkt ist in Warendorf auf dem Gelände der Bundeswehr-Sportschule. Carsten Klavehn, DHB-Talentcoach, hatte Mira per Mail über ihre Einladung informiert. Schwimmen in der DLRG Landau wird sie, die gerade das Schwimmabzeichen in Gold erlangt, hintanstellen: „Handball ist wichtiger.“ Im Juni stehen zwei Länderspiele gegen die Schweiz an. Ob sie dabei sein wird, weiß Mira nicht.
Momentaufnahme
Alles sei eine Momentaufnahme, da man sich über die deutsche Meisterschaft, Vergleichsturniere in der Landesauswahl (November und Januar 2024) oder DHB-Stützpunkte immer wieder anbieten könne, so Verbandstrainer Jan Ludwig. „Jetzt gilt es, Trainingspensen hochzufahren, wenn man Leistungssportlerin werden möchte.“