Lokalsport Südpfalz
Fußball-Bezirksliga: Von „Altlasten“ und neuen Stürmern
Ist der Aufstieg drin? Daran will Edin Pita, Trainer beim VTG Queichhambach in der Fußball-Bezirksliga, sich frühestens im April Gedanken machen. „Aber ich bin zufrieden, wie das momentan bei uns läuft“, sagt er vor dem Duell Aufsteiger gegen Absteiger Ludwigshafener SC (Sonntag, 15.30 Uhr). Für den TuS Knittelsheim geht’s darum, sich von der Abstiegszone zu entfernen. Um 15 Uhr erwartet er morgen Schlusslicht VfR Frankenthal.
Patrick (28) und Florian Richter (20), zwei Brüder, kämpfen beim TuS gemeinsam für das Ziel. Der Ältere hat den Jüngeren lange in der Jugend trainiert – der auf dem Platz ein ganz anderer Spielertyp ist: „Patrick ist der Techniker mit gutem Auge auf der Zehn, ich komme über meine Schnelligkeit und bin beidfüßig“, sagt der Stürmer. Er coacht jetzt die Knittelsheimer C-Jugend.
Der eine größer, der andere robuster
„Wir spielen ja noch nicht so lange zusammen“, sagt der kleine Bruder, der ein ganzes Stück größer ist. „Dafür ist er robuster, auch im Zweikampf.“ Florian Richter ist im zweiten Lehrjahr zum Groß- und Außenhandelskaufmann. Zuletzt bremsten ihn einige Verletzungen. Am Wochenende bekam er einen Schlag auf den Knöchel: „Der ist dick, aber bis Sonntag wird es wieder gehen“, sagte er. Etwas gehemmt ist er noch beim Kopfballspiel, eine „Altlast“: „Ich trug bis ich 15 war eine Brille. Da bestand immer die Gefahr, dass die in Mitleidenschaft gezogen wird.“ Mit Kontaktlinsen besteht diese Gefahr nicht mehr, doch ein bisschen hat sich die „Angst“ davor offenbar verselbstständigt.
TuS-Trainer Simon Hartenstein hat der Mannschaft vermittelt, dass jetzt die wichtigste Saisonphase komme: „Viele Gegner bauen da schon ab. Das müssen wir mit unserem kämpferischen Einsatz nutzen und eine Serie starten“, sagt Florian Richter.
Pita entdeckt den Toptorjäger
Beim VTG mahnt Edin Pita: „Wir waren in den Spielen gegen Mutterstadt und zuletzt auch gegen Haßloch sehr dominant, aber haben davor auch zweimal verloren. Ich sehe immer noch Dinge, die besser sein könnten.“ Die vielen Treffer, die Queichhambach erzielt, macht er auch ein Stück weit an seiner taktischen Ausrichtung fest. Ihm sei beispielsweise immer klar gewesen, dass Maximilian Wilhelm ein Stürmer sei. Auf der Position avanciert der zum Toptorjäger mit zwölf Treffern nach zwölf Spieltagen. „Und er hätte schon 20 haben können, wenn er nicht so viel für die Mannschaft arbeiten und weite Wege gehen würde. Da fehlen dann beim Abschluss manchmal Kraft und Konzentration“, erklärt der Trainer.
Pita sieht den Stürmer als ersten Verteidiger, und diese Laufwege fordert er auch. Zumal Wilhelms Mitspieler sich nicht zurückhalten beim Toreschießen, wofür 31 Buden ein eindrucksvoller Beleg sind. Und nur 14 Gegentore zeugen von einer guten Balance. „Nachdem wir zwischenzeitlich sechs Tore in zwei Spielen bekamen, habe ich die Defensive nochmals verstärkt trainiert“, sagt Pita.
Außerdem spielen
SV Südwest Ludwigshafen – FC Lustadt (Sa, 16 Uhr), FSV Schifferstadt – TSG Jockgrim, VfB Haßloch – TuS Frankweiler/Gleisweiler/Siebeldingen (beide So, 15 Uhr). mame