Waldfischbach-Burgalben RHEINPFALZ Plus Artikel Lückenschluss beim Wanderweg

Drei Mann auf einem neuen Weg: Volker Dockweiler vom Bauhof, Bürgermeister Michael Oestreicher und Beigeordneter Alexander vom H
Drei Mann auf einem neuen Weg: Volker Dockweiler vom Bauhof, Bürgermeister Michael Oestreicher und Beigeordneter Alexander vom Hagen auf dem fertiggestellten Mittelabschnitt des Moosalbwanderweges, der entlang der Moosalbe vom Bahnhof bis zur Brücke in der Hauptstraße führt.

Wer vom Bahnhof in Waldfischbach-Burgalben an die Brücke laufen will, an der die Ortsteile Waldfischbach und Burgalben zusammenkommen, der muss nicht mehr durch die stark befahrene Hauptstraße laufen: Das Mittelstück des Moosalbwanderweges, das die Brücke über die Moosalbe und den Bahnhof verbindet, ist fertiggestellt.

Wer sich über den Namen wundert: Moosalbe heißt das Gewässer offiziell. Umgangssprachlich hat der Bach den letzten Buchstaben im Namen längst verloren, heißt schlicht Moosalb, weshalb es auch der Moosalb-Wanderweg ist.

„Die Beschilderung fehlt noch“, sagte Waldfischbach-Burgalbens Bürgermeister Michael Oestreicher (BWB), der gemeinsam mit dem Beigeordneten Alexander vom Hagen (BWB) und Volker Dockweiler, dem Leiter des gemeindlichen Bauhofs, den Weg offiziell zur Nutzung freigab. Mit dem Durchschneiden des rot-weiß-roten Flatterbandes, aber in Corona-Zeiten noch ohne Gäste. Bestellt sind die Schilder.

Ein Thema seit vielen Jahren

Der Weg führt von der Brücke an den Bruchwiesen immer an der Moosalbe entlang bis zum Bahnhof in Waldfischbach-Burgalben. Seit den 1990er-Jahren ist diese innerörtliche Wegeverbindung ein Thema. Genau genommen, erläutern Oestreicher und vom Hagen, ist das hier der letzte von drei Bauabschnitten des Weges. Der erste Abschnitt, längst fertiggestellt, führt in den Bruchwiesen – dort fließt die Moosalbe in den Schwarzbach – an der Moosalbe entlang. Es ist der sogenannte Panoramaweg, der hinter der Bruchwiesenhalle verläuft. Auf dem Gehweg ging es, immer noch an der Moosalbe entlang, bis zur großen Brücke in der Hauptstraße. Dann war Schluss mit dem Weg. Es musste die Hauptstraße entlang gegangen werden.

„Das ist nun vorbei“, sagt Oestreicher. An dem kleinen Häuschen vorbei – bekannt als Brückenmüller – führt nun der Wanderweg weiter bis zum Bahnhof. Etwa 600 Meter lang sei die jetzt fertiggestellte Strecke. Die Weichen, um das Mittelstück des Weges herzustellen, konnten im Frühsommer gestellt werden. Damals wurden zwei notwendige Grundstücke erworben. Die werden noch von Resten eines früheren Sägewerks geziert. Fast ein Kulturdenkmal am Weg.

Eigenleistung mindert Kosten

Insgesamt, inklusive Grunderwerb, „hatten wir 12.000 Euro für das Projekt zur Verfügung“, sagen Oestreicher und vom Hagen. Diesen Finanzrahmen konnte man einhalten. Weil die Bauhof-Mitarbeiter den Weg in Eigenleistung richtig schieben und mit dem gelieferten Brechsand füllen konnten. Alles in allem hätten diese Arbeiten etwa vier Wochen Zeit in Anspruch genommen, überschlägt Dockweiler. Dass es aber bis jetzt dauerte, dass der Weg auf eigene Gefahr begangen werden kann, ist auch der Tatsache geschuldet, „dass wir sehr, sehr lange auf das Material warten mussten“, sagt Dockweiler. Aber wer seit den 1990er-Jahren auf den Weg wartete, für den spielten diese paar Wochen dann auch keine Rolle mehr.

Am Bahnhof schließt sich ein Teil des Moosalbwanderwegs an. Am Busbahnhof führt ein Weg hinunter, der zum einen auf den Parkplatz hinter der protestantischen Kirche führt und zugleich entlang der Moosalbe bis zum alten Waschbrunnen am Bauhof. „Dort endet der Moosalbwanderweg“, sagt Oestreicher.

Bessere Querungslösung

Ziel sei es, die Fläche am Weg beim Bahnhof mal noch schöner zu gestalten. An der Brücke in der Hauptstraße sollen auf beiden Seiten die Bordsteine abgesenkt werden, damit zum Beispiel auch Menschen, die auf Gehhilfen angewiesen sind, oder Menschen, die mit einem Kinderwagen unterwegs sind, bequemer die Hauptstraße überqueren können.

Der Weg ist im Schnitt 2,50 Meter breit. Geschuldet ist die Ausbaubreite der Breite des eingesetzten Mulchgerätes, mit dem Weg freigemacht wurde, verrät Dockweiler lachend. Ideen, dass der Abschnitt auch mal als Radweg ausgebaut wird, „die gibt es ebenfalls schon geraume Zeit“, erinnert Oestreicher. Eventuell ziehe die Verbandsgemeinde, die für das Radwegenetz zuständig ist, einen entsprechenden Ausbau des Weges mal in Erwägung.

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