Pirmasens
Kinderpornografie: Junger Mann stellt intime Fotos der Halbschwester ins Internet
Im November 2021 hat der damals 19-Jährige aus dem Landkreis Südwestpfalz mit seinem Iphone neun Bilder vom Intimbereich seiner damals achtjährigen Halbschwester angefertigt. Im April und im August 2022 lud er bei einem Internetdienst je eine kinderpornografische Videodatei hoch und machte sie so einer Vielzahl von Personen zugänglich. Bei einer Hausdurchsuchung im Januar 2023 fand die Polizei fast 300 kinderpornografische Bilder und Videodateien auf seinem Smartphone, seinem Rechner und darüber hinaus auch noch in einer Cloud, also einem ausgelagerten Speicher.
Über seinen Verteidiger räumte der Mann die Taten ein. Es seien damals schwierige Zeiten für ihn gewesen, hieß es vor Gericht. Er habe in seiner Jugend sexuellen Missbrauch erlebt und leide unter Depressionen. Derzeit mache er eine Ausbildung und wolle diese auch durchziehen. Sie gebe ihm Rückhalt, sagte der junge Mann.
Der junge Mann räumt die Taten ein und ist einsichtig
Da der 21-Jährige noch nicht von der Familie unabhängig sei, sprachen sich alle Beteiligten dafür aus, Jugendstrafrecht anzuwenden. Das Gericht hielt dem Mann zugute, dass er die Taten eingeräumt hat, einsichtig und nicht vorbestraft ist und sich um eine Therapie bemüht. Aber die Menge der verbotenen Dateien sei nicht im unteren Bereich, betonte die Richterin. Sie sah aber ein „zeitlich begrenztes Fehlverhalten“.
Als Auflage muss der 21-Jährige 300 Euro an den Pfälzischen Verein für soziale Rechtspflege zahlen und eine ambulante Therapie bei der psychiatrischen Ambulanz der Universitätsklinik Homburg machen. Das Urteil ist rechtskräftig.