Glosse Bei Verzicht auf gema-belegte Weihnachtshits droht die ohrwurmfreie Zone

Kein „Last Christmas“? Wegen der der Gema-Gebühren könnte der Hauensteiner Weihnachtsmarkt zur Wham-freien Zone werden.
Kein »Last Christmas«? Wegen der der Gema-Gebühren könnte der Hauensteiner Weihnachtsmarkt zur Wham-freien Zone werden.

Die Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte, besser bekannt als Gema, sorgt bei Festveranstaltern und Organisatoren von Weihnachtsmärkten für mächtig Verdruss. Die Gebühren wurden radikal erhöht, sollen aber in dem Jahr noch einmal nach dem bisher üblichen System mit kleinen Preisen abgerechnet werden. Hauensteins Bürgermeister Michael Zimmermann hat zur Vorsicht aber schon mal eine Liederliste mit gema-freien Musiktiteln zusammengestellt, die dann in Endlosschleife auf dem Weihnachtsmarkt gespielt werden könnten, falls die Gema es sich noch anders überlegt.

Was das für Lieder sind, hat Zimmermann in der Ratssitzung nicht verraten. Vielleicht handelt es sich um weihnachtliche Melodien aus Regionen, die so weit entfernt sind, dass sie Musikrechte nicht interessieren. Oder um Versionen bekannter Lieder, die mit Künstlicher Intelligenz erstellt wurden, für die es noch keine Rechteabschöpfer gibt. Auf jeden Fall dürfte es spannender werden, als das übliche Weihnachtsmarktliedgut, das sich vielerorts auf „Last Christmas“ und die „Weihnachtsbäckerei“ zu beschränken scheint.

Hat eigentlich mal jemand Anwohner solcher Märkte gefragt, was die während der Markttage mitmachen und wie lange sie brauchen, bis die Weihnachtsbäckerei wieder aus dem Kopf ist?

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