Hornbach
Baustelle hinter Hornbach wird später fertig
Mit rund vier Wochen Verzögerung rechnet der Landesbetrieb Mobilität (LBM) nach Aussage seines Kaiserslauterer Chefs Richard Lutz beim Bau der Schwalb-Brücke in Hornbach. Grund sind hauptsächlich schlechtes Wetter mit viel Regen, aber auch ganz schlechter Baugrund auf der anderen Brückenseite Richtung Ringweilertal, der laut Baufirma ausgetauscht werden muss. Zudem kommt direkt neben der neuen 90-Grad-Kurve aus dem geschotterten Feldweg Grundwasser, das mit einer Drainage abgeführt werden muss.
Während die Brücke selbst schon länger steht und die Asphaltgießer am Dienstag am Werk waren, die Brückenbaukolonne die Baustelle schon verlassen hat und ein kleiner Bach parallel zur Straße kanalisiert wurde, fehlen noch etliche Arbeiten zum Straßenanschluss und der Niveauangleichung der Straße. Das Planum herzustellen – die Ebene rund 60 Zentimeter unter der späteren Tragdeckschicht – ist laut Lutz in dem regelrechten Feuchtgebiet eine echte Aufgabe für die Baufirma Peter Groß aus St. Ingbert.
Auch die Feuerwehr profitiert
Zudem geht es nicht nur um die Brücke, auch eine vollautomatische Pegelmessstelle der Schwalb wird gleichzeitig erneuert inklusive Anbindung ans Hornbacher Feuerwehrhaus als Hochwasservorhersage. Und schließlich gehört zum Bauabschnitt der Brücke auch die endgültige bauliche Trennung von der Noch-Landesstraße 479 und dem Ende der Brenschelbacher Straße. Die Durchfahrt war seit der Sanierung der Stadtdurchfahrt bislang durch Gitter versperrt, jetzt wurde die Fahrbahn der Brenschelbacher Straße zurückgebaut und mit Bordsteinen die Schinderklamm baulich abgetrennt. Die Landesstraße, die von Hornbach nach Brenschelbach-Bahnhof, an den ehemaligen Brenschelbacher Campingplatz und nach Brenschelbach selbst sowie ins benachbarte Volmünster in Frankreich führt, wird nach Abschluss der Arbeiten von einer Landes- zu einer Kreisstraße umgewidmet.
Doch zuvor steht noch Bauabschnitt 2 an, der eine neue Straßendecke ab der Auffahrt zur Gimpelwaldhütte bis an die saarländische Grenze vorsieht. Die Sanierung der 2,6 Kilometer langen Strecke soll 450.000 Euro kosten, während der erste Bauabschnitt mit Brücke und Straßenangleichung mit rund 1,2 Millionen Euro zu Buche schlägt. „Ich denke, dass wir statt wie geplant Ende April nun Ende Mai die Brücke eröffnen können. Es fehlen noch Straßenangleichung, Banketten, Markierungen und Beschilderung und natürlich die Straßendecke selbst“, erklärte Lutz vor Ort. John Simon, Polier der Baufirma Groß, versprach, genauso wie bisher „Gas zu geben“ auf der Baustelle. Wobei er bei Regen machtlos sei, und den habe es nun mal vermehrt gegeben die letzten Tage. Den Asphalttermin für Anfang Mai möchte er jedenfalls halten.