Kreis Südwestpfalz Altlasten: Neubau eines Supermarkts droht Verzögerung

Homburg. Bei Tiefbau-Bohrungen im Untergrund des Eduard-Vollmar-Platzes in Homburg-Erbach wurden offenbar Altlasten entdeckt. Damit droht sich der dort geplante Neubau eines Discount-Marktes durch die Firma des Pirmasenser Investors Manfred Schenk zu verzögern.

Schenk hat in Zweibrücken das Hilgard-Center und in Homburg unweit des Eden-Kinos ein fast baugleiches Fachmarkt-Zentrum mit Edeka-Markt gebaut. In Erbach will Schenk den Eduard-Vollmar-Platz an der Berliner Straße umgestalten und mit einem Discounter mit 1100 Quadratmetern Verkaufsfläche bebauen. Der heute dort befindliche Wasgau-Selbstbedienungsmarkt soll nach seiner Schließung abgerissen werden. Wenn heute Abend ab 18 Uhr der Homburger Stadtrat im Rathaus am Forum tagt, wird Oberbürgermeister Rüdiger Schneidewind (SPD) voraussichtlich im nichtöffentlichen Sitzungsteil das Altlasten-Problem zur Sprache bringen. Um welches Material es sich handeln soll, erläuterte der OB gestern nicht näher. Zurzeit sei auch unklar, ob das Erbacher Discounter-Neubauprojekt tatsächlich gefährdet sei: „Ich bin da noch vorsichtig.“ Doch zumindest eine Verzögerung des Baufortschritts drohe. Dem Stadtrat will Schneidewind offenbar vorschlagen, dass die Stadt Homburg einen Gutachter mit der Untersuchung des Baugrunds beauftragt. Erst wenn der Fachmann sein Urteil abgegeben habe, wisse man, ob und wie eine Entsorgung des betroffenen Erdreichs notwendig wird. Manfred Schenk war gestern unterwegs und daher für eine Stellungnahme nicht zu erreichen. (ghm)

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