Bad Bergzabern
Kita Regenbogen: Kinder müssen umziehen
Die Stadt muss eine Not-Kita einrichten. In der protestantischen Kindertagesstätte Regenbogen hat Wasser einen gewaltigen Schaden angerichtet. Vor dem Umzug muss aber noch Einiges passieren. Die Stadt hätte bereits angefangen, wartet aber auf die Stellungnahme des Gesundheitsamtes. Seit Dienstag hat die Südpfälzischen Kunstgilde die Ausstellungsräume in der Schlossgasse drei in unmittelbarer Nähe des Schlosses der Stadt für die Not-Kita zur Verfügung gestellt. Das Gebäude gehört der Stadt. „Die Stadt Bad Bergzabern benötigt die Räume für eine Ersatz-Kindertagesstätte, da die Kinder evakuiert werden müssen, bis die Renovierung der Kita abgeschlossen ist“, teilt die Vorsitzende der Kunstgilde Monika Cirica-Schneider den Mitgliedern mit. Die in den Räumen geplanten Ausstellungen müssen in diesem Jahr gestrichen werden.
50 Kinder, die derzeit die Kindertagesstätte in der Danzigerstraße besuchen, werden dann demnächst umziehen. „Es gibt in der Kita Regenbogen einen Schaden in zwei Wasserleitungen“, informiert Stadtbürgermeister Hermann Augspurger. Wohl schon seit einem Jahr, er habe vor einem halben Jahr davon erfahren. Betroffen sind die Sanitärräume, die Küche und mittlerweile auch die Böden in den Gruppenräumen. Es habe sich langsam entwickelt, das Wasser habe sich unter dem Bodenbelag gesammelt. Wahrscheinlich müssen die Böden im gesamten Gebäude entfernt werden.
Es besteht keine Gesundheitsgefahr
Eine Gesundheitsgefahr bestehe aber nicht, Luftmessungen würden ständig gemacht und es sei auch provisorisch Vorsorge gegen Schimmel getroffen worden, informiert Augspurger. Aber so bleiben kann es natürlich nicht und bei laufendem Betrieb kann nicht saniert werden. „Räumlichkeiten zu finden war nicht so einfach, die Schlossgasse schien insgesamt am geeignetsten“, so Augspurger. Das bedeutet, die Kinder werden zum Einen im großen Raum mit Küche im Erdgeschoss betreut und in der Räumen der Kunstgilde, das sind ein großer Vorraum, weitere drei Räume und eine Küche im ersten Obergeschoss der Schlossgasse. Toiletten sind ebenfalls vorhanden. Bis die Kinder die Räume nutzen können, wird es wohl rund vier Wochen dauern, wenn alle Genehmigungen vorliegen, die Handwerker stehen bereit.
Das Außengelände soll nun eingezäunt und ein weiterer Rettungsweg soll installiert werden. Die historischen Böden der Räume der Kunstgilde sollen mit einem speziellen Belag geschützt werden. „Alles ist geklärt, wir warten nur noch auf eine Stellungnahme des Gesundheitsamtes, das bereits zweimal vor Ort war, wir hätten eigentlich gerne heute begonnen“, erklärt Bürgermeister Augspurger im Gespräch mit der RHEINPFALZ. Bis die Not-Kita fertig ist rechnet er dann mit rund vier Wochen, bis alles kindgerecht ist. Geplant wird gleichzeitig die Sanierung der Kita Regenbogen. „Der Estrich und die betroffenen Böden müssen raus, es muss getrocknet werden, Bad und Küche werden dann erneuert“, so Augspurger, der im besten Fall mit einem halben Jahr für die Sanierungsarbeiten rechnet. Finanziell übernehme die Versicherung den Wasserschaden. Es sei nicht das einzige Problem mit Kindertagesstätten in der Stadt.
Derzeit fehlen 120 Plätze, für die eine weitere Kita gebaut werden muss. „Ein Millionenprojekt“, fürchtet der Stadtbürgermeister. Als „Notquartier“ findet die Geschäftsführerin des Kita-Verbandes von zwölf Kitas im Dekanat Bad Bergzabern, Annette Bauer, die Räumlichkeiten ideal. Aber es brauche einige Behörden für die Genehmigung als Ausweichquartier, derzeit warte man als letzte auf die des Gesundheitsamtes, sagt Bauer.