Fussball RHEINPFALZ Plus Artikel SVN und „Bepa“ streiten um Vorherrschaft im Kreis

Eduard Deschtschenja (am Ball) und der SV Nanz-Dietschweiler sind zurzeit kreisweit „nur“ das zweitbeste Team. Vor ihnen rangier
Eduard Deschtschenja (am Ball) und der SV Nanz-Dietschweiler sind zurzeit kreisweit »nur« das zweitbeste Team. Vor ihnen rangiert Tobias Daniel (links) mit dem TuS Bedesbach-Patersbach.

KUSEL. Kaum zu glauben: Da bügelt der SV Nanz-Dietschweiler den hohen Favoriten, während sich der TuS Bedesbach-Patersbach vom Vorletzten düpieren lässt. Alles drin in dieser Liga – der Spruch bewahrheitet sich mal wieder. Während es nun für die Westpfalz-Klubs aber um wenig mehr als den Titel „Nummer eins im Kreis“ geht, kämpft die SG Veldenzland an der Nahe weiterhin um den Liga-Verbleib.

Die „Not-Elf“ der Blauen hat prächtig funktioniert. Und „Jack“ war wieder mit von der Partie. „Jack“ ist SVN-Urgestein Benjamin Wenner – der Inbegriff eines Stand-By-Akteurs. „Ich rufe an, er sagt, ob er kommt. Wenn er zusagt, kommt er auch angewackelt. Stellt sich hinten rein – und macht das klasse. Ich bedanke mich ausdrücklich, dann geht er wieder“, beschreibt Trainer Wolfgang Lang, wie Wenner in Zeiten der Not rekrutiert wird.

„Jack“, zu besten Landesliga-Zeiten aus der Innenverteidigung nicht wegzudenken, ist vor vielleicht einem Jahr zuletzt im Training gesichtet worden. Er macht’s mit Erfahrung – „bei dem geht der Puls kein bisschen hoch“. Ruhepuls hatte auch der Coach bei der starken Vorstellung seiner Truppe, als sie vor Wochenfrist die SG Knopp/Wiesbach vom Feld gefegt hat. 5:1 – wow. Am Schluss spielten nur noch neun Gäste. „Aber am schwersten haben wir uns nach deren erster Roter Karte getan“, betont der Trainer. Als der SVN dann führte, ging es plötzlich fast wie von selbst. Bis hin zum Schützenfest. „Ich weiß nicht, woran es bei denen lag“, sagt Lang. „Vielleicht haben sie uns unterschätzt.“ Egal: Darüber freuen – und so weitermachen ist Devise. Denn jetzt droht die Gefahr, dass sich der SVN seinerseits von diesem Coup einlullen und am Sonntag (15 Uhr) beim Tabellenletzten FC Queidersbach die Zügel schleifen lässt. Das gilt es zu vermeiden.

Bedesbach-Patersbach kämpft mit Ausfällen

Kreiskonkurrent TuS Bedesbach-Patersbach hatte in Queidersbach nichts anbrennen lassen, dort beim 2:1-Sieg gut gespielt. Was aber folgte, war ein 0:3 am Sonntag gegen Kellerkind TuS Battweiler. „Tja, das kann mal passieren. Wir waren durch die Bank nicht gut“, blickt Trainer Thomas Löber zurück. Das Szenario soll sich nun bei der SG Schopp/Trippstadt (Sonntag, 15 Uhr) keinesfalls wiederholen. Löber muss allerdings weiter puzzeln: „Jede Woche eine andere Mannschaft, das macht’s nicht einfacher“, kommentiert er die Lage. Jerome Sefert und Abwehrchef Christopher Steiger werden nicht dabei sein, Tim Alles, Jens Ludwig fehlen weiterhin, Naveed Iqbal ebenso, nun ist auch noch Maxi Dietz lädiert.

Veldenzland erhält Dämpfer

Einen ersten, kleinen Rückschlag gab es für die SG Veldenzland in der Abstiegsrunde der Bezirksliga Nahe. Nach drei Siegen in Folge setzte es am vergangenen Sonntag eine vermeidbare 3:4-Niederlage gegen den TSV Lalo-Laubenheim. „Es war eine heiße Partie. Lalo hat es uns schwer gemacht. Enge Räume, große Physis. Nach dem Rückstand kamen wir auch durch etwas Glück zu einer 3:1-Führung bis kurz nach der Pause“, blickt Dominik Schunck zurück. Dann verletzte sich der gegnerische Keeper schwer, der Krankenwagen musste kommen, eine längere Unterbrechung war die Folge. „Das hat uns ein bisschen aus dem Konzept gebracht. Wir haben dann innerhalb von elf Minuten die Gegentore zum 3:4 bekommen. Danach war es schwer, sich davon zu erholen. Wir hatten zwar noch zwei große Chancen, aber so ist der Fußball. Das darf uns so natürlich nicht passieren“, konstatiert Schunck. Folge der Niederlage: In der Tabelle ging es wieder auf Platz fünf zurück, dem ersten potenziellen Abstiegsrang.

Für die von Christoph Lawnik und ihm betreute Mannschaft geht es nun am Sonntag (15 Uhr) bei der SG Weinsheim weiter, die derzeit mit 19 Punkten auf Platz zwei drei Punkte vor der SGV steht. „Traditionell eine unangenehme Aufgabe, dort werden auch wieder viele Zuschauer sein. Wir müssen von Beginn an dagegenhalten“, fordert Schunck. Bei der Mission weitere Punkte für den Klassenerhalt einzufahren, drohen abermals einige Stammspieler auszufallen. Hoffen dürfen Lawnik/Schunck auf die Rückkehr von Julian Müller und Kevin Schuster.

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