Fussball
SV Herschweiler-Pettersheim auf Titelkurs
Es würde wenig verwundern, wenn die Entscheidung im Kampf um die Meisterschaft der Fußball-B-Klasse Kusel-Kaiserslautern Nord erst ganz, ganz spät im Saisonverlauf fiele. Aktuell darf sich zumindest ein Quartett noch berechtigte Hoffnungen machen. Auch im Tabellenkeller geht es eng zu. Hat man mit dem SV Herschweiler-Pettersheim zur Winterpause an der Tabellenspitze rechnen können? Zumindest war der SV in dieser Hinsicht kein Geheimfavorit mehr. Die Verpflichtung von Spielertrainer Yannick Schording und Offensivwirbler Maximilian Schmöger, die beide aus der Bezirksliga freiwillig zwei Klassen nach unten gingen, waren offenbar die berühmten Mosaiksteinchen, die so perfekt in das vorhandene Gefüge passten. Die einzige noch ungeschlagene Mannschaft der Liga (elf Siege, drei Remis) wird mit der Rolle des Gejagten zurechtkommen müssen, wenn das runde Leder ab Ende Februar wieder rollt.
Dann warten da so einige Jäger des SVHP, die sich am Saisonende nur zu gerne das direkte Ticket zur A-Klasse sichern würden. Von dort kamen vor der Runde erst die SG Hüffler/Wahnwegen und die TSG Burglichtenberg. Nach ein paar Startschwierigkeiten kamen die beiden im Laufe der Saison immer besser in Tritt. Ob es für einen oder gar beide letztlich reicht, wieder in alte, sportliche Gefilde zurückzukehren? Wahrscheinlich weiß man spätestens Ende Mai mehr…
SG Jettenbach überrascht
Allerdings wird sich das Führungstrio auch weiterhin der Wehrhaftigkeit der SG Jettenbach/Eßweiler/Rothselberg widersetzen müssen. Als Vierte im Bunde hat nämlich auch die Spielgemeinschaft Kraft ihrer aktuellen Platzierung ein Wörtchen im Aufstiegskampf mitzureden. Vielleicht ist es ein Vorteil, dass man dort wahrscheinlich am wenigsten zu verlieren hat und als Überraschungsmannschaft nur gewinnen kann.
Das Ziel „Wiederaufstieg“ ad acta legen kann bereits jetzt der TuS Glan-Münchweiler. Zu schwankend in den Leistungen ist der Abstand für den TuS nach oben schon jetzt zu groß, als dass da noch ernsthaft was ginge.
Der TuS ist Teil eines Mini-Mittelfeldes. Dem folgt ein breiterer Tabellenkeller mit nur acht Punkten Abstand von Rang acht (TSG Wolfstein-Roßbach II, 18 Punkte) und der Spielvereinigung Glanbrücken sowie der SG Altenglan/Rammelsbach, die mit jeweils zehn Punkten am Tabellenende stehen. Die Frage, wie viele Absteiger es in den B-Klassen gibt, ist final immer auch davon abhängig, wie viele Absteiger aus der A-Klasse kommen oder ob es gegebenenfalls – wie zu vernehmen ist – auch neue Spielgemeinschaften gibt.
Die Tabelle
1. SV Herschweiler-Pettersheim 14 Spiele/36 Punkte
2. SG Hüffler/Wahnwegen 15/36
3. TSG Burglichtenberg 15/35
4. SG Jettenbach/Eßweiler/Rothselberg 15/32
5. SG Haschbach/Schellweiler 15/29
6. VfR Hundheim-Offenbach 15/25
7. TuS Glan-Münchweiler 15/21
8. TSG Wolfstein-Roßbach II 15/18
9. TuS Bedesbach-Patersbach II 15/17
10. SG Föckelberg/Bosenbach 15/16
11. SV Einöllen 15/15
12. FV Kusel II 15/13
13. SG Mühlbach/Neunkirchen 15/11
14. SpVgg Glanbrücken 15/10
15. SG Altenglan/Rammelsbach 15/10.
SG Breitenbach II im Keller
Was geht da noch für den SV Brücken in der B-Klasse Kusel-Kaiserslautern Süd? Zumindest der Relegationsrang ist für die Mannschaft aus dem Kuseler Südkreis noch drin. Für mehr müsste der Tabellenführer schon ordentlich straucheln. Im Tabellenkeller schwebt sie SG Breitenbach/Dunzweiler II in akuter Abstiegsgefahr.
Lässt sich der SSC Landstuhl die Meisterschaft noch nehmen? Zu konstant agieren die Sickingenstädter bislang, haben 15 ihrer 16 Spiele gewonnen und schon sechs Punkte Vorsprung auf den ersten Verfolger. Acht Punkte weniger als der SSC weist derzeit der SV Brücken auf Platz vier aus. Platz zwei und damit zumindest die Chance, nach dem Abstieg 2017 wieder ans Tor zur A-Klasse anzuklopfen, soll es am Ende doch bitteschön sein. Ein Selbstläufer wird das für die Truppe um Spielertrainer David Groß aber gewiss nicht, denn auch der SV Miesau und die Zweitvertretung des FV Ramstein sind noch mittendrin statt nur dabei im Kampf um Rang zwei. Oder vielleicht doch mehr?
SV Kübelberg „nur“ Zwölfter
Eine gute Rolle wollte auch der SV Kohlbachtal spielen. Als aktuell Fünfter war bislang beileibe nicht alles schlecht, aber eben auch nicht so gut wie erhofft. Spielertrainer Yannik Brehmer wird ohne Titel oder Aufstieg den Abgang in Richtung VfB Reichenbach machen müssen. Ordentlich, nach guten Saisonstart und zuletzt ein paar Schwankungen, steht immer noch die SG Krottelbach/Ohmbach da, der SV Kübelberg ist zwar „nur“ Zwölfter, wird aber immerhin in keinerlei Abstiegsgefahr mehr geraten.
Dass die SG Breitenbach/Dunzweiler II eine schwere Saison vor sich haben würde, war im Grunde erwartet worden. Mit nur drei Punkten sind die Kombinierten aber immerhin nicht Tabellenletzter. Was die zukünftige sportliche Heimat betrifft, geht es nicht nur darum, möglichst noch ein paar Punkte einzufahren. Auch ist man abhängig davon, was denn die eigene erste Mannschaft in der A-Klasse so anstellt. Würde die, dort ebenfalls im Klassenkampf befindlich, nicht zur Genüge punkten und abrücken, müsste auch die Zweite wieder aus der B-Klasse in die C-Klasse absteigen. Egal wie gut oder schlecht die restliche Saison verliefe.
Die Tabelle
1. SSC Landstuhl 16 Spiele/45 Punkte
2. SV Miesau 16/39
3. FV Ramstein II 16/38
4. SV Brücken 16/37
5. SV Kohlbachtal16/30
6. SGV Elschbach 16/29
7. SpVgg ESP 16/23
8. SG Krottelbach/Ohmbach 16/22
9. SV Hauptstuhl 16/21
10. SC Vogelbach 16/21
11. FSV Krickenbach 16/18
12. SV Kübelberg 16/17
13. TuS Hohenecken II 16/17
14. FV Weilerbach II 16/9
15. SG Breitenbach/Dunzweiler II 16/3
16. SG Oberarnbach/Bann II 16/1.