Fussball
Spiel der Woche: FVK und Burglichtenberg vor „heißem“ Derby
Den Kuselern wäre nur recht, würden sie der TSG den Einzug in die Aufstiegsrunde vermasseln. Denn nach der Hinrundenniederlage würde der FVK bei einem Sieg am Sonntag „nur“ drei Punkte aus den Duellen mitnehmen, wenn es die TSG gleichzeitig doch in die Aufstiegsrunde schafft. Dazu kämen jeweils vier aus den Spielen gegen die beiden übrigen Konkurrenten, macht insgesamt elf Zähler. Schaffen es hingegen der VfB Reichenbach II oder der TuS Glan-Münchweiler, würden die Kreisstädter noch einen Punkt mehr mitnehmen. „Ich denke, der Druck liegt mehr bei der TSG. Die müssen gewinnen. Aber wir haben im Grunde auch noch nix erreicht. Verlieren wir, nehmen wir nur acht Punkte mit, Burglichtenberg hätte dann 13“, sagt Marcel Ohlrich, der beim FVK gemeinsam mit Florian Niebergall die sportliche Verantwortung trägt. „Punktemäßig würden wir gerne das Maximum mitnehmen, insofern haben wir dann schon ein gesteigertes Interesse, dass es die TSG nicht schafft. Mit bis zu zwölf Punkten stünden wir zu Beginn der Aufstiegsrunde gut da, hätten Sichtkontakt zu Ramstein. Ob sie erreichbar wären, ist eine andere Sache. Am Ende wäre aber auch die Relegation etwas Feines“, konstatiert Ohlrich.
Spielertrainer Fabian Schmidt wieder fit
Er und Kollege Niebergall müssen am Sonntag auf Kapitän Kevin Berger verzichten, auch Marek Gilcher und Jan-Paul Spitzer stehen auf der Liste derer, die eher nicht auflaufen werden. „Wir gehen personell schon auf dem Zahnfleisch und müssen zwei Mannschaften stellen. Sollte am Sonntag tatsächlich die 3G-Regel gelten, würde das etwas Abhilfe verschaffen“, hofft Ohlrich darauf, dass die Lockerungen der Corona-Maßnahmen direkt angewendet werden.
Beim kommenden Gegner ist Spielertrainer Fabian Schmidt nach der Winterpause aus dem Lazarett zurückgekehrt. „Der kann von fast überall ein Tor machen“, hat man in Kusel gehörigen Respekt vor dem gegnerischen Zehner. Überhaupt seien die Spiele gegen die TSG Burglichtenberg immer „heiß.“ Entsprechend sind auch Ohlrichs Erwartungen: „Das wird ein harter Brocken und ein heißer Kampf. Es geht definitiv nicht nur um die goldene Ananas.“
Fernduell mit dem TuS Glan-Münchweiler
Die TSG Burglichtenberg kämpft am Sonntag in einem Fernduell mit dem TuS Glan-Münchweiler um Platz vier. Mit einem Sieg müsste man nicht nach Nanzdietschweiler schauen, wo der TuS zugange ist. „Was das betrifft, muss Glan-Münchweiler. Wir hingegen haben es in der eigenen Hand“, kennt auch Fabian Schmidt die eigene Ausgangslage nur zu gut. Dieser hadert ein wenig mit dem torlosen Remis in der Vorwoche gegen den VfB Reichenbach II, „als wir schon alles hätten klarmachen können.“
Schmidt selbst will sich noch gar nicht damit befassen, was nach dem Sonntag ist. Aufstiegsrunde, Abstiegsrunde, Entscheidungsspiel(e) um Platz vier: Alles ist noch möglich. „Jetzt zählt zuerst der Sonntag. Was danach kommt, ist noch nicht in unseren Köpfen.“ Dennoch weiß Schmidt auch, dass es in der Abstiegsrunde knüppelhart werden könnte. Durch die guten Ergebnisse zu Saisonbeginn gegen die Top drei würde die TSG eine eher bescheidene Punktezahl in die Abstiegsrunde mitnehmen. Bei fünf potenziellen Absteigern würde ein knallharter Abstiegskampf drohen.
Ehrgeiz und Wille sind gefragt
„Engagement gut, Trainingsbeteiligung nicht immer“, zieht Schmidt ein eher durchwachsenes Fazit der Wintervorbereitung. Und auch am Sonntag „fehlen einige Akteure, aber wir werden eine Mannschaft stellen, die gewinnen kann“. Das Spiel in der Kreisstadt sei „ein schönes Derby, welches wir gewinnen wollen. Aber Kusel wird auf uns keine Rücksicht nehmen, die haben ja eigene Interessen“. Schmidt tippt auf einen 3:1-Sieg, weil er glaubt, „dass wir den größeren Willen und Ehrgeiz haben, weil wir den Sieg unbedingt wollen“.