Fußball RHEINPFALZ Plus Artikel Kein Sieger im A-Klasse-Derby zwischen Hüffler/Wahnwegen und dem FV Kusel

Kusels Max Müller (links) schießt aufs Tor der SG Hüffler/Wahnwegen. Der Ball geht jedoch vorbei. SG-Spieler Dominik Reiland (Nu
Kusels Max Müller (links) schießt aufs Tor der SG Hüffler/Wahnwegen. Der Ball geht jedoch vorbei. SG-Spieler Dominik Reiland (Nummer 7) kommt zu spät.

Kein Sieger im Lokalderby. Die SG Hüffler/Wahnwegen und der FV Kusel teilten sich am Sonntag in der Fußball-A-Klasse Kusel-Kaiserslautern die Punkte. Dabei ging es zuweilen turbulent zu.

1:1 endete das Lokalderby der A-Klasse zwischen der SG Hüffler/Wahnwegen und dem FV Kusel. Die Gastgeber gingen in einer hart umkämpften und zum Teil sehr zerfahrenen Begegnung, in der die Gäste eine Zeitstrafe und einen Platzverweis hinnehmen mussten, mit 1:0 in Führung, musste jedoch in der Schlussphase der Begegnung den Ausgleich hinnehmen.

Während der FV Kusel in Anbetracht des Spielverlaufes mit dem Ergebnis zufrieden waren, haderte Viktor Luks, der Spielertrainer der SG Hüffler/Wahnwegen, „mit den vielen vergebenen Chancen“. In der ersten Spielhälfte konnte sein Team ein Chancenplus verzeichnen. Es dauerte jedoch bis zur 37. Minute, bis der Führungstreffer gelang. Max Fauß hatte sich auf der linken Angriffsseite durchgesetzt, passte vor das gegnerische Tor, wo Tim Allmang wenig Mühe hatte, den Ball über die Torlinie zu drücken. Kurz vor dem Halbzeitpfiff hatten die Gäste die Gelegenheit zum Ausgleich, doch Kusels Marcel Häßel verzog den Ball, so dass es mit 1:0 in die Kabine ging.

Offener Schlagabtausch in Schlussphase

In der zweiten Spielhälfte plätscherte die Partie dahin. Mehrmals monierten die einheimischen Zuschauer einen Strafstoß für ihre Mannschaft, stießen jedoch beim Schiedsrichter auf tauben Ohren. Während beide Mannschaften viel Kampfgeist zeigten, kam das spielerische Element zu kurz. Das harte Einsteigen von Kusels Häßel bestrafte der Schiedsrichter mit einer Zeitstrafe. In der Schlussphase wurde es auf einmal turbulent. Kusels Marvin Ruth wurde in der 82. Spielminute im linken Halbfeld gefoult. Den fälligen Freistoß schlug Max Müller in den Strafraum, wo Daniel Hilmer aus abseitsverdächtiger Position per Kopf den Ausgleich erzielte.

Es folgte ein offener Schlagabtausch beider Mannschaften. In der Schlussphase beinahe die erneute Führung der Gastgeber. Stürmer Dominik Reiland nahm aus dem Mittelfeld einen Steilpass auf. Kusels Torhüter Niklas Mildenberger wehrte den von Reiland geschossenen Ball außerhalb des Strafraumes mit den Händen ab, so dass dem Schiedsrichter nichts anderes übrig blieb als Mildenberger die Rote Karte vor die Nase zu halten. Obwohl beide Mannschaften sich danach bemühten, den Siegtreffer zu erzielen, blieb es letztendlich beim Unentschieden.

SG-Trainer Luks trauert Chancen hinterher

„HüWa“-Trainer Viktor Luks sagte: „Die Enttäuschung überwiegt natürlich. Wir mussten wieder einmal ein Gegentor aus einem Standard hinnehmen. Wir haben hinten nicht viel zugelassen. Hatten vorne klarere Möglichkeiten und viele strittige Szenen, von denen sehr viele gegen uns gepfiffen wurden. In der Verteidigung rutscht mal etwas durch. Das Spiel hätten wir vorne viel früher entscheiden müssen. Egal, was der Schiedsrichter gepfiffen hat, wir müssen unser Spiel durchdrücken. Chancen hatten wir mehr als genug. Wir hatten es in der eigenen Hand, haben es leider nicht umgesetzt. Das Gegentor war für mich ganz klar Abseits.“

Kusels Trainer Florian Niebergall sagte hingegen: „Das Spiel war ziemlich verfahren. In der ersten Hälfte waren wir gar nicht im Spiel. Generell war es kein gutes Fußballspiel, mit viel Kampf und vielen Zweikämpfen. Viele Ballverluste im Mittelfeld, In der zweiten Hälfte, ohne dass es wirklich gut war, haben wir uns das Unentschieden verdient. Wir wollten unbedingt gewinnen. Wir haben uns vor der Begegnung gesagt, ein Sieg ist Pflicht aber letztendlich, wenn man den Spielverlauf betrachtet und sieht, dass wir erst in der Schlussphase den Ausgleich erzielen, dann sind wir doch zufrieden.“ Die SG Hüffler/Wahnwegen bleibt mit nun 18 Punkten auf dem vorletzten Tabellenplatz, während Kusel mit 36 Punkten den sechsten Platz einnimmt.

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