Fußball RHEINPFALZ Plus Artikel Hüffler/Wahnwegen will auf dem Weg in die A-Klasse nicht mehr stolpern

Dass Angreifer Kenny Metzger (links) am Sonntag für Hüffler/Wahnwegen auflaufen kann, ist recht unwahrscheinlich.
Dass Angreifer Kenny Metzger (links) am Sonntag für Hüffler/Wahnwegen auflaufen kann, ist recht unwahrscheinlich.

Bleibt Hüffler/Wahnwegen auf Kurs Richtung A-Klasse oder kann Hundheim-Offenbach dem Kontrahenten in die Suppe spucken? Beim Duell am Sonntag gehen wohl beide Teams ersatzgeschwächt an den Start.

Neun Spiele, neun Siege! Mit dieser beeindruckenden Bilanz hat sich die SG Hüffler/Wahnwegen im Jahr 2023 an die Tabellenspitze in der B-Klasse Nord herangepirscht und diese schließlich auch übernommen. Sechs Punkte beträgt der Vorsprung auf Verfolger SV Herschweiler-Pettersheim, aber der hat auch noch zwei Spiele in der Hinterhand. Ein Entscheidungsspiel, um den Meister und A-Klasse-Aufsteiger zu ermitteln erscheint nicht unwahrscheinlich. „Hüwa“-Spielertrainer Viktor Luks hebt aber warnend den Finger: „Für uns wird das kein Selbstläufer.“ Was er damit sagen will? Trotz scheinbar machbarer Gegner müssen die ausstehenden vier Begegnungen erst einmal gewonnen werden. Und zudem bleibt abzuwarten, ob der Lokalrivale aus Herschweiler-Pettersheim noch einmal patzt.

„Betrachtet man sich die Tabelle und wie wir punkten, gibt es aktuell in der Tat wenig zu meckern. Als Trainer findet man immer etwas, was besser gemacht werden kann. Aber unsere Entwicklung ist positiv, dass der Erfolg damit derzeit einhergeht, ist umso schöner“, erklärt Luks. Und wenn man gegen Saisonende dann mal so weit oben in der Tabelle steht, „dann will man auch dort bleiben“. Jedoch und das betont der Trainer: „Wir haben weiterhin keinen Druck, natürlich aber die Gier und Lust darauf, es zu schaffen.“ Gleichwohl bliebe die Feststellung, dass die Saison 22/23 auch dann als erfolgreich zu bewerten sei, wenn es nicht mit dem Sprung in die A-Klasse klappt.

Noch einmal regenerieren vor dem Endspurt

Dass man vor dem Endspurt in der kommenden Woche noch einmal spielfrei ist und regenerieren kann, kommt den Verantwortlichen in Hüffler und Wahnwegen auch nicht in Gänze ungelegen. „Danach können wir hoffentlich aus dem Vollen schöpfen, ist beispielsweise Timo Groß auch wieder dabei. Mit dem Personal aber ist es jetzt am Wochenende schon schwierig. Möglicherweise fehlt unsere gesamte Sturmreihe. Kevin Körbel und Kenny Metzger fallen ziemlich sicher aus, bei Marc Knapp, der krank ist, müssen wir abwarten“, berichtete Luks am Freitagmittag. Fällt das Trio komplett aus, der SG fehlen 74 von 95 erzielten Saisontoren – eine herbe Schwächung.

Denn beim VfR Hundheim-Offenbach erwartet Viktor Luks „eine unangenehme Aufgabe bei einer zweikampf- und heimstarken Mannschaft“. Auf dem kleinen Rasenplatz gelte es, die Situation anzunehmen. Und weiter: „Ich denke, die spielen viel mit langen Bällen. Das müssen wir verteidigt bekommen. Und wir müssen unser Spiel auf den Platz bekommen, dürfen uns nicht dem Gegner anpassen. Aber wir bereiten uns gut vor und müssen dann sehen, ob es reicht. Ich tippe aber auf einen 2:0-Auswärtssieg.“

Personalprobleme bei Hundheim-Offenbach

In der Lage der SG wären Mario Gailing und der VfR Hundheim-Offenbach wohl nur zu gerne. „Unser Lauf ist im Moment eher rückläufig. Wir haben Personalprobleme, die Ergebnisse sind nicht so toll im Moment“, fasst Gailing die Lage beim Tabellensechsten kurz zusammen. Zudem gehe nun tabellarisch nicht mehr viel, geht es maximal noch ein, zwei Plätze zurück. Mehr dann aber auch nicht.

„Wir müssen echt schauen, dass wir eine gute Truppe gestellt bekommen. Das ist im Moment nicht so einfach“, sagt Gailing und nennt direkt die Liste derer, die am Sonntag und teilweise deutlich darüber hinaus nicht mittun können: „Yannick Fauß war richtig gut drauf, hat sich aber kürzlich einen Kreuzbandriss zugezogen. Auch Jannick Pfizenmayer fehlt. Ebenso Christian Licht und meine Wenigkeit und auch Joshua Bondorf ist am Sonntag nicht da.“ Im Gegenzug besteht Hoffnung, dass Laurin Wildberger und Rene Harth wieder mit an Bord sind.

Viele stehe und falle beim VfR mit Sturmtank Lukas Weck, „der bereitet viel vor, ackert. Aber auch ihm gelingt im Moment wenig. Auch allgemein ist das Problem derzeit, dass wir unsere Chancen nicht machen“. Und trotzdem meint Gailing, „dass wir Sonntag elf Mann auf den Platz bringen, die auch Erste spielen können. Es wird ein schweres Spiel, wir haben nichts zu verlieren. Hüffler ist klarer Favorit. Aber es wäre auch keine Sensation, wenn wir was holen. Unsere Heimstärke stimmt mich optimistisch. Ich tippe dann auch auf ein 2:1 für uns.“

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