Kusel
Endlich herrscht Klarheit, wer Meister wird
Die Zweitplatzierten dürfen ebenfalls aufsteigen, sofern sie ein Anrecht auf Relegationsspiele gehabt hätten. Über 80 Prozent der Vereine, die ihre Stimme auf eine entsprechende Anfrage abgegeben hatten, votierten für diesen Vorschlag. Was bedeutet diese Entscheidung für die Herren-Spielklassen im Fußballkreis Kusel-Kaiserslautern?
Die A-Klasse Kusel-Kaiserslautern marschieren die beiden dominierenden Mannschaften FC Queidersbach und FV Bruchmühlbach in Richtung Bezirksliga. Queidersbach (Quotient: 2,88), das zum Zeitpunkt des Abbruchs ein Spiel mehr absolviert und drei Punkte Vorsprung hatte, ist dank eines hauchzarten Vorsprungs von 0,0065 Punkten Meister.
SG GlanAlb Meister
In der B-Klasse Kusel-Kaiserslautern Nord war die SG GlanAlb klarer Erster und ist nun auch Meister. Spannend indes verlief der Kampf um den zweiten Aufstiegsplatz, auf wie neben dem Platz. Zwar war die SG Haschbach/Schellweiler mit 44 Punkten aus 20 Spielen (2,20) in der normalen Tabelle Zweiter, der VfR Hundheim-Offenbach/Hinzweiler (42/19/2,21) weist aber den minimal besseren Quotienten auf und darf somit zukünftig in der A-Klasse spielen. Knapp waren auch die Rückstände der weiteren Verfolger SG Jettenbach/Eßweiler/Rothselberg (2,11) sowie SG Herschweiler-Pettersheim/Konken (2,10).
„Es fühlt sich schon ein wenig befremdlich an. Irgendwie fehlt was. Wir wären gerne über die Relegation aufgestiegen“, gibt VfR-Trainer Mario Gailing zu Protokoll. Aber: Das Gefühl sei nicht falsch oder gar schlecht. „Wir sind nach der Wertung Zweiter und daher ist es auch legitim, dass wir uns freuen. Und natürlich sind wir auch froh, dass nun endlich Klarheit herrscht“, führt er weiterhin aus. Die Mannschaft könne, bleibt sie von Verletzungen verschont, eine ordentliche Rolle in der A-Klasse spielen, befindet der Trainer, an dessen Seite fortan Artur Jung vom FV Weilerbach die sportliche Verantwortung trägt.
Ähnlich hat sich die Lage in der B-Klasse Süd dargestellt. In der SG Bechhofen/Lambsborn gibt es auch hier einen relativ souveränen Meister und Aufsteiger, dahinter ging es allerdings knapp zu. Mit dem besseren Ende für den VfB Waldmohr, der seine 45 Punkte in 19 Spielen einfuhr und damit ein Spiel weniger dafür brauchte als der SSC Landstuhl. Dementsprechend froh ist man beim Club aus dem Kuseler Südkreis, wie dessen Spielertrainer Jens Kirchen sagt: „Wir haben 16 Spiele in Folge nicht mehr verloren, ich denke schon, dass wir es dann auch verdient haben, aufzusteigen. Es ist für uns alle eine Erleichterung und wir können nun auch entsprechend planen.“ Dass die Entscheidung über die besagte Regelung fiel, bewertet Kirchen als fair: „Es musste ja auch irgendwie entschieden werden. Klar ist es bitter für den SSC Landstuhl oder auch den SC Vogelbach, die knapp hinter uns lagen.“ Die Vorfreude auf die kommende Spielzeit in der A-Klasse ist bei Kirchen und seinen Mannen „jetzt schon riesig.“
Neue SG steigt auf
In der C-Klasse Nord/Süd ist der SV Miesau mit einem Quotienten von 2,82 Punkten (48 Punkte/17 Spiele) Meister. Ihn begleitet die SG Theisbergstegen/Etschberg in die B-Klasse. Zwar war die SG in der Tabelle mit 41 Punkten aus 16 Spielen (2,56 Punkte) „nur“ Dritter, allerdings hat die Spielvereinigung Glanbrücken (46/19) im Vergleich mit 2,42 Punkten den schlechteren Punkteschnitt. Ein großer Erfolg also im ersten Jahr des Bestehens bei der Spielgemeinschaft. „Wir waren ja schon mit dem Ziel in die Saison gestartet, etwas reißen zu wollen. Natürlich wären wir gerne aufgestiegen, nachdem die Saison zu Ende gespielt wurde, freuen uns aber auch so total“, berichtet Spielleiter Sven Pfeiffer. Die Planungen für die kommende Spielzeit werde der nun feststehende Aufstieg nicht großartig beeinflussen, allerdings hoffe man, durch die B-Klasse etwas attraktiver zu werden und so den einen oder anderen „Wackelkandidaten“ von der SG überzeugen zu können.
Aus der C-Klasse Mitte steigen die zweiten Mannschaften des FV Kindsbach und FV Ramstein in die B-Klasse auf.