Fußball
Bezirksliga: Wie der SV Nanz-Dietschweiler Rang zwei verteidigen möchte
Letzten Sonntag ist es passiert: Die Nanzdietschweilerer bezwangen Schönenberg im Derby mit 5:2. Und die „Rowos“ holten gegen Primus Kirchheimbolanden ein Unentschieden. Das Resultat war der Tausch der beiden Tabellenplätze. Doch es bleibt natürlich weiterhin spannend: Denn die Mannschaft unter der Leitung von Spielertrainer Fabian Lauder hat lediglich einen Punkt Vorsprung. Zumindest diesen wollen sie auch im Heimspiel (Sonntag, 16 Uhr) gegen die SG Rockenhausen/Dörnbach halten.
Der positive Druck
„Das Ergebnis war in der Höhe auch verdient“, kommentierte Lauder das Bezirksligaderby. Mit 62 Punkten stehen die Nanzdietschweilerer nun auf Rang zwei. Den Aufstieg in der eigenen Hand zu haben, war zwingend notwendig. „Aber wir dürfen uns auch keinen Patzer mehr erlauben“, weiß Lauder. Diesen Druck empfindet der Spielertrainer als positiv, „schließlich haben wir uns diesen auch selbst verdient“, betont er.
Gegen Rockenhausen kommt dem heimstarken SVN sicher der eigene Kunstrasenplatz gelegen. Der Gegner ist für Lauder schwer einzuschätzen. „Das wird eine absolute Wundertüte.“ Im Hinspiel verspielte seine Mannschaft nämlich eine 3:0-Führung. Wie ausgewechselt agierte die Spielgemeinschaft damals im zweiten Abschnitt. Und letztlich konnten sich die Nanzdietschweilerer noch über den Punkt freuen. Zwei Pünktchen mehr und das Gleiche gilt auch für das Rückspiel.
Vertrauen auf die eigene Stärke
Und die Schönenberger? Eine 2:5-Niederlage mitten im Abstiegskampf tut natürlich weh. Zumal Mitkonkurrent Battweiler seine Hausaufgaben erledigt und Contwig mit 7:1 abgefertigt hat. Am Sonntag treffen beide Konkurrenten aufeinander.
Die Schönenberger stehen aktuell auf dem sechsten potenziellen Abstiegsplatz. Im besten Fall droht aber nur für den untersten Vier der Rutsch in die A-Klasse. Doch darauf will sich die Mannschaft unter der Leitung von Konni Weis nicht verlassen. Sein Sohn und Spielleiter Timmy Weis setzt auf die eigene Stärke: „Wir wollen uns da ungern auf andere verlassen.“ Demzufolge muss gegen Battweiler ein Sieg her. Im Hinspiel trennten sich die Teams mit 1:1-Unentschieden. Leicht wird das Spiel keineswegs. „Spätestens nach der beeindruckenden Aufholjagd gegen Wolfstein-Roßbach ist auch dem Letzten bekannt, dass Battweiler nicht aufsteckt“, erklärt Weis und erinnert dabei an das 3:3-Unentschieden des anstehenden Gegners im Spiel gegen die „Rowos“.
Trainer verabschiedet sich
Fußballerisch geht es für den TuS Bedesbach-Patersbach um nicht mehr allzu viel. Höchstens darum, die offene Rechnung aus dem Hinspiel zu begleichen. Aber emotional hat die Partie umso mehr Reiz. Denn Thomas Löber wird am Samstag das letzte Mal als Trainer vor heimischer Kulisse an der Bedesbacher Seitenlinie steht.
An das Hinspiel erinnert sich kein „Blau-Weißer“ gerne zurück. Mit 7:2 schickte der VfB Reichenbach die damals gastierenden „Bepas“ nach Hause. Das gilt es im Rückspiel zu vermeiden. Der auf Rang fünf lauernde Kuseler Bezirksligist will seinen Tabellenplatz nicht hergeben. Und im Falle einer Niederlage würden die Reichenbacher an ihnen vorbeiziehen.
Das „Doppelleben“ des Thomas Löber
Die „Bepas“ starten mit keinem guten Omen in die Partie. Denn vergangenen Sonntag setzte es gegen das Schlusslicht aus Mannweiler eine 1:4-Niederlage. „Das war eine desolate Leistung auf schwer bespielbarem Geläuf“, fasst Löber zusammen.
Für den Trainer sind es noch zwei Spiele an der Seitenlinie. Insgesamt war er über zwei Abschnitte hinweg zehn Jahre lang im Verein sportlich aktiv. Doch es war seine eigene Entscheidung, nach der Runde aufzuhören. Ausgerechnet im letzten Heimspiel geht es gegen die Reichenbacher, den Verein, in dem Löber zusätzlich im Vorstand tätig ist. Die Geschichte scheint praktisch perfekt zu sein.
Stolz überwiegt bei den „Rowos“
Der zweite Platz ist zwar erst einmal weg, von Enttäuschung ist bei den „Rowos“ nach dem 0:0 gegen Tabellenführer SV Kirchheimbolanden am vergangenen Wochenende aber nichts zu spüren. Ganz im Gegenteil. „Wir haben gegen einen starken Spitzenreiter eine super Leistung gezeigt, hätten mit etwas Spielglück auch gewinnen können. Dass Nanz-Dietschweiler jetzt Zweiter ist, stört uns nicht weiter. Wenn es am Ende so bleibt, haben sie es auch verdient. Was uns betrifft muss man ja immer wieder betonen, dass wir als Aufsteiger eine richtig gute Runde spielen. Ob wir dann Zweiter oder Dritter werden, ist egal“, erklärt TSG-Spielertrainer Johannes Schell.
Gegen die „Mannschaft der Stunde“
Der sagt aber auch, „dass wir uns im Kampf um Platz zwei natürlich nicht geschlagen geben und weiter alles probieren“. Aber er weiß auch, dass die Elf des SV Nanz-Dietschweiler dem Papier nach frei aufspielen kann. Wogegen es für die TSG Wolfstein-Roßbach noch einen ganz dicken Fisch zu bespielen gilt. Das sind die in den letzten Wochen stark aufspielenden FCK-Portugiesen, die am Sonntag in Wolfstein zu Gast sind. „Eine Mannschaft mit individuell richtig starken Spielern, das wird eine ganz, ganz schwere Aufgabe für uns, der wir uns aber auch gerne stellen“, so Schell. Obwohl die TSG auch an diesem Wochenende wieder auf den einen oder anderen Akteur verzichten muss, hält der Trainer Woche für Woche daran fest, „dass eine gute Mannschaft auf dem Platz steht“. Und die solle auch dieses Mal die Qualität haben, als Sieger vom Platz gehen zu können, ist der Coach hinsichtlich eines Sieges wie immer optimistisch.