Fußball RHEINPFALZ Plus Artikel Bezirksliga Westpfalz: Jahresauftakt für den SV Nanz-Dietschweiler

Zweikampf zwischen Nanzdietschweilers Max Niermann (links) und Bedesbachs Abdul Hadi Antar.
Zweikampf zwischen Nanzdietschweilers Max Niermann (links) und Bedesbachs Abdul Hadi Antar.

Mit einer Woche Vorbereitung mehr absolviert nun auch der SV Nanz-Dietschweiler am Sonntag sein erstes Pflichtspiel im neuen Kalenderjahr. Gegen die TSG Trippstadt gilt es, den Anschluss an die Tabellenspitze zu halten. Denn der Kuseler Bezirksligist startet aus einer vielversprechenden Tabellenposition.

Letzte Woche hatte der SV Nanz-Dietschweiler noch frei. Damit steht am Sonntag der Jahresauftakt an. Starke 40 Punkte konnte der SV binnen 19 Partien sammeln. Mit einem Spiel und sieben Punkten mehr befindet sich aber der SV Kirchheimbolanden auf Rang eins. Und direkter Konkurrent und Rivale Wolfstein-Roßbach steht mit 46 Punkten auf Rang zwei. Nanz-Dietschweiler steht also unter Zugzwang.

Gesonderten Druck verspürt Trainer Fabian Lauder dadurch allerdings nicht. „Wir wissen, dass die ersten Zwei sehr konstant spielen“, erklärt er. Und darum sei es für ihn nicht weiter verwunderlich, wenn die Konkurrenz punktet. Personell ist die Lage weder gut noch schlecht. Die Langzeitverletzten Silas Rau und David Balsitis kehren zurück. Der Einsatz von Aaron Stemler und Paul Göttel ist allerdings noch fraglich. Und Benny Brill wird aus beruflichen Gründen fehlen. Gegen Trippstadt muss der SV aber wieder alles auf den Platz bringen. Denn die offensivstarke TSG gewann alle ihre letzten vier Partien und erzielte in den drei Spielen vor der langen Pause insgesamt 19 Tore.

Lauder warnt dabei vor allem vor Maximilian Lauhoff, der mit 28 Treffern die Torjägerliste der Bezirksliga anführt. „In der Box ist er wahnsinnig gefährlich“, betont Lauder. Aber vor heimischer Kulisse wollen die Nanzdietschweilerer auf ihrem altbekannten Kunstrasenplatz alles nach vorne werfen, um den Auftakt perfekt zu machen.

Der TuS Schönenberg holte in den letzten drei Spielen fünf Punkte. Ein Aufwärtstrend ist zwar durchaus zu erkennen, allerdings war trotzdem deutlich mehr drin. Gegen die SG Rockenhausen/Dörnbach gelang es den Schönenbergern nicht, ihren Zwei-Tore-Vorsprung über die Zeit zu bringen. Aber am Wochenende steht das nächste Sechs-Punkte-Spiel gegen die Spielgemeinschaft aus Oberarnbach vor heimischer Kulisse an.

„Es war zum Haare raufen“, fasst Spielleiter Timmy Weis die letzte Partie zusammen. Die Schönenberger gingen nach 20 Spielminuten mit 2:0 in Front und hielten den Torvorsprung auf ein 3:1 zur Pause. Aber Weis erklärt, dass noch deutlich mehr drin war. „Wir haben unsere Chancen nicht gut zu Ende gespielt.“ Oft kombinierte sich nämlich der TuS in eine Überzahlsituation und traf dann aber die falschen Entscheidungen. Und im zweiten Abschnitt war es dann bitter. Die in Unterzahl spielende SG netzte in der Schlussphase einen Elfmeter zum 2:3-Anschluss ein. Und kurz vor Schluss war es ein Eckball, der den Schönenbergern das Genick brach.

Die Köpfe blieben aber nicht lange hängen. Denn wie in typischer Schönenberger Manier, saß auch nach dem unglücklichen Auftaktspiel eine Vielzahl an Beteiligten noch im Sportheim zusammen. „Wenn wir so weitermachen, sind wir uns sicher, dass wir unsere Punkte noch holen“, erklärt Weis zuversichtlich. Nächste Woche steht mit den punktgleichen Oberarnbachern das nächste Kellerduell an. Der Abstiegskampf ist also in vollem Gange.

Der Jahresauftakt verlief beim TuS Bedesbach-Patersbach soweit nach Plan. Vor heimischer Kulisse überzeugte die Truppe unter der Leitung von Thomas Löber vor allem in Hälfte zwei. Rang vier heißt somit die neue tabellarische Platzierung. Am Sonntag geht es zu den kampfstarken Fehrbachern.

„Es war, wie vorher gemutmaßt, kein einfaches Spiel“, schaut Löber zurück. Seine Truppe ging gegen Battweiler mit 2:0 in Führung, bekam aber aufgrund zweier Stellungsfehler noch vor der Pause den Ausgleich. Im zweiten Abschnitt spielten dann nur noch die ersatzgeschwächten „Bepas“. Ein verdienter 4:2-Heimsieg war am Ende das Resultat. „Für den Auftakt war es in Ordnung“, betont der Trainer.

Spielmacher Tobias Daniel quittierte kurz vor Spielende allerdings noch eine Rote Karte. Dementsprechend wird er gegen Fehrbach nicht auflaufen dürfen. Erik Scherrieble fällt mit einer Oberschenkelzerrung ebenfalls aus. Und der Einsatz von Hendrik Reiber ist noch fraglich. Im Hinspiel fertigten die „Bepas“ die abstiegsgefährdeten Fehrbacher mit 5:1 ab. Aber auswärts werden die Karte neu gemischt. „Ich würde gerne gewinnen, wäre allerdings auch mit einem Punkt zufrieden“, hält Löber fest.

Mit einem souveränen 4:1-Auswärtserfolg beim Tabellenvierten VfB Reichenbach hat die TSG Wolfstein-Roßbach ihre Ambitionen in der Bezirksliga Westpfalz untermauert. Beinahe wäre sogar der Sprung an die Tabellenspitze gelungen, hätte Spitzenreiter SV Kirchheimbolanden nicht in der Nachspielzeit zum Siegtreffer beim SV Alsenborn getroffen. „Das war eine reife, abgeklärte und einfach gute Leistung in Reichenbach, an deren Ende ein hochverdienter Sieg stand“, blickt Johannes Schell auf das vergangene Wochenende zurück. Damit konnte die TSG sich auch für die knappe Hinspielniederlage auf eigenem Geläuf revanchieren und den Vorsprung auf den ersten Rang neben dem Treppchen auf elf Zähler ausbauen. Mit dem SV Alsenborn erwarten die „Rowos“ am Sonntag (15 Uhr) einen Gegner, gegen den es im ersten Aufeinandertreffen der Saison ebenfalls eine Niederlage setzte. In Alsenborn unterlag die Schell-Truppe seinerzeit mit 2:3, als man dort binnen weniger als 48 Stunden das zweite Pflichtspiel bestreiten musste und nach 2:1-Führung am Ende die Kräfte ein wenig nachließen.

Das war zudem auch noch in einer Zeit, als der SVA selbst an der Ligaspitze thronte. Den letzten Sieg für die von FCK-Meisterspieler Thomas Riedl trainierte Elf gab es indes am 15. Oktober, seither sprangen in acht Partien lediglich drei Remis für den derzeitigen Siebten der Tabelle heraus.

„Das ist aber kein Grund, das Spiel am Sonntag auf die leichte Schulter zu nehmen. Alsenborn hat weiterhin eine junge Truppe mit guter Qualität, so dass wir an unser Leistungsmaximum gehen müssen, um die Punkte in Wolfstein zu behalten. Nichts anderes ist natürlich das Ziel“, erklärt Spielertrainer Schell, der optimistisch ist, dass sich die personelle Lage am Sonntag im Vorfeld doch deutlich entspannter zeigt. Zur Wochenmitte war lediglich der Ausfall des letztmalig gesperrten Alya Diallo sicher.

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