Motorsport
Beim Auto-Cross in Pfeffelbach suchen die Fahrer nach der richtigen Spur
143 Teilnehmer sorgten in einigen Klasse für Spannung beim Auto-Cross des Auto-Motor-Sport-Clubs (AMSC) Pfeffelbach.
Trotz widriger Witterungsverhältnisse und kurzzeitigem Starkregen unmittelbar vor den Hauptläufen hatten die Helfer rund um den ersten Vorsitzenden Marc Schmitt die motorsportliche Veranstaltung jederzeit im Griff. Gepunktet wurde zum Drei-Nationen-Cup mit Deutschland, Frankreich und Österreich/Schweiz und zum Südwestdeutschen Cup. Überzeugt aus den eigenen Reihen hat Leon Hahner mit einem zweiten Platz in der Klasse der Serienfahrzeuge bis 1800 Kubikzentimeter Hubraum.
Freude über zweiten Platz
Der 26-jährige Industriemechaniker beherrscht seinen Volkswagen-Golf II und lag vom Start weg an zweiter Stelle. Im Laufe des Rennens konnte sich Daniel Kalt in seinem Honda Civic immer weiter vom Feld absetzen. „Es hat etwas an Druck gefehlt“, resümierte der Klassensieger, ein 37-jähriger Kraftfahrzeugmeister aus Baden-Württemberg. „Der Daniel war nicht zu bremsen“, resümierte Leon Hahner aus Pfeffelbach. „Ich bin sehr zufrieden mit dem zweiten Platz und dass ich mich sogar etwas von den Verfolgern absetzen konnte“. Den eingesetzten VW Golf mit seinen 139 PS starken 1,8-Liter-Motor hat er selbst aufgebaut und verbessert.
Pech in diesem Rennen hatte sein Vereinskamerad Kevin Wolter. Der 29-jährige Baggerfahrer aus Pfeffelbach haderte mit der Technik an seinem VW Polo G N GTI. „Der Start verlief sehr gut und als ich in den zweiten Gang schalten wollte, versagte das Getriebe“, schilderte der zweifache Cup-Gewinner das Missgeschick.
Mit Sandsäcken gegen den Regen
Der heftige Regenguss brachte viel Wasser auf die Schotterstrecke. Damit nicht noch mehr Flüssigkeit auf den asphaltierten Teil der Fahrbahn lief, hatten fleißige Hände mit Sandsäcken der Wasserführung einen neuen Lauf beschert. Somit konnte eine größere Gefahr gebannt werden. Während des Rennens wechselten sich Sonne und Regen ab. „Überholen ist heute äußerst schwierig“, urteilten einige der Fahrer vor dem Start. „Es gibt überwiegend nur eine Fahrspur und der Rest ist witterungsbedingt loses Geröll. Deshalb ist es wichtig, gleich in die gute Spur zu kommen“, erzählten die Fahrer bei der Startaufstellung.
Die richtige Spur vom Start weg hatte Tania Schleich gefunden. Mit ihrem Buggy beherrschte sie vom ersten Meter an die Klasse der Spezial-Cross-Fahrzeuge mit Zweiradantrieb. Runde um Runde wurde der Vorsprung der 31-jährigen Lehrerin aus Luxemburg immer größer und letztlich siegte sie mit großem Vorsprung vor der männlichen Konkurrenz. „Ich bin reine Amateurin“ betonte die glückliche Siegerin, die Achtung und Anerkennung bei den Männern findet. Seit acht Jahren ist die sympathische Luxemburgerin im Auto-Cross unterwegs, heimste dabei zwei Meistertitel ein.
„Ein solches Wetter hatte ich noch nicht“
„Eine schöne Strecke“, lobte David Glück. „Ich habe vom Start weg alle Anstrengungen unternommen, um diesen Lauf zu gewinnen“, beschrieb der 39-jährige Automechaniker seinen Lauf in der Klasse der Serienfahrzeuge bis 1400 Kubikzentimeter Hubraum. Frühzeitig hat er sich mit seinem Suzuki Swift GTI an die Spitze gesetzt „und dann mit dem nötigen Vorsprung das Feld kontrolliert“, fügte der Schweizer an. In der Klasse der Cross-Karts bis 650 Kubikzentimeter Hubraum fühlt sich Jan Philipp Schäfer aus Pfeffelbach wohl. „Ich fahre noch nicht allzu lange und ein solches Wetter mit diesem schwierigen Untergrund hatte ich noch nicht“, erzählt der 24-jährige Kraftfahrzeugmechaniker. „Es war heftig, aber ich konnte einige Erfahrungen sammeln“, gesteht der Pilot im Kamikaz-Crosskart. Der Sieg ging mit deutlichem Vorsprung an den Schweizer Mike Reichmuth. „Du warst total schnell“, lobte die Konkurrenz den 30-jährigen Mechaniker. „Ich habe mich frühzeitig an die Spitze gesetzt und dann wegen der vielen Löcher das Rennen etwas vorsichtiger zu Ende gefahren“. Sein Yacar-Cross-Fahrzeug ist mit einem Motorrad-Motor ausgestattet, der aus 600 Kubikzentimeter Hubraum 125 PS leistet.