Kusel Verena Dörrschuck aus Nußbach ist rheinland-pfälzische Jagdkönigin

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Nussbach. Die vierte rheinland-pfälzische Landesjagdkönigin stammt aus Nußbach. Die 24-jährige Verena Dörrschuck möchte in den zwei Jahren ihrer Amtszeit Kinder auf die Vielseitigkeit der Natur aufmerksam machen, aber auch eine Brücke zwischen Jägern und Nicht-Jägern schlagen.

„Irgendwie habe ich das in die Wiege gelegt bekommen“, sagt Verena Dörrschuck laut lachend und bezieht sich auf ihren zweiten Vornamen Diana – die Göttin der Jagd. Mit dieser hat die 24-Jährige seit frühester Kindheit zu tun. „Als ich klein war, bin ich mit meinem Vater immer durchs Revier gefahren“, erinnert sich Dörrschuck. Nach dem Abitur und der Ausbildung zur Groß- und Außenhandelskauffrau in Kaiserslautern machte sie vor zwei Jahren selbst ihren Jagdschein und betreut nun ein Revier in Reipoltskirchen. Doch inzwischen ist sie nicht mehr nur Jägerin, sondern auch Verena I., die rheinland-pfälzische Jagdkönigin. „Das läuft wie beim Arbeitsplatz“, beschreibt Dörrschuck den Weg dorthin. Auf eine Ausschreibung des Landesjagdverbands im vergangenen Jahr hin habe sie sich für dieses Amt schriftlich beworben. „In einem Vorstellungsgespräch bekommen die Bewerberinnen – auch fachlich – auf den Zahn gefühlt“, erinnert sie sich. Sie wurde ausgewählt und beim Landesjägerfest in Landau offiziell inthronisiert. Mittlerweile hat Dörrschuck, die in Nußbach aufgewachsen ist und seit März in Gehrweiler im Donnersbergkreis wohnt, sogar Autogrammkarten. Mit Kleid, Krone und Schleife lächelt die 24-Jährige in die Kamera. „Das trage ich nur bei entsprechenden Anlässen wie Bällen“, erläutert sie – zum Beispiel beim Rheinland-Pfalz-Tag in Neuwied, an dem sie auf einer Kutsche am Umzug teilnehmen wird. Darüber hinaus ist sie bei verschiedenen Sitzungen der Jägerschaft oder bei Erlebnistagen dabei. „Da ist die Kleidung aber zweckmäßiger.“ Ihre Aufgabe als Landesjagdkönigin ist es, Botschafterin der Jäger in der Öffentlichkeit zu sein und eine Brücke zu den Nicht-Jägern zu bauen. „Das ist natürlich nicht immer einfach“, weiß Dörrschuck aus eigener Erfahrung. Doch vor allem habe sie sich die Arbeit mit Kindern vorgenommen, ergänzt die 24-Jährige. Bei Erlebnistagen werden zum Beispiel verschiedene Tierspuren erklärt oder auch Tiere vom Hochsitz aus beobachtet. Nur durch den direkten Kontakt „kann man Kindern die Natur näherbringen“. Dorthin zieht sich die neue Jagdkönigin auch in der Mittagspause – sie arbeitet im Geschäft ihrer Eltern in Nußbach – am liebsten zurück. „In der Natur herrscht kein Stress, keine Hektik und es ist ein Idyll“, schwärmt die junge Frau. Einzig ihr Münsterländer Bonnie begleitet sie in den Verschnaufpausen. Die Freizeit jedoch ist durch ihr neues Amt deutlich weniger geworden. „Man kann das schon als Fulltime-Job machen“, beschreibt die 24-Jährige ihre neue Tätigkeit. Neben der Arbeit im Geschäft oder als Jägerin im Revier und den öffentlichen Terminen betreibt sie seit kurzem auch ihre eigene Facebook-Seite, auf der sie über ihre Auftritte informiert und Fragen beantwortet. Obwohl sie noch nicht lange im Amt ist, werde sie bereits häufiger erkannt als früher, schildert sie. Dennoch sei es ihr wichtig, das Amt der Landesjagdkönigin bis zum Ende ihrer Ägide in zwei Jahren noch bekannter zu machen. Sollte es dennoch einmal zu viel werden, bleibt ihr immer noch ihr Zufluchtsort , die Natur.

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