Landstuhl Berliner Straße: Bewohner leben nach Brand immer noch in Hotel

Am 13. August stand das Dachgeschoss des Hochhauses in Brand. Anwohnerin Christina Randel hat das Feuer fotografiert.
Am 13. August stand das Dachgeschoss des Hochhauses in Brand. Anwohnerin Christina Randel hat das Feuer fotografiert.

Nach dem Brand im Dachgeschoss eines Hochhauses in der Berliner Straße am 13. August ist noch immer unklar, wie es zu dem Feuer in dem achtstöckigen Gebäude auf der Atzel gekommen ist.

„Der Brandsachverständige der Polizei war inzwischen vor Ort. Doch die Ermittlungen sind noch nicht abgeschlossen“, gibt Christiane Lautenschläger, Sprecherin des Polizeipräsidiums Westpfalz, auf Anfrage den Kenntnisstand wieder.

Die rund 40 Mieter, die das Gebäude wegen des Brandes verlassen mussten, leben noch immer in Hotels oder anderen Unterkünften – seit inzwischen zehn Tagen. Nachdem feststand, dass die Flure des Gebäudes nicht durch Asbest von der beim Feuer zerborstenen Außenfassade belastet waren, durften sie zwar zwischenzeitlich kurz in ihre Wohnungen, um sich mit persönlichen Dingen auszustatten, aber der Zeitpunkt für eine dauerhafte Rückkehr sei noch nicht absehbar, so die Erste Kreisbeigeordnete Gudrun Heß-Schmidt. „Das ist erst möglich, wenn die ausstehenden Gutachten alle vorliegen.“ Denn bisher seien lediglich die Flure, nicht aber die Wohnungen auf eine Asbest-Kontaminierung hin untersucht worden, erläutert sie. Asbest könne beispielsweise durch das Löschwasser der Feuerwehr in die einzelnen Appartements vor allem in den oberen Stockwerken gelangt sein.

Warten auf Gutachter-Ergebnisse

Dies zu prüfen, sei dem Gebäudeeigentümer von der Kreisverwaltung aufgetragen worden. Ein Gutachter, den die Versicherung des Eigentümers beauftragt habe, sei inzwischen vor Ort gewesen, um das Haus zu inspizieren. „Sobald uns die gutachterlichen Ergebnisse vorliegen, werden wir die bauaufsichtlichen Entscheidungen zum weiteren Vorgehen treffen“, sagt Heß-Schmidt. „Für die Bewohner darf es bei ihrer Rückkehr keine gesundheitlichen Risiken geben.“ Damit auch niemand von herabstürzenden Asbestzementbruchstücken der Fassade getroffen wird, habe die Kreisverwaltung dem Eigentümer zudem auferlegt, die Brandstellen am Dach zu sichern.

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