Lustadt Mit 50.000 Euro Dorfjubiläum gefeiert

Vom Erfolg belohnt: Probe für das Theaterstück zur 1250-Jahr-Feier.
Vom Erfolg belohnt: Probe für das Theaterstück zur 1250-Jahr-Feier.

In den vergangenen elf Monaten haben viele Bürger und Gäste bei rund 20 Veranstaltungen in vollen Zügen das Lustadter Jubiläumsjahr genossen. Am Samstag ist Zapfenstreich.

„Aus meiner Sicht waren alle Veranstaltungen wirklich echt gut, sehr erfolgreich und wurden auch sehr gut angenommen“, schwärmt Ortsbürgermeister Volker Hardardt (FWG) im Gespräch mit der RHEINPFALZ. Ihn freut, „dass alles sehr friedlich war, es keine negativen Vorkommnisse oder Störungen gab, alles sehr familiär abgelaufen ist“. Hardardt ist sich sicher, dass „für jeden etwas dabei war und jede Veranstaltung ihre Besonderheit hatte“. Er freut sich über positive Rückmeldungen – unter anderem zur guten Organisation und zum sicheren Ablauf des großen Festumzugs, den auch Nachbardörfer bereichert und so das Ortsjubiläum gewürdigt hätten: „Alle Beteiligten haben sich sehr viel Mühle gegeben.“

Riesengroßer Andrang

Apropos Festwochenende: Der riesengroße Andrang samstagabends hat die Beteiligten überrascht: „Damit hatte keiner gerechnet.“ Mit 1500 Besuchern sei die Festmeile knallvoll gewesen. Laut Hardardt mussten Durstige an diesem heißen Tag zeitweise 15 Minuten auf Getränke warten, weil diese ausgegangen waren und Nachschub geordert werden musste.

Über 600 Zuschauer für Theaterstück

Sensationell waren Hardardt zufolge die Rückmeldungen auf die Theateraufführungen „Loschders Höllen- und Himmelfahrt“. Vier Aufführungen an zwei Wochenenden sollten es zunächst sein, fünf mit insgesamt über 600 Zuschauern seien es geworden – und es habe sogar Nachfragen nach weiteren gegeben, obwohl der Kartenverkauf anfangs „schleppend“ verlaufen sei. Obwohl nur zwei Darsteller Theatererfahrung gehabt hätten, seien nicht nur das Stück an sich, sondern auch die schauspielerischen Leistungen „professionell, mega“ gewesen“, lobte Hardardt, der als Erzengel Michael selbst für Lacher gesorgt hatte.

Sein Lob galt auch den Mitgliedern des Festkomitees, die sich immer wieder vor Festlichkeiten getroffen hätten, um Details zu besprechen. Die Besonderheit aus seiner Sicht: „Man hat sich gegenseitig geholfen. Es hatte zwar immer irgendjemand den Hut auf. Wenn aber jemand gerufen hat, ist jemand dazugekommen.“

Das Budget reicht aus

Auf Nachfrage informiert Hardardt, dass das zur Verfügung stehende Geld von etwas mehr als 50.000 Euro die Ausgaben fürs Jubiläumsjahr decke. Konkret: 25.000 Euro hatte die Gemeinde in den Haushalt eingestellt, rund 20.000 Euro gingen an Spenden sowie weitere „8000, 9000 Euro“ durch die Theateraufführungen und den Verkauf von Jubiläumsartikeln ein.

Der Renner: die Schoppengläser – von 1000 Exemplaren wurden bislang 680 verkauft. Zudem haben Bürger ebenfalls etwa zwei Drittel der jeweils 300 Weinflaschen und Jubiläumstaschen erworben. „Nicht der Renner“ waren dagegen die Anstecker: Von 1000 Pins sind noch 700 übrig.

Jubiläumsbäume pflanzen

Vom Jubiläum übrig sind jetzt auch noch zwei Veranstaltungen: Gemeinsam mit Förster Florian Korff dürfen Bürger, die Spaten mitbringen sollen, am Freitag, 8. Dezember, einen Teil der 1250 Jubiläumsbäume im Wald pflanzen. Treffpunkt ist um 14 Uhr am Handkeesplatz. Übrig bleibende Pflanzen sollen zu einem späteren Zeitpunkt an verschiedenen anderen Plätzen im Wald gepflanzt werden.

Lecker und laut endet dann am Samstag, 9. Dezember, die 1250-Jahr-Feier: Ab 16 Uhr dürfen Bürger das Loschder Wahrzeichen, den Wasserturm, am Lyra-Sängerheim (bei schlechtem Wetter in der Turnhalle) vernaschen. Zugegeben: in süßer Form, als riesige, 1,20 Meter hohe Torte. Die Idee dazu hatte laut Hardardt der angehende Konditormeister Jonas Sinn, der von Lars Vollmer von der örtlichen Schreinerei bei der Konstruktion unterstützt worden sei. Die örtliche Bäckerei Reuther stellt den Backraum zur Verfügung.

Zapfenstreich am Samstag

Um 18 Uhr findet der Große Zapfenstreich mit dem Fanfaren- und Spielmannszug Schaidt sowie Unterstützung der Lustadter Feuerwehr mit Fackel- und Ehrenzug, statt. „Seit vier, fünf Wochen übt die Feuerwehr schon den Gleichschritt auf dem Schulhof. Es soll ja auch gut aussehen“, sagt Hardardt. Nach dem Festakt klingt das Jubiläum mit gemütlichem Beisammensein aus. Glühwein, Kaffee und Torte werden auf Spendenbasis ausgegeben: Die Einnahmen kommen „dsai“, der Patienten-Organisation für angeborene Immuninfekte zugute.

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