Kreis Germersheim Alla Hopp: 2 Million Euro für Rülzheim

Rülzheims Bürgermeister Reiner Hör (Aktive Bürger) zeigte sich am Donnerstagabend kurz nach der Preisverleihung überwältigt. „So ein Geschenk hat doch noch nie eine Gemeinde erhalten“, sagte Hör. Und die Dietmar-Hopp-Stiftung verschenke nun gleich 18 solcher Bewegungs- und Begegnungsanlagen. Dietmar Hopp sei bei der Preisverleihung selbst im Luisenpark gewesen. Das sei schon toll gewesen. Die Gründe, warum Rülzheim ausgewählt worden sei, kenne er nicht. Dass Rülzheim unter den 6 Kommunen ist, die bedacht werden, freue ihn jedoch riesig. „Wir müssen praktisch nur das Gelände zur Verfügung stellen, alles andere übernimmt die Stiftung“, sagte der Bürgermeister weiter. Der neue Park soll auf der Wiese um die Skaterbahn beziehungsweise der Ecke neben der Bahn und nördlich des Streichelzoo-Geländes entstehen. Das Gelände liege somit nahe beim Freizeitgelände, beim Streichelzoo, dem Badesee, Campingplatz und Straußenfarm. „Das ist traumhaft“, so Hör. Ein Planer, der für die Verwaltung arbeite, hat Bauamtsleiter Sascha Schäffner von der Aktion „alla hopp!“ erzählt, sagte Simone Knehr, Verwaltungsmitarbeiterin beim Bauamt. Da sie für Spielplätze in der Gemeinde zuständig sei, habe sie die Aufgabe bekommen, die Bewerbung loszuschicken. Zusammen mit Hör nahm sie das symbolische alla hopp!-Ortsschild aus den Händen von Dietmar Hopp entgegen. Zusammen mit einer sogenannten „Feder-Bank“, welche die Gemeinden in Bälde bei sich aufstellen können, weist das Schild sie als alla hopp!-Kommune aus. Über den Zeitplan, wann mit den Arbeiten angefangen werde und wann die Anlage fertig sei, kann Hör nichts sagen. Stifter Dietmar Hopp gab am Donnerstagnachmittag im Mannheimer Luisenpark die 18 Kommunen bekannt, in denen seine Stiftung je eine Bewegungs- und Begegnungsanlage errichten will (wir berichteten). Dies ist die bisher größte Förderaktion der Dietmar Hopp Stiftung. Der Stiftung zufolge sollen in den nächsten Jahren in der Metropolregion 18 „alla hopp!-Anlagen“ im Gesamtwert von 40 Millionen Euro entstehen. „Die Aktion ist in dieser Form einmalig. Ich möchte Jung und Alt motivieren und einladen, sich auf den alla hopp!-Anlagen zu begegnen und gemeinsam zu bewegen. Ich glaube, dass Sport eine hervorragende Möglichkeit ist, um Brücken zwischen den Generationen zu bauen“, so Stifter Dietmar Hopp. Nach und nach werden die Anlagen, bestehend aus jeweils drei bis vier Modulen, umgesetzt werden. Die im alla hopp!-Design gehaltenen Anlagen bieten für alle Generationen und Fitnessgrade Bewegungsmöglichkeiten, sind gut erreichbar und jederzeit kostenlos zugänglich. Bis Herbst 2013 hatten sich insgesamt 127 Städte und Gemeinden online beworben. Die Bewerbungen durchliefen ein mehrstufiges Bewerbungsverfahren.

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