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SV Steinwenden zieht ins Pokalachtelfinale ein
Von Matthias Frohnhöfer
Am Ende dieses Pokalkampfes stand es 7:6 für den SV Steinwenden, der mit diesem Sieg Selbstvertrauen für sein Kerwespiel tankte, in dem er am Samstag (17 Uhr) auf den Topfavoriten SC Idar-Oberstein trifft.
Wie sich der SVS in der fünften Runde des Verbandspokals am Mittwochabend beim Tabellendritten der Verbandsliga Süd-Staffel, dem japanisch geprägten Team Basara Mainz, durchsetzte, war schon bemerkenswert. Die Gastgeber spielten vor nur 36 Zuschauern überraschend defensiv, igelten sich im gesamten Spiel im eigenen Strafraum ein und hofften bei Kontern auf ihre schnellen und torgefährlichen Stürmer. Dadurch war Steinwenden durchgehend optisch überlegen, tat sich aber gegen die dichtgestaffelte Abwehr auf dem engen Kunstrasen in Bretzenheim schwer, zwingende Chancen zu generieren.
Schöne Kombination führt zum Ausgleich
„Es hat mich schon überrascht, dass Basara mit seinen technisch starken Fußballern durchgehend so defensiv gestanden hat. Aber meine Mannschaft ist von der Moral intakt und hat sich durch das schwere Spiel durchgebissen,“ kommentierte SVS-Trainer Daniel Meisenheimer den Spielverlauf. Als in der 53. Minute David Höft nach einer scharfen Flanke von Daniel Bender aus vier Metern eine klare Torchance vergab und in der 61. Minute Basara-Spieler Abdelkarim Hadri den einzigen gelungenen Konter von Basara zum 1:0 abschloss, schien die Taktik der Gastgeber aufzugehen. Doch Steinwenden ließ sich nicht beirren, und der eingewechselte Alex Velikov schloss eine schöne Kombination im Strafraum in der 85. Minute zum verdienten 1:1 ab.
Kurz vor Abpfiff sah es nach einem ähnlich bitteren K. o. für den SVS aus wie im letzten Heimspiel gegen Pirmasens. Steinwenden war während einer Verletzung kurzzeitig in Unterzahl und dadurch etwas unsortiert. Haris Beslic nutzte die Verwirrung in der 90. Minute zum vermeintlichen 2:1-Siegtreffer. Doch Steinwenden wollte sich nicht damit abfinden, erneut für seinen Aufwand nicht belohnt zu werden. Meisenheimer wuchtete einen Eckball von Anton Artemov in der zweiten Minute der Nachspielzeit per Kopf zum viel umjubelten Ausgleich ins Tor.
Auch in der Verlängerung blieb Basara erstaunlich defensiv. Eigentlich hätte dies Elias Schulze bestrafen müssen. Doch er verfehlte aus kurzer Distanz in der 108. Minute das Tor. Im Elfmeterschießen parierte SVS-Torhüter Benjamin Klein direkt den ersten Strafstoß von Haris Beslic. Alle Schützen des SVS verwandelten sicher. „Das haben wir uns auch mal verdient, dass wir uns kurz vor Schluss mit elf Mann im gegnerischen Strafraum die Verlängerung erzwingen“, freute sich „Elfmeterheld“ Benjamin Klein.
Im Kerwespiel gegen den SC Idar-Oberstein
Mit breiter Brust können die Steinwendener nun am Samstag den SC Idar-Oberstein empfangen, der zuletzt etwas ins Straucheln geraten ist. Der SC Idar musste letztes Wochenende nicht nur eine empfindliche Heimniederlage gegen den SV Morlautern hinnehmen, sondern rutschte auch in der Tabelle durch bis auf den vierten Platz. Für die Ansprüche des SC viel zu wenig. So steht die Mannschaft mit ihrem Trainer Andy Baumgartner in Steinwenden unter Druck und muss unbedingt gewinnen, um nicht vollkommen den Anschluss an den SV Morlautern zu verlieren. SVS-Trainer Meisenheimer sieht dem Spiel gelassen entgegen. „Wir haben heute gegen eine Mannschaft, die Dritter in ihrer Staffel und normalerweise sehr offensivstark ist, gezeigt, dass wir gegen Gegner dieses Kalibers auch nach zwei Rückschlägen mithalten können. Wir werden uns bei unserem Kerwespiel nicht verstecken, uns wehren und wollen etwas mitnehmen,“ sieht Meisenheimer sein Team für Idar-Oberstein gewappnet.