Handball RHEINPFALZ Plus Artikel Rohdiamanten und Vorbilder beim TuS Dansenberg II

Die Trainer und die „Neuen“: Trainer Sebastian Wächter, Steffen Kiefer, Nils Bechtel, Co-Trainer Patrick Schulze, Yannik Kötz, J
Die Trainer und die »Neuen«: Trainer Sebastian Wächter, Steffen Kiefer, Nils Bechtel, Co-Trainer Patrick Schulze, Yannik Kötz, Jannik Grunau, Leo Schönbach, Simon Flesch, Kai Ludy. Es fehlt Justus Linnenbach.

Hinter dem TuS Dansenberg II liegt die erfolgreichste Saison seit dem Aufstieg in die Handball-Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar. Nach einer fünfwöchigen Pause ist die Mannschaft von Trainer Sebastian Wächter Ende Juni in die Vorbereitung gestartet. Die Brüder Timo und Marco Holstein werden ab sofort eine Klasse höher auflaufen. Weitere Talente sind auf dem Sprung.

In der ersten Phase der Saisonvorbereitung standen neben zahlreichen Trainingseinheiten auch schon zwei Testspiele auf dem Programm. „Der Fokus lag auf der Grundlagen- und Kraftausdauer. Aber auch auf das Tempospiel wurde bereits viel Wert gelegt. Außerdem kamen immer wieder technische Einheiten für die jungen Spieler dazu“, erläutert der Trainer. Erste Fortschritte seien bei der auf vielen Positionen neu formierten Mannschaft bereits zu erkennen. So konnten die beiden Testspiele gegen TS Rodalben (31:18) und HSG Dudweiler/Fischbach (34:26) jeweils klar gewonnen werden. Der aktuelle Kader umfasst insgesamt 22 Spieler, deren Durchschnittsalter knapp unter 23 Jahren liegt. Nicht umsonst ist bei der Zweitvertretung des ambitionierten Drittligisten gerne die Rede von der Perspektivmannschaft.

Dass man sich mit guten Leistungen auch vereinsintern für höhere Aufgaben empfehlen kann, haben die beiden Brüder Timo und Marco Holstein vorgemacht. Beide kamen in der Vergangenheit aufgrund starker Spiel- und Trainingsleistungen bereits in der Dritten Bundesliga zum Einsatz. Seit dieser Saison zählen sie fest zum Kader der ersten Mannschaft, in der mit Wirbelwind Felix Dettinger und dem zurzeit verletzten Robin Egelhof insgesamt vier Spieler aus dem eigenen Nachwuchs stehen.

Der erfahrene Kiefer

Dass weitere Talente den Sprung nach oben schaffen, ist eine der Hauptaufgaben von Wächter, der mit Ben Kölsch, Tobias Kurz und Neuzugang Yannik Kötz von der HSG Kaiserslautern drei Rohdiamanten unter seinen Fittichen hat. Mit Linkshänder Steffen Kiefer (34) ist ein Spieler den umgekehrten Weg gegangen. Der Rechtsaußen hat seine Bundesligakarriere im Sommer beendet und schnürt die Handballstiefel für seinen Heimatverein nun eine Klasse tiefer. Von Kiefer, der bis auf ein Intermezzo bei der VTZ Zweibrücken nur für Dansenberg spielte, sollen sich vor allem die jungen Spieler noch das ein oder andere abschauen.

Ein Teil der Youngster wird parallel in der Verbandsliga zum Einsatz kommen, um dort die ersten Erfahrungen im Aktivenbereich zu sammeln. Zu den wenigen Routiniers im Kader zählen neben Kiefer Neuzugang Nils Bechtel (29/HSG Kaiserslautern), Niklas Jung (27) und Jannik Grunau (27). Der jüngste Spieler im Team ist der 17-jährige Tim Asel.

Gewinn für den Rückraum

„Nach Corona haben wir uns bewusst dazu entschieden, den Kader in der Breite weiter hochzuhalten, damit wir vernünftig trainieren können.“ Das ist aus Sicht des Trainers besonders wichtig, da Spieler wie Kölsch, Kurz und Yannik Kötz zuweilen auch mit der Bundesligamannschaft trainieren. Der dritte externe Neuzugang ist Justus Linnenbach (20), den es aufgrund seines Studiums an der TU Kaiserslautern vom Saarlandligisten HSG Nordsaar in die Westpfalz verschlagen hat. „Mit seinem Alter passt er sehr gut in die Mannschaft. Justus verfügt über einen guten Wurf und ist mit seiner Größe von 1,96 Meter ein weiterer Gewinn für unseren Rückraum“, stellt Wächter zufrieden fest.

Routinier Patrick Schulze hat seine Karriere beendet und steht Wächter nun als Co-Trainer zur Seite. „Patrick war jahrelang Kapitän der Truppe und ein wichtiger Ansprechpartner für mich. Von daher war es die logische Konsequenz“, betont der TuS-Coach. Im August startet die zweite Vorbereitungsphase, in der sein Blick vor allem auf mannschaftstaktische Dinge fallen wird. Am Sonntag (17 Uhr) wird beim SV 64 Zweibrücken II getestet. Bis zum Rundenstart stehen insgesamt noch sechs Testspiele auf dem Programm.

So spielen sie

Zugänge:

Nils Bechtel, Yannik Kötz (HSG Kaiserslautern), Justus Linnenbach (HSG Nordsaar), Steffen Kiefer (1. Mannschaft), Jannik Grunau (nach Handballpause), Simon Flesch (A-Jugend), Leo Schönbach, Kai Ludy (3. Mannschaft)

Abgänge: Timo Holstein, Marco Holstein (1. Mannschaft), Alexey Wetz, Markus Seitz, Roman Bold (Karriereende), Tobias Wächter (3. Mannschaft), Patrick Schulze (Co-Trainer), Benedict Haubeil (SV 64 Zweibrücken 2), Benjamin Jusufbegovic (Handballpause), Sebastian Benkel (hört als Co-Trainer auf)

Kader: Torhüter: Norman Becker (22), Max Heringer (20), Paul Rutz (19), Tim Asel (17); Außen: Philipp Becker (20), Simon Flesch (19), Max Dettinger (26), Yannik Kötz (22), Freddy Bohm (22); Rückraum: Nils Bechtel (29), Henry Hofmann (20), Justus Linnenbach (20), Kai Ludy (20), Ben Kölsch (17), Jan Simgen (20), Jannik Grunau (27), Steffen Kiefer (34), Tobi Kurz (auch Kreis / 19), Maurice Lamotte (26); Kreis: Niklas Jung (27), Pascal Theuer (23), Leo Schönbach (23)

Trainer: Sebastian Wächter/Co-Trainer: Patrick Schulze/Betreuer: Hans-Dieter Michel

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