Basketball
Regionalliga-Team des 1. FCK ist nach Siegesserie im Aufwind
Saarlouis zählt zu einer vierköpfigen Verfolgergruppe von Spitzenreiter MTV Stuttgart. Die Schwaben führen die Tabelle mit einer Bilanz von zwölf Siegen bei nur zwei Niederlagen mit großem Vorsprung an. Sämtliche Mannschaften dahinter haben mindestens fünf Niederlagen auf dem Kerbholz. Da die Saarländer bereits ein Spiel mehr absolviert haben als ihre direkten Konkurrenten im Kampf um den Platz an der Sonne, stehen sie in der Westpfalz unter Zugzwang.
Die jüngsten Resultate sprechen für die Roten Teufel. Sie konnten fünf der letzten sechs Partien für sich entscheiden und damit einen großen Schritt in Richtung Klassenerhalt machen. Saarlouis präsentierte sich dagegen äußerst wechselhaft. Von den letzten sechs Partien konnte die Mannschaft um ihren Topspieler Antonio Lang Jr. nur drei für sich entscheiden. Für FCK-Coach Mario Coursey keine Überraschung: „Wir sind in einer Liga, in der jeder jeden schlagen kann. Die jüngsten Spiele haben das deutlich gezeigt. Der Schlüssel wird sein, solide zu verteidigen und alles zu investieren, was wir haben.“
Lang und Easterling als saarländisches Top-Duo
Dass die Lauterer nach der 90:106-Niederlage im Hinspiel auf Wiedergutmachung aus sind, liegt auf der Hand. Um Lang und Co. in Schach zu halten, wird es in erster Linie auf eine sattelfeste Defense ankommen. Lang führt die interne Korbjägerliste mit 26,9 Punkten an und zählt damit zu den besten Schützen im Südwesten. Besser traf bislang nur Wandervogel Jeremy Ingram von der SG Mannheim, dessen 33,5 Punkte im Schnitt ein absoluter Fabelwert sind. Lang zur Seite steht Dauerbrenner Ricky Easterling. Der gebürtige US-Amerikaner, der inzwischen einen deutschen Pass besitzt, ist trotz seines vorangeschrittenen Alters nach wie vor ein Schlüsselspieler. Der 37-Jährige, für den Saarlouis längst zur zweiten Heimat geworden ist, hat fast seine ganze Karriere bei den Sunkings verbracht und bringt es noch immer auf knapp über 20 Punkte im Schnitt.
Einen Spieler, der Spiele regelmäßig im Alleingang entscheidet, sucht man bei den Rot-Weißen vergeblich. Die große Stärke der Westpfälzer ist ein funktionierendes Kollektiv, aus dem immer wieder verschiedene Spieler herausstechen. Beim jüngsten 80:64-Erfolg gegen den TV Langen war es Kevin Croom, der mit 26 Punkten eine große Aktie am Sieg hielt. Der Grundstein zum sechsten Saisonsieg wurde jedoch in der Abwehr gelegt. Mit einem Sieg gegen Saarlouis könnte der FCK seine Bilanz erstmals in dieser Saison ausgleichen und nach Punkten zum Tabellensechsten SV Fellbach aufschließen.
So spielen sie
1. FC Kaiserslautern: Croom, Groh, Herzog, Feraci, De Sousa, Ellis, Garner, Minguillon, Middleton