FCK RHEINPFALZ Plus Artikel Neuer FCK-Trainer: Antwerpens Start bei Fritz-Walter-Wetter

Gute Laune im Regen: Neu-FCK-Trainer Marco Antwerpen.
Gute Laune im Regen: Neu-FCK-Trainer Marco Antwerpen.

Die Strecke vom Hotel zum Stadion – viel mehr hat Marco Antwerpen von Kaiserslautern bislang noch nicht gesehen. Am Mittwoch leitete der neue Trainer erstmals eine Übungseinheit beim Fußball-Drittligisten 1. FC Kaiserslautern und wurde zudem am Nachmittag vorgestellt. Der 49-Jährige präsentierte sich als ein Typ, der gerne lacht, aber auch keine Angst vor knallharten Entscheidungen hat.

Gut gelaunt, herzlich aufgenommen: Die ersten Eindrücke des neuen FCK-Trainers waren rundum positiv. „Ich habe sehr viele sehr nette Menschen kennengelernt“, sagte Antwerpen. Strahlend stand er um 11.17 Uhr auch auf dem Trainingsplatz, um zusammen mit seinem Assistenten Frank Döpper (49) die erste Übungseinheit zu leiten. Dass es in Strömen regnete, störte das Trainerduo dabei nicht. Fritz-Walter-Wetter eben. Das weiß auch Antwerpen. „Vielleicht war das ja ein gutes Omen“, sagte er.

„Ruhe an der Murmel“

Die Ansagen waren in der 80-minütigen Einheit, die auf zwei Plätzen absolviert wurde – um den Rasen nicht zu sehr zu belasten –, kurz und deutlich: „Ruhe an der Murmel“, rief Döpper so bei einer Spielform. Lob gab es auch. Der Co-Trainer nahm während des Trainings beispielsweise Anil Aydin in den Arm, Antwerpen führte ein Gespräch mit Innenverteidiger Kevin Kraus, der nur Teile der Einheit mitmachen konnte. Kraus hatte sich am Samstag bei der 0:1-Niederlage gegen den SV Wehen Wiesbaden am Knie verletzt und musste zur Pause ausgewechselt werden. Es war das letzte Spiel von Jeff Saibene als Cheftrainer und dessen Assistenten Ryszard Komornicki, die noch am Samstagabend freigestellt wurden.

Unter Fritz Fuchs gespielt

„Marco Antwerpen war mein Spieler bei Rot-Weiss Essen. Er war ein Spieler mit einer unglaublich positiven, guten Mentalität, der alles gegeben hat“, berichtete Aufsichtsratsmitglied Fritz Fuchs bei der Vorstellung des neuen Trainers. Der hatte denn auch gleich eine Entscheidung verkündet: Carlo Sickinger ist nicht weiter Kapitän, beim Derby am Samstag (14 Uhr) in Mannheim wird Rückkehrer Jean Zimmer die Mannschaft auf den Rasen führen.

„Du musst sehen, dass die Mannschaft erfolgreicher Fußball spielt, dass wir Spiele gewinnen“, betonte Antwerpen. Mit 21 Zählern aus 22 Spielen steckt der FCK im Abstiegskampf – die Regionalliga droht. Wenn ein Verein in einer Saison den dritten Trainer präsentiert, dann sind einige Fehler gemacht worden. Das gestand Beiratsvorsitzender Markus Merk ein.

„Ich halte viel Druck aus“

Der im nordrhein-westfälischen Unna geborene Marco Antwerpen betont, dass er weiß, auf was er sich in Kaiserslautern einlässt – auch mit Blick auf das schwierige Umfeld: „Mit dem Druck muss man umgehen. Wenn du dich für den FCK entscheidest, dann musst du wissen, dass du hier immer unter Druck stehst. Da musst du mentale Stärke an den Tag legen. Ich spüre diesen Rucksack nicht. Ich habe ein breites Kreuz und halte viel Druck aus.“

Trainer setzt auf „extremen Zusammenhalt“

Sein Ziel ist es, den Spielern das Selbstbewusstsein zu geben. Am besten schon am Samstag in Mannheim. Damit es nicht nur was mit einem Derbysieg wird, sondern der FCK auch aus dem Tabellenkeller kommt, brauche es „extremen Zusammenhalt“ – von allen im Verein, wie der 49-Jährige betonte. „Wir sollten den Glauben an die Mannschaft nicht verlieren.“

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