Frankelbach RHEINPFALZ Plus Artikel Marcel Wiehn schließt seine Holzwerkstatt

Tischlermeister und ideenreicher Kunsthandwerker: Marcel Wiehn in seiner Frankelbacher Holzwerkstatt.
Tischlermeister und ideenreicher Kunsthandwerker: Marcel Wiehn in seiner Frankelbacher Holzwerkstatt.

Einer der bekanntesten Kunsthandwerker des Kreises hört auf. Nach 35 Jahren lädt Marcel Wiehn für kommenden Samstag letztmals in seine Frankelbacher Holzwerkstatt ein.

In dem Betrieb fanden neben Ausstellungen auch immer wieder andere Kulturveranstaltungen statt. Das offizielle Aus ist zwar erst fürs Jahresende geplant, aber schon am kommenden Samstag gibt es eine Finissage.

Die Holzwerkstatt genießt nicht nur einen guten Ruf als Manufaktur zur Gestaltung und Fertigung von Möbel-Einzelstücken. Tischlermeister Wiehn bot auch stets bildenden Künstlern ein Forum, richtete Musik- und Literaturveranstaltungen aus. „Leben ist Gestatung“, sagt der Handwerkskünstler. „Ich bin froh darüber, dass mir in Frankelbach die Verbindung von Leben und Arbeiten gelungen ist.“ Die kreative Arbeit mit Holz sei ihm „immer eine Freude gewesen“.

Der leidenschaftliche „Holzwurm“ ist 65 Jahre alt. Seine Tischlerausbildung begann er 1978 bei der Lauterer Firma Barz, die jetzt „meine Ideen und die Manufaktur in ihren Werkstätten in Kaiserslautern weiterführen will. So schließt sich ein Kreis.“ Zeitweilig betrieb Wiehn in Kaiserslautern einen Ableger seiner 1988 im Lautertal eröffneten Holzwerkstatt.

Ein Lebenswerk

„Die Entscheidung, die Werkstatt zum Jahresende zu schließen, war ein schwieriger Prozess“, gibt Wiehn zu. „Schließlich ist das alles mein Lebenswerk.“ Am kommenden Samstag will er Freunden und Kunden die Gelegenheit geben, „nochmals entspannt Holzwerkstatt-Atmosphäre zu schnuppern“. Zahlreiche Unikate sollen neue Besitzer finden. Das Angebot lässt sich vorab auf der Internetseite https://holzwerkstatt-frankelbach.de/ einsehen.

Auch Kollege Martin Barz will vor Ort für Gespräche zur Verfügung stehen. Den klanglichen Rahmen der Abschiedsveranstaltung steuert die Lauterer Akkordeon-Virtuosin Alexandra Maas bei, die „mit wandernder Musik durch die Räume begleitet“.

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