Handball
Herzensangelegenheit für Jan Claussen
Seit 4. Januar befindet sich die Mannschaft von Trainer Steffen Ecker wieder im Training. Von der ursprünglich angedachten Wiederaufnahme des Spielbetriebs Anfang Februar ist indes längst keine Rede mehr. Explodierende Fallzahlen lassen derartige Gedankenspiele nicht zu, obgleich die Dritte Handball-Bundesliga als Profiliga eingestuft wurde und somit, zumindest theoretisch, wieder loslegen dürfte.
Hoffen auf März
„Die Jungs sind fit. Mit den Ergebnissen der Lauftests war ich sehr zufrieden. Der Verein hat viel investiert, wir werden regelmäßig getestet hoffen auf einen Restart im März“, erklärt Ecker, der auch in Zukunft eine schlagkräftige Mannschaft beisammen haben wird.
Nach der vorzeitigen Verlängerung von Kapitän Sebastian Bösing, der bis 2025 unterschrieben hat, gelang es Teammanager Alexander Schmitt, mit Claussen einen weiteren Schlüsselspieler zu binden.
„Honey“ hilft
Claussen und der TuS Dansenberg, das passte von Anfang an. Bei seinem Debüt für die Schwarz-Weißen machte der Rückraumspieler gegen den HC Oppenweiler/Backnang mit seinen Toren in der hart umkämpften Schlussphase den Unterschied. Mit insgesamt sechs Treffern war er beim 25:24-Auftaktsieg der erfolgreichste Schütze im ersten Spiel nach dem Aufstieg in die dritthöchste Spielklasse. Mit seinen Toren trug „Honey“ maßgeblich dazu bei, dass Dansenberg die Abstiegsränge im März 2018 verlassen und schlussendlich den Klassenerhalt feiern konnte.
Der „wichtigste Spieler“
Von der damaligen Mannschaft befinden sich neben Claussen nur noch TuS-Urgestein Steffen Kiefer (33) und Dauerbrenner Theo Megalooikonomou (36) im über die Jahre kontinuierlich verstärkten Team, wo sich mit Toptorhüter Kevin Klier (36) und Robin Egelhof (23) zwei ehemalige Friesenheimer tummeln. Auch Claussen verfügt über eine Vergangenheit bei den Eulen, für die er als Kooperationsspieler des TV Hochdorf höherklassig zum Einsatz kam. Das Handball-ABC erlernte der 1,90 Meter große Rechtshänder beim TSV Altenholz, ehe es ihn 2006 an den Untermain zum TuSpo Obernburg zog.
„Jan ist von seinem Status her unser wichtigster Spieler. Er ist in Abwehr und Angriff eine Bank und dank seiner Erfahrung ungeheuer wichtig für die Mannschaft“, betont sein Trainer.
Herzensangelegenheit
„Die Vertragsverlängerung macht mich glücklich und ich freue mich, weiterhin Teil dieser Mannschaft zu sein. Menschlich und sportlich harmoniert es durchweg, nicht zuletzt, weil Dansenberg mittlerweile eine Herzensangelegenheit für mich geworden ist und ich dieses „geile Dorf“ nicht missen möchte“, erläutert Claussen.
Wie es weitergeht
Eine reguläre Fortsetzung der aktuell unterbrochenen Saison mit Hin- und Rückspielen ist alleine schon aus terminlichen Gründen ausgeschlossen. Daran, zumindest die Hinrunde ab 1. März zu Ende zu spielen, glaubt aktuell niemand. Daher soll es alternativ eine Aufstiegsrunde, aber keine Absteiger geben. Darauf verständigten sich am Dienstagabend die Führungsgremien des Deutschen Handballbundes (DHB) und die Vertreter der 72 Drittligisten (wir berichteten). Alle Vereine, die in die Zweite Bundesliga aufsteigen wollen, müssen ihre nicht an sportliche Kriterien gebundene Meldung bis zum 15. März abgeben.
Die Aufstiegsrunde soll im April starten, der Modus ist offen. „Sollte es eine Aufstiegsrunde geben, würde ich aus sportlicher Sicht auf jeden Fall gerne daran teilnehmen. Ein kompletter Saisonabbruch wäre in vielerlei Hinsicht eine Katastrophe“, stellt Trainer Ecker klar.