Benefizkonzert Für die RHEINPFALZ-Spendenaktion „alt – arm – allein“

Volles Haus, volle Bühne: die Tin Pan Alley mit Albert Koch (Gesang), Helmut Koch (Drums), Franz Schreiber (Bass), Charly Herman
Volles Haus, volle Bühne: die Tin Pan Alley mit Albert Koch (Gesang), Helmut Koch (Drums), Franz Schreiber (Bass), Charly Hermann (Tasten), Dennis Brezinski (Gitarre) und Werner Steiner (Gitarre) bei einer früheren Ausgabe der Benefizkonzerte im Irish House.

Am Samstag, 2. Dezember, geht die Post ab im Musikclub Irish House: ein Benefizkonzert mit Blues, Rock und einer Prise Soul. Mehr als 20 Lautrer Musiker aus mehreren Bands betreten ab 20.30 Uhr die Bühne, um gemeinsam für den guten Zweck zu musizieren.

Mit dabei sind bei der großen Sause an der Eselsfürth Murphey’s Law, Tin Pan Alley, Souls 11, Painted Dogs und ein Status-Quo-Projekt. Das x-te Jubiläumskonzert zu Gunsten der RHEINPFALZ-Spendenaktion „alt – arm – allein“ lässt sich mittlerweile schon als Traditionsveranstaltung bezeichnen.

Die rockenden x-Erfinder Helmut Koch und Claus Urbanczyk werden dabei nicht müde, dieses Konzert immer wieder zu organisieren und selbst dabei in mehreren Combos mitzumischen. Alle Künstler musizieren an diesem Abend allein für die gute Sache, denn der komplette Erlös fließt an „alt – arm – allein“, die sich ehrenamtlich und mit viel Engagement um alleinstehende, bedürftige Seniorinnen und Senioren in Stadt und Kreis Kaiserslautern kümmert.

Die Bands

Allen ist der Spaß an der Musik besonders wichtig. Murphey’s Law legen sich nicht fest und wühlen sich gerne querbeet, gewissermaßen als musikalische Zeitreise, durch die Jahrzehnte der Rockgeschichte. Tin Pan Alley stehen seit vielen Jahren – in unterschiedlichen Besetzungen – als überregionaler Garant für soliden, überzeugend dargebotenen Bluesrock und warten dabei auch mit etlichen eigenen Titeln und bisher vier erschienen CDs auf. Souls 11 orientieren sich unüberhörbar an den Commitments und Cocker und haben daher auch Bläser an Bord.

Painted Dogs haben sich dem dagegen dem Hard Rock verschrieben. In den genannten Formationen tummeln sich langjährig erfahrene Musiker. Auch die Betreiberin der Kult-Kneipe mit großem Eventraum, Eva Blass, stellt hierfür gerne wieder das „Rock’n’Roll-Wohnzimmer der Stadt“ für diesen guten Zweck zur Verfügung.

Ursprung der Benefiz-Idee

Im Gespräch plaudert Urbanczyk, wie es dazu kam. 2011 wurde das damals 25-jährige Bühnenjubiläum von Helmut Koch (Drums) und Claus Urbanczyk (Bass) gefeiert. Nach dieser ersten tollen Musikparty wollte man das Geld sinnvoll und karitativ weitergeben, ganz nach dem Motto „X-Musiker aus X-Bands spielen für den guten Zweck“. Für letzteren kam nur eine lokale Institution in Frage, und mit der jährlichen RHEINPFALZ-Spendenaktion „alt – arm – allein“ in der Dezemberzeit war das passende „Töpfchen“ gefunden. Seither ist man dieser Idee treu geblieben. Bis auf den Corona-Ausfall fand diese wohltätige Musikveranstaltung seitdem jedes Jahr statt.

Die Auswahl der Bands war kein Problem. Man konnte hier einfach auf die Musiker des gemeinsam genutzten Proberaums zurückgreifen. „Im Grunde ist das eine große musikalische Familie. Jede Combo hat die Aufgabe ein Programm für 30 Minuten beizusteuern. Das Status-Quo-Projekt ist dagegen ein Musikermix aus allen Bands“, erläutert Urbanczyk. Der Wunsch der Musiker für das Benefizkonzert: „Die Leute sollen gute Laune und Scheine für das Benefiz-Glas mitbringen, denn wir wollen mit unserer Aktion die 20.000er-Marke knacken!“

Wer wird unterstützt

Die Altenhilfe „alt – arm – allein“ kann auf eine über 25-jährige Erfolgsgeschichte zurückblicken. Aus einer ursprünglich nur für ein Jahr gedachten Aktion ist inzwischen ein regionales Sozialwerk geworden. Das Ziel: älteren, bedürftigen und alleinstehenden Menschen unbürokratisch, gezielt und überkonfessionell helfen und dabei auch Herzenswünsche erfüllen. „Aus der Einmaligkeit ist etwas Einmaliges geworden“, konnte der Initiator und ehemalige Leiter der RHEINPFALZ-Lokalredaktion Hans-Joachim Redzimski schon nach wenigen Jahren erfolgreicher Arbeit resümieren. Neben dem jährlichen Spendenaufruf wurde zunächst ein Arbeitskreis, dann ein Verein gegründet, der sich um die Verteilung der eingehenden Spendengelder kümmert.

Neben der materiellen Hilfe ist der ehrenamtliche Besuchskreis das eigentliche Herzstück von „alt – arm – allein“. Ihm gehören mehr als 50 Personen an, die für menschliche Nähe und soziale Wärme der Bedürftigen sorgen. Der Verein hilft insbesondere Menschen, die älter als 60 Jahre sind, deren Einkommen im Bereich der Armutsgrenze liegt und die alleinstehend sind. Die Altenhilfe betreut zwischen 700 und 800 Menschen in Stadt und Landkreis Kaiserslautern.

Die Hilfeleistungen des Vereins „alt – arm – allein“ werden im Wesentlichen finanziert durch die Spenden der RHEINPFALZ-Leser. Und seit elf Jahren eben auch durch das x-te Jubiläumskonzert der Rock- und Bluesmusiker aus Kaiserslautern. Musik für Generationen!

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