Kaiserslautern Die Kapitänin verhindert Schlimmeres

Nach einer 0:2-Heimniederlage müssen die Fußballerinnen des SC Siegelbach erneut einen Platz in der Tabelle abtreten. Gegen den SV Dirmingen war die Mannschaft unter Cheftrainer Roland Druck zu ungefährlich und hatte den Gästen letztendlich nur wenig entgegenzusetzen.

„Über das gesamte Spiel hinweg haben wir einfach zu viele Fehler gemacht“, gestand der Coach selbstkritisch. Besonders im Passspiel und eigenen Spielaufbau habe man es sich selbst extrem schwer gemacht. Bereits früh war zu sehen, dass auch dieser 21. Spieltag für die Gastgeberinnen kein leichter werden würde. Personell stark geschwächt, waren sie von Beginn an unkonzentriert und kamen nur langsam ins Spiel. Die Anfangsminuten gestalteten sich träge. Auch die Gäste kamen nicht richtig in Fahrt. Die ersten 45 Minuten sollten für Fans und Zuschauer kein Augenschmaus werden, es blieb bei einem trostlosen 0:0. Nach dem Seitenwechsel schienen beide Teams engagierter zu sein. Die ersten Chancen gab es für die Siegelbacherinnen, die sich immer öfter in Richtung des gegnerischen Sechszehners trauten. Gleich in den ersten Minuten nach Wiederanpfiff dann sogar die Chance zur Führung, die jedoch nicht genutzt werden konnte. Auch die Gäste schienen aktiver zu werden. Nach einer Unachtsamkeit in der SCS-Defensive wurde es mit deren erstem Angriff sofort brandgefährlich. Eiskalt nutzte Egzona Muqaj ihre Chance und verwandelte zur 1:0-Führung (54.). Wenige Minuten später war es Teamkollegin Svenja Lambert, die nach ähnlichem Spielzug auf 2:0 erhöhte (60.). Der Doppelpack schien das gerade erwachte Selbstvertrauen der SCS-Damen wieder verschwinden zu lassen, denn plötzlich rutschten sie in die Muster aus Hälfte eins. Von nun waren es nur noch die Gäste, die spielten. Immer wieder marschierten sie in Richtung von Siegelbachs Torfrau Kaja Kernjak, doch Abwehrchefin Katharina Mey verhinderte Schlimmeres. „Ohne Kathi, die in unserer Defensive für Ordnung gesorgt hat, hätte das Spiel ganz anders ausgehen können“, lobte Mitspielerin Nadine Stahl ihre Mannschaftskapitänin. Die guten Abwehrleistungen der 21-Jährigen fielen auch dem Trainer auf. Der beteuert: „Das war ein überragendes Spiel von ihr. Auch wenn es am Schluss nicht gereicht hat, ist sie eine absolute Leistungsträgerin.“ In den Schlussminuten versuchte seine Mannschaft, noch einmal alles nach vorne zu werfen. Einige gute Anläufe konnten jedoch nicht sauber zu Ende gespielt werden und blieben schlussendlich erfolglos.

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