Hockey RHEINPFALZ Plus Artikel Das erfolgreiche Geschwisterpaar Joshua und Francesca Delarber

Der Hockeyspieler Joshua Delarber (rechts) mit seinem Kölner Mentor und Förderer, dem Nationalspieler und Champions-Trophy-Siege
Der Hockeyspieler Joshua Delarber (rechts) mit seinem Kölner Mentor und Förderer, dem Nationalspieler und Champions-Trophy-Sieger Christopher Menke.

Hockey wird beim 1. HC Kaiserslautern im Stadtteil Wiesenthalerhof schon seit Jahren nicht mehr gespielt. Trotzdem hinterlässt der Verein bis heute Spuren in der Hockeywelt. Ehemalige Spielerinnen und Spieler haben in anderen Vereinen ihre Karriere fortgesetzt. So auch das Miesenbacher Geschwisterpaar Francesca und Joshua Delarber.

Bereits in früher Kindheit lernten die Geschwister Francesca und Joshua Delarber das Hockeyspielen auf dem Naturrasen des 1. HC Kaiserslautern. Schon früh wurde Francesca Delarber für Auswahlmannschaften nominiert und schloss dort Freundschaften mit Spielerinnen anderer Vereine. Immer öfter hieß es dann: „Komm doch zu uns.“ Dennoch blieb sie ihrem Heimatverein zunächst verbunden. Erst als der 1. HCK kein eigenes Team mehr stellen konnte, wagte sie den Wechsel zum TFC Ludwigshafen. Ihr jüngerer Bruder Joshua entschloss sich, seiner Schwester zu folgen und ebenfalls beim TFC zu spielen. Sein Talent war schon sehr früh erkennbar. In allen Jugendteams spielte er bereits zwei Jahrgangsstufen höher.

Von Heiner Dopp gefördert

Beim TFC wurde dann der Trainer des Dürkheimer HC, kein geringerer als der Ex-Nationalspieler Heiner Dopp, auf ihn aufmerksam. Er holte ihn zum DHC, und Joshua wurde von Dopp entscheidend gefördert und mit der DHC-Talentschmiede zweimal deutscher Jugendmeister. Im Jahr 2009 folgte sein Jugend-Länderspieldebüt in Sevilla gegen Spanien. Insgesamt absolvierte er 61 Jugend-Länderspiele, erzielte dabei 49 Tore und holte mit den U18-Junioren 2011 bei der EM in Utrecht Bronze.

Ins Internat nach Köln

Als er beim zweiten Meistertitel des DHC durch eine direkt verwandelte Schlussecke das Spiel entschied, wurde Timo Wess, der ehemalige Kapitän der deutschen Hockey-Nationalmannschaft, auf ihn aufmerksam. Als Wess dann am Telefon Joshua und seinen Eltern einen Wechsel nach Köln schmackhaft machte, folgte der entscheidende Schritt in seiner Karriere. Er zog 2013 in das mit den Eishockeyspielern der Haie und den Fußballern des FC neu eröffnete Kölner Jugendinternat um und startete eine beachtliche Karriere beim Erstligisten RW Köln. Zunächst war er dort in der Jugend erfolgreich. Die größten Erfolge feierte er jedoch im Aktivenbereich. Mit Rot-Weiß Köln wurde er auf dem Feld viermal und in der Halle fünfmal deutscher Meister. Sein größter Erfolg war jedoch der Gewinn der European Hockey League, der Champions-League im Hockey. Im Finale 2016/17 gewann er mit seinem Team gegen den holländischen Meister Oranje Rood Bloomendal mit 3:2.

Ein anderer Weg

Die Karriere seiner Schwester Francesca war zwar nicht ganz so mit Titeln gespickt, aber nicht weniger beeindruckend. Ihr Talent wurde von der benachbarten TG Frankenthal entdeckt, mit der sie in der A-Jugend deutscher Vize-Meister wurde. Francesca spielte so erfolgreich, dass auch sie auf einen Sichtungslehrgang der Nationalmannschaft eingeladen wurde. Der Lehrgang verlief vielversprechend, doch die Gespräche mit den Verantwortlichen waren für sie ein Schlüsselerlebnis. „Sie hatten mir klargemacht, was für Einschränkungen eine Karriere in der Nationalmannschaft mit sich bringt, und das wollte ich als Jugendliche nicht,“ entschied sie sich für einen anderen Weg als ihr Bruder. Da die TGF damals kein Aktiventeam im Damenbereich hatte, die erfolgreiche A-Jugend jedoch weiter zusammenbleiben wollte, musste die Mannschaft im Aktivenbereich ganz unten starten. Die Spielerinnen kämpften sich bis zur Zweiten Bundesliga hoch. „Das war nur durch Teamzusammenhalt möglich, so hoch zu kommen und in dieser Klasse überregional auf diesem Level zu spielen,“ sieht Francesca den Hauptgrund in der Kameradschaft. Da der Verein kein großes Budget hatte, mussten die Spielerinnen den Erfolgsweg wie zum Beispiel die weiten überregionalen Fahrten teilweise selbst mitfinanzieren.

Auf Naturrasen

„Ohne unseren Heimatverein, den HCK, und die dortige Ausbildung wären unsere Erfolge nie möglich gewesen, aber beim 1. HCK hätten wir diese Karriere nie erreichen können“, sind sich die Geschwister einig und denken dabei gerne an ihren Start auf dem altehrwürdigen Naturrasen des 1. HCK zurück.

Auch sie begann wie ihr Bruder Joshua beim 1. HC Kaiserslautern mit dem Hockeyspielen: Francesca Delarber. Das Bild zeigt sie be
Auch sie begann wie ihr Bruder Joshua beim 1. HC Kaiserslautern mit dem Hockeyspielen: Francesca Delarber. Das Bild zeigt sie bei einem Spiel der TG Frankenthal.
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