Fußball RHEINPFALZ Plus Artikel VfR Grünstadt verkündet vor Spiel gegen Mainz neun Neuzugänge

Der Grünstadter Tobias Fath beendet seine Fußballer-Karriere.
Der Grünstadter Tobias Fath beendet seine Fußballer-Karriere.

Vor seinem Heimspiel am Sonntag, 15 Uhr, im Rudolf-Harbig-Stadion gegen den SVW Mainz verkündet Fußball-Landesligist VfR Grünstadt neun Neuzugänge für die nächste Saison. Drei Spieler verlassen die Mannschaft, zwei beenden ihre Karriere.

Mit dem SVW Mainz tritt ein Sportclub im Rudolf-Harbig-Stadion an, der mit seinem legendären Fußballteam in den Spielrunden 1951/1952 und 1958/1959 zur Ersten Liga Südwest, der damals höchsten nationalen Spielklasse, und von 1959 bis 1963 zur Regionalliga Südwest gehört hat. Es folgten Jahre in der ehemaligen Ersten Amateurliga, ehe das Team in die regionalen Verbands- und Landesligen abstieg. Die großen Zeiten sind längst vorbei.

Am Sonntag geht es für die Rheinhessen, die mit 26 Punkten auf Tabellenrang elf liegen, um den Klassenverbleib, genau wie für den VfR Grünstadt (12., 24 Punkte). Für dessen Chefcoach Christian Rutz gibt es elf Spieltage vor Saisonschluss keine Schönspielerei: „Ich verlange von meinen Akteuren Kampf bis zum Letzten, Aggressivität, Gier und Leidenschaft. Von allen anderen Eigenschaften will ich nichts wissen.“ Von den restlichen elf Begegnungen würden acht gegen direkte Konkurrenten im Abstiegskampf ausgetragen. Rutz: „Da blicke ich nicht mehr auf spielerische Elemente.“ Wichtig sei, dass zu dieser wichtigen Begegnung wieder Sturmspitze Tobias Fath und Regisseur Nico Müller, bei dem sich der Verdacht auf eine Innenbandverletzung nicht bestätigt habe, bereitstünden.

Gäste zuletzt erfolgreich

Bei den Gästen gelte es, insbesondere auf die Ausnahmeakteure Robin Lehmann und Exoberliga-Stürmer Andre Röll zu achten. Rutz: „Die Mainzer kommen über den Kampf zu ihrem Spiel.“ Der Mainzer Coach Jochen Walter will in der Pfalz weitere wichtige Punkte im Kellerduell ergattern. Der Optimismus bei den Gästen ist keineswegs unbegründet, denn am vergangenen Sonntag schickten die Rheinhessen mit einer 5:2-Packung die abstiegsgefährdete SV Rülzheim nach Hause.

Die Grünstadter haben inzwischen die Weichen für die Saison 2023/2024 gestellt, obwohl unklar ist, in welcher Liga der VfR künftig spielt. Drei Spieler verlassen den Club, zwei beenden ihre aktive Laufbahn.

Nur ein Spieler nicht aus der Region

Insgesamt gibt es neun Zugänge, die, so Rutz, ihre Bereitschaft erklärt hätten, beim VfR in der Landes- oder Bezirksliga zu spielen. Rutz: „Das ist sehr erfreulich, obwohl ich mir sicher bin, dass wir den Klassenverbleib in der Landesliga schaffen werden.“ Auch der für den sportlichen Bereich kompetente Vorsitzende Johannes Adam ist darüber erfreut: „Dadurch rücken wir unserem Ziel immer näher, ein Sprungbrett für talentierte Akteure, und zwar ausnahmslos Spieler aus dieser Region, zu sein. Deshalb freue ich mich besonders auf die kommende Saison.“ Beachtlich: Im Erst-Mannschafts-Kader von insgesamt 24 Akteuren, darunter vier Torleute, ist mit Exregionalliga-Akteur Nico Müller, er wohnt in Mannheim, nur ein Spieler, der nicht in dieser Region lebt.

Die VfR-Neuzugänge: Thibaut Dörrschuck (21, rechter Verteidiger, bisher TuS Altleiningen), Torwart Lars Dößereck (26, TuS Altleiningen), Raul Miguel Escalante (21, linker Außenverteidiger, SV Gimbsheim), Robin Gerber (20, Allrounder, SV Obersülzen), David Knöll (20, Offensivspieler, TuS Altleiningen), Yannick Krist (28, Allroundakteur, TuS Altleiningen), Marius Maurer (25, Innenverteidiger, TuS Altleiningen), Luca Pompeo (29, Außenspieler, TuS Altleiningen), Oliver Ziese (21, Offensivakteur, FV Freinsheim).

Zwei hören auf

Den VfR Grünstadt verlassen zum Saisonende Mor Horvath (zur TSG Pfeddersheim) sowie Nico Scherer und Andreas Tillschneider (beide SV Gimbsheim). Tobias Fath (familiäre Gründe) und Leon Heidemann (gesundheitliche Gründe) beenden ihre aktive Laufbahn beim Landesligisten.

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