Fussball RHEINPFALZ Plus Artikel VfR Grünstadt II beendet seine Negativserie

Traf zweimal für den VfR Grünstadt II: Armin Mujevic (links), rechts Frankenthals Uwe Rebholz.
Traf zweimal für den VfR Grünstadt II: Armin Mujevic (links), rechts Frankenthals Uwe Rebholz.

Der VfR Grünstadt II feiert nach fünf Niederlagen nacheinander endlich wieder einen Sieg und düpiert den haushohen Favoriten DJK SW Frankenthal. Für VfR-Spielertrainer Jens Benda gibt es trotzdem keinen Grund zum Feiern.

Es war ein bewegtes Spiel auf dem Kunstrasenplatz neben dem Rudolf-Harbig-Stadion in Grünstadt. Heftige Windböen aus westlicher Richtung wirbelten das Herbstlauf über das Spielfeld und dort ging es auch fußballerisch rund. Wobei sich die als Tabellendritter der A-Klasse Rhein-Pfalz angereiste DJK SW Frankenthal das Geschehen auf dem Kunstrasen natürlich anders vorgestellt hatte, schließlich waren die Grünstadter mit drei Siegen und zwölf Niederlagen nach 15 Spieltagen nur Tabellenvorletzter. Von diesem Klassenunterschied war im Spiel allerdings nichts zu sehen. Im Gegenteil.

Die mit drei Spielern aus der Landesligamannschaft verstärkte zweite Mannschaft düpierte den Favoriten bereits in der fünften Minute mit dem Treffer zum 1:0 durch Armin Mujevic. Die Frankenthaler Abwehr hatte fast tatenlos zugeschaut. Dritter Landesligaspieler neben Mujevic und Marco Sorg war Flügelflitzer Mohannad Mghames, der in der 13. Minute per Kopf auf 2:0 erhöhte. Dass drei Spieler aus der „Ersten“ des VfR aufgeboten waren, wollte SW-Trainer Tim Graf aber nicht als Grund für die Niederlage anführen. „Wir haben verdient verloren. Klar waren da ein paar von oben dabei, aber wir waren heute nicht da, weder offensiv noch defensiv“, bekannte der Übungsleiter.

Zengerles Glanztat

Die Gäste zeigten sich aber zunächst unbeeindruckt vom frühen Rückstand und steckten auch den von Uwe Rebholz verschossenen Handelfmeter (18.) weg – VfR-Keeper Markus Zengerle hatte die Ecke geahnt (links oben aus Schützensicht) und den Schuss klasse pariert. Zehn Minuten später machte es Rebholz, der Frankenthaler Distanzschütze vom Dienst, besser und verkürzte per Freistoß auf 1:2.

Damit kehrten aber weder Ruhe noch Ordnung in das Spiel der Schwarz-Weißen ein – im Gegenteil: Tobias Fath stellte in der 31. Minute den Zwei-Tore-Abstand wieder her und Kevin Klatt erhöhte drei Minuten später auf 4:1. Aber auch die Grünstadter agierten nicht fehlerlos und waren in der Defensive mitunter anfällig. Folge war in der 37. Minute ein (unnötiger) Foulelfmeter für die Gäste, den Rebholz sicher zum 2:4 verwandelte. Erneut wählte der Schütze dieselbe Ecke, in die auch Zengerle flog. Den diesmal noch besser platzierten Strafstoß konnte er aber nicht mehr abwehren.

Mujevics Nachschlag

Die vogelwilde erste Halbzeit hatte aber noch einen Grünstadter Nachschlag zu bieten. In der dritten Minute der Nachspielzeit gelang dem überragenden Mujevic nach einem tollen Sololauf aus spitzen Winkel das 5:2 – unglaublich! Für den zweiten Durchgang hatten sie die Frankenthaler natürlich viel vorgenommen, aber den aus der Kabine mitgebrachten Elan dämpften die Gastgeber durch Marco Sorgs Treffer zum 6:2 in der 52. Minute. Davon erholte sich die Mannschaft von Tim Graf nicht mehr. „Die Punkte hätten wir nicht liegenlassen dürfen, aber das hat sich vergangene Woche schon angebahnt mit dem knappen Sieg gegen Friesenheim. Da ist es gerade noch einmal gut gegangen, dieses Mal haben wir die Quittung erhalten“, ärgerte sich der SW-Trainer.

„Wir waren heute spielfreudig, haben den Kampf angenommen und es dem Gegner schwer gemacht“, kommentierte VfR-Spielertrainer Jan Benda. „Mit unseren tiefen Ketten haben wir’s Spiel des Gegners rausgenommen und sie zu langen Bällen gezwungen. Und die kommen bei tiefen Ketten eben nicht. Genau in diesen Situationen waren wir da, haben den Raum genutzt und gekontert. Das war die Taktik und die ist aufgegangen“, sagte er. Grund zur Freude sah er aber keinen. „Wir stehen immer noch klar unter dem Strich“, betonte er.

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