Grünstadt Siedlergemeinschaft: Bühne frei für einen neuen Vorstand

Gerhard Laubersheimer (links) wird zum Ehrenvorsitzenden der Siedler ernannt, Beisitzer Richard Born überreicht ihm ein Geschenk
Gerhard Laubersheimer (links) wird zum Ehrenvorsitzenden der Siedler ernannt, Beisitzer Richard Born überreicht ihm ein Geschenk.

Bei der Siedlergemeinschaft Grünstadt ist eine Ära zu Ende gegangen. Der langjährige Vorsitzende Gerhard Laubersheimer hat sich aus seinem Amt verabschiedet. Mit ihm ist der gesamte Vorstand zurückgetreten – um den Weg frei zu machen für eine Erneuerung des Führungsteams.

Bereits vor 45 Jahren hat Gerhard Laubersheimer aktiv bei der Siedlergemeinschaft Grünstadt (SGG) mitgewirkt: 1978 feierte er sein Debüt in der Bütt und begeisterte das Publikum mit „Anwalt der Gerechtigkeit“ und „Jünger von Justitia“. Seitdem war er immer wieder auf der Bühne zu sehen, auch als Solist im Siedlerchor.

Als Ghostwriter verfasst er bis heute Büttenreden für Fastnachtskollegen. 1992 wurde Laubersheimer Sitzungspräsident, von 1998 bis 2001 war er Zweiter Vorsitzender. Anschließend stand er bis 2013 und seit 2017 erneut an der Spitze des Vereins.

Mitbegründer des Babberlababb-Theaters

Der heute 68-Jährige war auch Mitbegründer des Babberlababb-Theaters. Laubersheimer habe das Interesse von Fernsehsendern wie ARD, SWR und HR auf die Siedler gezogen, erinnerte Beisitzer Richard Born in seiner Laudatio bei der Generalversammlung am Freitagabend im Weinstraßencenter.

Er stellte Laubersheimers „außerordentliches Engagement und seine Hingabe für den Verein“ heraus, sprach von „unermüdlichem Einsatz, mit dem er ein großes Vorbild“ sei und bescheinigte ihm die Fähigkeit, andere zu inspirieren und zu motivieren. Maßgeblich habe er daran mitgewirkt, dass die Siedler eine „starke Gemeinschaft“ geworden seien. Aufgrund all seiner Verdienste wurde Laubersheimer zum Ehrenvorsitzenden ernannt.

Junger Nachfolger einstimmig gewählt

Zu seinem Nachfolger wurde einstimmig Michael Wilhelm gewählt. Der 38-Jährige ist seit 2009 Mitglied und trägt seit 2013 im Vorstand Verantwortung. Zunächst war er Beisitzer und ab 2017 dann Zweiter Vorsitzender. Dieses Amt übernahm nun Heinz Schößler (62), der schon lange den Siedlerchor leitet. Wilhelm kündigte für den 1. und 2. September erstmals ein Spätsommerfest im Weingut Triebel in Asselheim an und in der Fußgängerzone eine besonders große Karnevalssaisoneröffnung am 11. November, der diesmal ein Samstag ist.

Aktuell hat der 1936 gegründete Verein 162 Mitglieder, davon mit 86 mehr als die Hälfte jenseits des 61. Geburtstags. Manuel Walter, der zur jüngeren Generation gehört, zog als Leiter der Fastnachtsabteilung eine positive Bilanz über den „After-Pandemie-Start“ mit einer zwar sehr kleinen Saisoneröffnung im November, aber unter anderem mit einem tollen Ordensabend anlässlich des närrischen Jubiläums 6 mal 11 Jahre und zwei gelungenen Prunksitzungen. Schriftlich teilte der Spartenleiter Theater, Jürgen Müller, mit, dass er mit der Resonanz auf die sieben Vorstellungen 2022 recht zufrieden sei. In diesem Jahr feiert das Babberlababb-Theater 25. Jubiläum und wird zum letzten Mal in der Zehntscheune Sausenheim auftreten.

Vorstand

Vorsitzender: Michael Wilhelm, Stellvertreter: Heinz Schößler, Schatzmeisterin: Renate Schößler, Schriftführerin: Nina Schneider, Beisitzer: Ingrid und Richard Born, Helmfried Brückmann, Michael Feuerbach, Sigfried Doll, Rainer Müller und Stefan Kranz. Revisoren: Steffen Pfarr, Carolin Habenberger und als Ersatz Birgit Schneider.

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