Handball RHEINPFALZ Plus Artikel „Nordpfälzer Wölfe“ steigen als Vizemeister in Oberliga auf

Der Trainer der „Nordpfälzer Wölfe“ Johannes Finck.
Der Trainer der »Nordpfälzer Wölfe« Johannes Finck.

Die Teams der Handball-Region (HR) Göllheim/Eisenberg/Asselheim/Kindenheim verabschieden sich am Samstag mit zwei Niederlagen in die Sommerpause. Aber das war nicht tragisch.

Die Herren verpassten durch die 24:28 (12:13)-Pleite beim TV Thaleischweiler zwar die Meisterschaft in der Verbandsliga, steigen aber als Zweiter in die Oberliga auf. Gerne hätten die Damen bei ihrem letzten Verbandsligaspiel etwas Zählbares mitgenommen, aber das gelang bei der wSG Rheinauen nicht. Beim 17:32 (9:17) waren sie chancenlos.

Ein Spiel auf Augenhöhe erwartete Coach Daniel Griebe gegen den Tabellensiebten, den die „Nordpfälzer Wölfinnen“ im Hinspiel besiegen und die ersten Punkte der Saison feiern konnten. Doch es kam anders. „Wir sind mit einer dezimierten Truppe nach Waldsee gefahren. Zwei Spielerinnen verletzten sich am Knie. Darüber hinaus meldeten sich noch einige Spielerinnen krank ab“, nannte e Griebe einen Grund für den einseitigen Spielverlauf auf. Dazu kam, dass die Gastgeberinnen mit einem Erfolg den Klassenerhalt feiern konnten.

Früh entschieden

„Rheinauen wollte, unabhängig von der Personalsituation den Sieg mehr als wir. Das war auch eine Einstellungssache“, stellte der Trainer fest und bemängelte die schwache Angriffsleistung seiner Mannschaft. „Aber nicht nur im Angriff, sondern auch in der Defensive, die in den letzten Spielen richtig gut war, hat mir das Engagement gefehlt“, so Griebe. Das Spiel war nach einer Viertelstunde beim 10:5 für die Gastgeberinnen eigentlich schon entschieden. Mit fortlaufender Spieldauer vergrößerten diese ihren Vorsprung. Allzu hoch wollte Griebe, diese Abschlussniederlage aber nicht hängen. „Es war schon lange klar, dass wir absteigen. Unabhängig von diesem Spiel haben wir uns aber mit Würde aus der Liga verabschiedet“, sagte Griebe und schaute gleich nach vorne: „Wir wollen in der neuen Saison voll angreifen“.

Deutliches Ergebnis

Die Ausgangslage der „Nordpfälzer Wölfe“ beim Spitzenspiel gegen den TV Thaleischweiler war klar: der Sieger steigt als Meister in die neue Oberliga auf, der Verlierer begleitetet den Primus als Zweiter dahin. Letztlich entschieden die Gastgeber das Duell der beiden besten Verbandsligateams recht deutlich für sich. Dabei hatte die Partie ziemlich gut für die HR begonnen. Samuel Boger, Erek Heinz und Tarek Franck sorgten nach sechs Minuten für eine 3:0-Führung und die Hausherren kassierten kurz darauf eine Rote Karte wegen eines Gesichtstreffers. „Wir hatten das Spiel am Anfang gut im Griff. Thaleischweiler hat dann die Härte etwas erhöht, worauf wir uns im Positionsangriff schwerer getan haben“, analysierte Trainer Johannes Finck.

Auch das sonst so starke und erfolgreiche schnelle Gegenstoßspiel fand nicht statt. Alexander Drude, bester Feldtorschütze der gesamten Verbandsliga, fiel nämlich aus und damit auch die Sicherheit bei den schnellen Angriffen, wie Finck sagte. So gelang es Thaleischweiler, beim 7:6 erstmals in Führung zu gehen und diese bis in die Schlussphase zu verteidigen. Beim 23:21 sieben Minuten vor dem Ende, waren die „Wölfe“ wieder in Schlagdistanz, aber sie konnten die Wende nicht mehr schaffen – auch weil Dimitri Kerber sich verletzte: „Darunter litt die Spielsteuerung im Angriff. Außerdem war Thaleischweiler in vielen Situationen gedanklich schneller“, so Finck, der sich trotz der Niederlage über eine erfolgreiche Spielzeit freute, an deren Ende der zweite Aufstieg in Folge steht: „Es war eine tolle Saison und eine sehr wichtige Erfahrung für die Jungs.“

So spielten sie

Herren: Griebe, Frey; Heinz 8/4, Franck 4, Junghanß 3, Kerber 3, Niclas Burton 2, Samuel Boger 2, Leon Boger 1, Springer 1, Seibert, Drude, Nitz, Elias Burton.

Damen: Hitschel, Hasel; Seibert 5/1, Eibel 4, Walter 3, Hanewald 2, Herrmann 2, Schwarz 1/1, Griebe, Dietz, Geiger, Schwabauer, Stüber. mhh

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