Ebertsheim/Eisenberg Lokalschau: Kaninchenzüchter zeigen ihre besten Tiere

Besonders willkommen: junge Besucher der Kaninchenschau in Ebertsheim.
Besonders willkommen: junge Besucher der Kaninchenschau in Ebertsheim.

Zwergwidder, Blaue Wiener, Heller Großsilber, Rex oder Separator: 37 Kaninchen verschiedener Rassen haben die Züchter aus Eisenberg und Umgebung bei einer Lokalschau in der Ebertsheimer Schulturnhalle gezeigt.

Thomas Greif öffnet die Tür des Käfigs. Mit großen Augen, aber völlig gelassen, schaut ihn ein Kaninchen an. Beherzt packt der Vorsitzende des Zuchtvereins P 119 das Tier am Genick und hebt es heraus. Zwei Sekunden später sitzt der Dalmatiner-Rex, der seinen Namen wegen der schwarzen Punkte im weißen Fell hat, auf einem Podest. Dort streichelt ihn der Züchter zart und sagt: „Das Fell ist weich wie Samt.“ Ein gutes Zeichen.

Der Club für Eisenberg und Umgebung präsentiert bei der Lokalschau seine Vereinsmeister. Manfred Hase holt sich in der Kategorie Zwergwidder schwarz den Titel. Greif wird mit seinem hellen Großsilber-Kaninchen und Karl Gamper mit seinen Blauen Wienern interner Titelträger. Der beste Rammler kommt aus der Zucht von Karl Gamper. Das beste weibliche Kaninchen hat Manfred Hase. Er bekommt für seine acht Tiere, die in Ebertsheim dabei waren, auch den Preis des Landesverbands.

Tiere sind mindestens drei Monate alt

Greif erklärt, auf was es bei den Bewertungen der Tiere ankommt: „Es wird das Gewicht des Kaninchens begutachtet und seine Körperform. Wie sieht das Fellhaar aus und wie gepflegt ist das Tier? Dabei wird die Zahnstellung angeschaut. Bei den Widdern, die ja Hängeohren haben, wird die Spannweite gemessen. Für jede Kategorie gibt es Punkte, und alle Zähler zusammen ergeben eine Gesamtwertung.“ Dem Dalmatiner-Rex-Kaninchen etwa bescheinigen die Kampfrichter eine „gute Fellausprägung“.

Der Vereinsvorsitzende berichtet, dass alle Tiere der Lokalschau mindestens drei Monate alt sein müssen. „Der Unterschied zwischen einer Zoohandlung und uns ist: Dort werden die Tiere ganz früh von der Mutter genommen und verkauft, wir Züchter dagegen lassen sie, solange es geht, bei der Mama.“ Gute Bewertungen ließen meist auf ein langes Kaninchenleben schließen. „Eines meiner Tiere ist über zehn Jahre alt geworden“, sagt Greif, der sich auf Helle Großsilber spezialisiert hat.

Kinder und Jugendliche sind gern gesehen Gäste

Der Club P 119 ist ein eher kleiner Verein. Der Vorsitzende macht klar: „Seit einigen Jahren haben wir schon keinen Züchternachwuchs mehr.“ Umso lieber erklären die Vereinsmitglieder bei der Lokalschau Kindern und Jugendlichen, was bei der Kaninchenzucht wichtig ist. „Jeden zweiten Montag im Monat um 20 Uhr treffen wir uns im Ebertsheimer Haus der Vereine. Gäste sind immer gern gesehen“, sagt Greif.

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