Vor der Saison RHEINPFALZ Plus Artikel Faustball-Zweitligist TSG Tiefenthal übt sich in Bescheidenheit

Sönke Kern spielt im Angriff der TSG Tiefenthal.
Sönke Kern spielt im Angriff der TSG Tiefenthal.

Die Faustballer des Zweitligisten TSG Tiefenthal gehen als Mitfavorit in die Hallensaison. Den Aufstieg hält Spielertrainer Ricardo Happersberger aber für unrealistisch. Das hat einen gewichtigen Grund.

Die Faustballer der TSG Tiefenthal starten am Wochenende in die neue Hallensaison der Zweiten Bundesliga Süd. Das Team um Spielertrainer Ricardo Happersberger, das in der Feldrunde diesen Sommer noch erste Liga spielte, allerdings letztlich absteigen musste, gilt als Mitfavorit auf die beiden ersten Tabellenplätze, die zur Teilnahme an der Aufstiegsrunde berechtigen. Der Tiefenthaler Coach hält den Aufstieg in die Erste Hallenbundesliga aber aktuell für unrealistisch. Das hat einen gewichtigen Grund.

Ajith Fernando spielte in diesem Jahr auf dem Feld noch für die TSG. Eigentlich wollte der 38-Jährige, der im Faustball schon beinahe alles gewonnen hat, was es für einen Spieler zu gewinnen gibt, auch in der Hallenrunde für die Tiefenthaler in der Verteidigung stehen. Doch nun sagte Coach Ricardo Happersberger: „Ajith hat uns abgesagt, da sich familiär bei ihm etwas geändert hat. Das können wir auch voll nachvollziehen.“ Ob Fernando zum Bundesligisten TSV Pfungstadt zurückkehrt – der Hettenleidelheimer wohnt mit seiner Familie bei Darmstadt – ist ebenfalls ungewiss. „Es sieht so aus, als ob er eine aktive Pause macht“, betonte Ricardo Happersberger.

Neun Teams am Start

Auch der Spielertrainer selbst wird wohl länger ausfallen. „Ich habe mir einen Bänderriss im Handgelenk zugezogen, in den kommenden Tagen wird es sich entscheiden, ob ich operiert werden muss“, sagt Ricardo Happersberger. Der Aufstieg ist deshalb erst kein Saisonziel der Tiefenthaler. „Auch weil andere Teams sich gut verstärkt haben“, macht der TSG-Coach klar. Sonst haben die Tiefenthaler im Vergleich zur Feldsaison keine Ab- oder Zugänge zu verzeichnen.

Auch in dieser Hallen-Spielzeit besteht die Zweite Bundesliga West aus neun Mannschaften. Der große Favorit auf Rang eins ist für Ricardo Happersberger der TSV Karlsdorf. „Die haben unser Einladungsturnier in der vergangenen Woche gewonnen. Wir haben in Eisenberg das Endspiel gegen Karlsdorf verloren“, sagt der TSG-Coach und betont: „Karlsdorf hatte eine längere Vorbereitung als wir, die sind schon sehr gut eingespielt. Ich denke, die TSV-Spieler werden in dieser Saison wieder eine gute Rolle spielen.“

Zum Auftakt nach Karlsruhe

Auch den TV Wünschmichelbach schätzt Ricardo Happersberger stark ein. „Der TV hat sich mit einem amtierenden Weltmeister verstärkt. Jonas Schröder gewann im Sommer ja mit der deutschen Nationalmannschaft die Feld-WM. Er kam vom TSV Pfungstadt. Die Qualität von Wünschmichelbach ist dementsprechend sehr aufgewertet worden“, sagt Ricardo Happersberger. Neben seinem Team hat der Trainer dann auch noch die Zweite Mannschaft des TV Waibstadt auf der Rechnung für die Plätze eins bis zwei. Die Aufsteiger TV Mannheim-Käfertal II, TV Bretten und TV Rendel werden um den Ligaverbleib kämpfen. die ESG Karlsruhe und der TB Oppau komplettieren die Neunerliga.

Los geht es für die TSG am Samstag, 4. November, 15 Uhr, mit zwei Spielen in Karlsruhe. Die Tiefenthaler treffen dann auf den TV Waibstadt II. „Das ist ein bisschen die Wundertüte der Liga, weil man nicht genau weiß, ob da auch Spieler aus der Bundesligamannschaft dabei sind“, sagt Ricardo Happersberger. Der zweite Gegner ist Spieltagsveranstalter ESG Karlsruhe. „Die haben mit Volker van Dawen, der ja in der Vergangenheit auch mal in Tiefenthal gespielt hat, einen sehr erfahrenen Schlagmann“, sagt der TSG-Coach, der betont: „Wir wollen unsere Erfahrungen aus der Ersten Liga mitnehmen. Ich denke, wir haben in beiden Spielen Siegchancen.“

Der Kader

Angriff: Christoph Happersberger, Alexander Jacoby, Sönke Kern, Christoph Wyrobek. Abwehr: Nico Kovacs, Nico Agrikola, Ricardo Happersberger, Julian Karny. Spielertrainer: Ricardo Happersberger.

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