Fussball
Vor der Saison: TuS Dirmstein zurückhaltend
Ohne Niederlage ist der TuS Dirmstein in der vergangenen Saison durch die B-Klasse spaziert. Auf die Frage, ob denn der TuS Dirmstein erneut um den Titel mitspielen wird, so wie das einige Trainerkollegen sehen, weist Trainer Dennis Pfeiffer zurück: „Das streite ich deutlich ab.“ Er und sein Schwager Thomas Gomola seien relativ spät als Trainer beim TuS Dirmstein eingestiegen. Dazu gelte es, neue Spieler zu integrieren.
„Wir müssen uns erst einmal finden“, wehrt Pfeiffer alle Ambitionen Richtung Bezirksliga ab. Da sieht er andere Mannschaften deutlich mehr unter Zugzwang. Er denkt da beispielsweise an die DJK Schwarz-Weiss Frankenthal, an die Bezirksliga-Absteiger SC Bobenheim-Roxheim und ASV Maxdorf. Auch der letztjährige Zweite SV Obersülzen müsse mit zu den Spitzenteams gerechnet werden. Das seien Kaliber, mit denen sich seine Mannschaft messen müsse.
Schnell in ruhige Gewässer
„Für uns als Aufsteiger zählt es, da so schnell wie möglich in ruhige Gewässer zu kommen.“ Überhaupt sieht Dennis Pfeiffer die A-Klasse in dieser Saison – da stimmt er mit seinen Trainerkollegen überein – als extrem stark an. „Wenn wir einen starken Tag haben, können wir aber sicher die eine oder andere dieser Mannschaften ärgern“, meint er. Es gelte, einen guten Start hinzulegen. Sonst könne es schnell passieren, dass man unter Zugzwang komme.
Das erste Pflichtspiel der Saison könnte bestätigen, dass der TuS vielleicht noch nicht ganz so souverän ist. Denn im Kreispokal am vergangenen Sonntag setzte sich Dirmstein nur knapp mit 3:2 nach Verlängerung gegen den jetzigen B-Klassisten MTSV Beindersheim durch. „Da haben wir uns schwer getan“, sagt Pfeiffer. Aber das sei ihm vor dem Trip nach Beindersheim fast schon klar gewesen. Denn dort gehöre Marc Erbach dem Trainerteam an, den er schon sehr lange kenne. Dann sei auch noch Manuel Fruth von Beindersheim nach Dirmstein gewechselt, was der Partie einen gewissen Reiz gegeben habe.
Hohe Trainingsbeteiligung
Dennis Pfeiffer ist zufrieden mit dem Verlauf der Vorbereitung. Es sei eine hohe Trainingsbeteiligung zu verzeichnen gewesen. Einheiten mit Athletiktrainer Florian Leithmann hätten der Mannschaft gutgetan. Sowohl körperlich als auch spielerisch hätten die Spieler gute Ansätze gezeigt. Dirmstein stelle eine sehr junge Mannschaft, der Altersdurchschnitt liege bei etwa 24 Jahren. Einige gute Teamveranstaltungen, unter anderem ein Ausflug auf die Soccergolf-Anlage in Dirmstein mit anschließendem Grillen, hätten die Mannschaft zusammenrücken lassen.
Nun allerdings, da unterscheidet sich die Situation in Dirmstein nicht von der anderer Mannschaften, seien viele Spieler in Urlaub. „Ich kann nicht nachvollziehen, dass wir so früh in die Saison starten. Wir werden sicher keine Spieler zur Fußball-Weltmeisterschaft in Katar abstellen“, kritisiert der TuS-Coach.
Dujic mit Landesligaerfahrung
Von den Neuzugängen sieht der Trainer Manuel Schieß (vom ASV Fußgönheim) und Mateo Dujic (vom SV Ruchheim), der mit seinen 19 Jahren ja schon Landesligaerfahrung habe, schon gut angekommen. Von der Leistung der noch jungen Spielern Yusuf Karatas und Halil Oskay sei er in der Vorbereitung angetan gewesen. Patrick Hilzendegen behalte die Kapitänsbinde, informiert Pfeiffer.
Zum Start in die Meisterschaft empfängt der TuS Dirmstein den etablierten A-Klassisten VfR Friesenheim, der in den vergangenen Jahren immer im oberen Drittel der Klasse mitgemischt hat. Friesenheim habe eine gute Offensive mit schnellen Spielern, sagt Pfeiffer. In der vergangenen Saison belegten die Friesenheimer am Ende Platz vier in der Aufstiegsrunde. „Das ist eine Mannschaft, die man nicht im Vorbeigehen schlägt“, ist sich Pfeiffer sicher.
Kein Thema sei für die Trainer und die Mannschaft das dritte Saisonspiel gegen Eintracht Lambsheim. Zur Erinnerung: In Dirmstein war es am Ende der Meistersaison zu Turbulenzen gekommen, weil Meistertrainer Andreas Persohn mit Lambsheim verhandelt haben soll. Er wurde vor Ende der Saison in Dirmstein aus dem Clubhaus rausgeworfen. Heute ist Persohn Trainer bei Mitaufsteiger Lambsheim und wird somit auch wieder Gast bei den Dirmsteinern sein. „Wir denken von Woche zu Woche und beschäftigen uns mit dem Spiel erst dann, wenn es ansteht“, sagt Dennis Pfeiffer.