Frankenthal
Vom Kammerkonzert bis zum Kindertheater: Congressforum stellt neues Programm vor
Gebucht wurden vorwiegend Gastspiele renommierter Tourneetheater, bei denen sich auch bekannte Fernseh- und Filmgesichter ein Stelldichein geben. Sowohl die musikalischen Stücke als auch die stilistisch sehr breit aufgestellten Konzerte zeichnen sich durch eine hochkarätige Besetzung aus, was bei dem reduzierten Angebot auf dem Markt zunehmend schwieriger wird. Die kulturelle Palette im CFF wird durch Fremdveranstaltungen aus den Sparten Ballett, Comedy und Kindertheater ergänzt.
Den Auftakt nach der Sommerpause macht am 1. September das Landesjugendorchester unter der Leitung von David Fernándes-Caravaca. Die jungen Musiker werden unter anderem Stücke von Antonin Dvorák und Peter Tschaikowsky spielen. Weiter geht es am 8. und 30. September mit vier Candlelight-Konzerten. Der Spiegelsaal des Congressforums wird dabei in sanften Kerzenschein getaucht, während Streichquartette sich unter anderem der Musik von Vivaldis Vier Jahreszeiten, Hans Zimmer oder Coldplay widmen. Kinder kommen am 7. Oktober beim Familienmusical „Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer“ auf ihre Kosten. Autor Christian Berg und Liedermacher Konstantin Wecker haben basierend auf Michael Endes Roman ein spannendes und feinfühliges Musical mit einprägsamen Melodien, Dialogen und kindgerechtem Witz geschaffen. Zehn Kinderlieder zum Mitsingen wurden eigens für dieses Stück geschrieben.
Alpenthriller und Kammerkonzert
Die Musikhochschule Mannheim lädt am 9. Oktober bei freiem Eintritt zu ihrem Abschlusskonzert des Sinfonieorchesters „Filmmusik versus Tondichtungen“. Knisternde Spannung und Gänsehautmomente verspricht der Alpenthriller „Im Schnee wird nur der Tod nicht kalt“ von Jörg Maurer am 13. Oktober. Mit von der Partie sind in dieser Produktion der Theatergastspiele Fürth die TV-Stars Sebastian Fischer und Max Beier. Den Freunden klassischer Klänge wird beim ersten Kammerkonzert am 21. Oktober im Spiegelsaal ein ganz besonderer Leckerbissen geboten: Die brasilianischen Klavier-Virtuosen Fabio und Gisele Witkowski, die für ihre lebendige und dynamische Interpretation bekannt sind, spielen an zwei Flügeln zusammen mit Stipendiaten der Villa Musica.
„The show must go on!“ heißt es dann am 2. November, wenn vier italienische Künstler ihre seit Jahren europaweit erfolgreiche Show Forever Queen mit ihrer Hommage an Freddie Mercury auf die CFF-Bühne bringen. Nicht fehlen dürfen dabei natürlich unvergessliche Kulttitel wie „Radio Gaga“, „I want it all“, „We are the Champions“, „Somebody to love“ oder „We will rock you“.
Weltliteratur und Generation-Z-Musical
Ein Werk der Weltliteratur steht am 6. November auf dem Programm: „Der Graf von Monte Christo“ nach dem Roman von Alexandre Dumas in einer Bühnenfassung von Sarah Silbermann. In einer Hauptrolle ist Anja Klawun zu sehen. Die Themen dieses Stücks – Repression und Willkür, Kritik an der Überfluss-Gesellschaft und die Mechanismen kollektiver Verdrängung – sind aktueller denn je. Dies gilt uneingeschränkt auch für das Generation-Z-Musical „Danke für Nichts“, mit dem die Opernwerkstatt am Rhein am 14. November nach Frankenthal kommt und die Geschichte von sieben jungen Menschen vor dem Hintergrund der Klima- und Umweltdiskussion und des Kampfes für eine neue Gesellschaftsordnung in Szene setzt.
Im Kontrast hierzu steht das turbulente und glamouröse Bühnenstück „Frühstück bei Tiffany“ in der Broadwayversion von Richard Greenberg, mit dem die Schauspielbühne Stuttgart und das Altonaer Theater am 20. November gastieren und Erinnerungen an den unsterblichen Filmklassiker von 1961 mit Audrey Hepburn wachrufen. Die vier jungen Musiker Susanne Schäffer, Eszter Kruchióm, Sara Marzadori und Bas Jongen, die im Chaos die „Urform alles Kreativen“ sehen, präsentieren sich als Streichquartett am 24. November in der Kammermusikreihe der Villa Musica.
Familienmusical und Weihnachtskonzert
Auf Weihnachten einstimmen können sich die Besucher am 2. Dezember, wenn die Eventagentur Why not? das Familienmusical „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ auf die Bühne bringt. Das Märchen der tschechischen Schriftstellerin Božena Nemcová wurde in seiner Verfilmung im Jahr 1973 zu einem der bedeutendsten Märchen unserer Zeit. Passend zur Jahreszeit heißt es am 6. Dezember „Schöne Bescherungen.“ In dem Lustspiel von Alan Ayckbourn wird das Spannungspotenzial eines harmonischen Familienfestes, bei dem die gutbürgerliche Fassade schnell ins Wanken gerät, unter die Lupe genommen. Für die Produktion konnte das Theater am Kurfürstendamm in Berlin namhafte Mimen wie Timothy Peach und Katja Weitzenböck unter Vertrag nehmen.
Der Titel „Alle Jahre wieder“ verrät es: Die Pfalzphilharmonie Kaiserslautern kommt mit einem weihnachtlichen Konzertprogramm am 17. Dezember nach Frankenthal. Die Liebhaber volkstümlicher „Stubenmusi“ werden auf ihre Kosten kommen. Den literarischen Teil bestreitet der Pfalztheater-Schauspieler Rainer Furch mit Gedichten und Geschichten in Pfälzer Mundart. Und auch Tschaikowsky klassisches Ballett „Der Nussknacker“ wird in der Adventszeit am 21. Dezember wieder zu sehen sein.
Neujahrskonzert und „Tarzan“
Eine inzwischen liebgewonnene Tradition wird auch 2024 fortgesetzt. Am 1. Januar gibt sich die Neue Philharmonie Frankfurt mit ihrem Chefdirigenten Jens Troester beim Neujahrskonzert ein schwungvolles Stelldichein, unterstützt von Gesangssolisten und Turniertänzern. In großer Besetzung und mit Chor gastiert am 12. Januar die Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz in Frankenthal. Unter dem Titel „Unendliche Weiten“ stehen Richard Strauss und Gustav Holst auf dem Programm.
Nach dem Dschungelbuch in diesem Jahr gastiert das Theater Liberi zu Beginn des neuen Jahres am 13. Januar mit „Tarzan“ in Frankenthal. In dem modernen Familienmusical, das sich an die Disney-Verfilmung anlehnt, erleben Kinder ab vier Jahren ein atemberaubendes Dschungel-Abenteuer.
Irischer Tanz und Jürgens-Gala
Einer vom Aussterben bedrohten Spezies will die Kammeroper Köln am 26. Januar mit der Revue-Operette „Ball im Savoy“ von Paul Abraham entgegenwirken. Das Publikum darf sich auf einen Mix aus Jazz, Blues, wienerischem Schmelz und ungarischem Flair freuen – eingebettet in eine verrückte Geschichte um ein frisch vermähltes Paar. Einen Tag später, am 27. Januar, erzählt „Dance Masters! – Best of Irish Dance“ die Geschichte des irischen Stepptanzes auf musikalische und tänzerische Weise – beginnend mit dem Erscheinen der wandernden Tanzlehrer vor rund 250 Jahren in den irischen Dörfern und Kleinstädten bis hin zum internationalen Durchbruch dank eines Gastauftrittes beim Grand Prix 1994.
Tschaikowskys Ballett „Schwanensee“ wird am 18. Februar zu sehen sein. Dem großen Sänger und Entertainer Udo Jürgens widmet sich am 1. März eine Gala-Show. Wer kennt nicht Marion Kracht und Michael Roll? Die beiden hochkarätigen Schauspieler brechen in dem Stück „Und wer nimmt den Hund?“ – basierend auf dem Filmdrehbuch von Martin Rauhaus – am 6. März im CFF einen höchst amüsanten Scheidungskrieg vom Zaun. Die Inszenierung ist eine Gemeinschaftsproduktion der Komödie Winterhuder Fährhaus Hamburg und dem Eurostudio Landgraf.
Kabarett und Kammerspiele
Gerd Dudenhöffer wird mit seinem neuen Programm am 8. März im CFF gastieren. Das dritte Kammerkonzert bestreiten am 12. April die beiden Dozenten Isabell van Keulen und Rüdiger Ludwig zusammen mit Stipendiaten der Villa Musica. Sie spielen Streicher-Oktette von Felix Mendelssohn Bartholdy und George Enescu. Der aus dem Kinderfernsehen bekannte „Woozle Goozle“ steht am 20. April auf der CFF-Bühne, wenn das Theater Lichtermeer in Frankenthal gastiert. Zum Saisonabschluss wird es am 22. April italienisch: Das von Dietmar Loeffler verfasste Stück „Pasta e basta“ der Hamburger Kammerspiele ist ein Riesenspaß mit urkomischer Handlung, intelligentem Witz und durch die Bank talentierten Sängern. Die Zuschauer werden mit viel Musik und Pasta direkt in eine italienische Küche entführt. Das Kochquartett verwöhnt mit südländischem Charme und bringt mit Songs von Eros Ramazotti über Elvis Presley bis Paolo Conte den Saal nach allen Regeln der Kunst zum Kochen.
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Tickets und weitere Informationen zum neuen Programm, den Abonnements und Preisen gibt es beim Congressforum Frankenthal, Stephan-Cosacchi-Platz 5, Telefon 06233-4990, sowie im Internet unter www.congressforum.de