Frankenthal
Stadtklinik: SPD fordert bessere Barrierefreiheit
Die SPD erinnert mit ihrer Initiative im Krankenhausausschuss an einen wunden Punkt, der mehrfach Thema auch von RHEINPFALZ-Berichterstattung gewesen ist: Die einzige Stelle, wo dank abgesenktem Bordstein auch Menschen im Rollstuhl oder mit Rollator relativ gut zum Haupteingang der Stadtklinik gelangen können, ist nicht selten einfach zugeparkt. Die Vorstellung von Fraktionssprecherin Aylin Höppner: möglichst rasch zusätzliche Zugangsmöglichkeiten schaffen – entweder durch zusätzliche Bereiche mit niedrigem Bordstein oder die Anschaffung einer nicht fest montierten Rampe, die bei Bedarf ausgelegt werden könnte.
Oberbürgermeister Martin Hebich (CDU) räumte in der als Videokonferenz stattfindenden Sitzung diese Woche ein, dass Barrierefreiheit am Krankenhaus „ein wichtiges Thema“ sei, sich aber nicht nur auf Gehbehinderte beschränke. Prinzipiell sei ein Weg von den Besucherparkplätzen zum Eingang ohne Hindernisse vorhanden. Aber: Auch blinde Menschen müssten mit entsprechenden Leitsystemen ihren Weg finden können. In der Klinik selbst seien beispielsweise die Aufzüge zur Orientierung schon entsprechend gekennzeichnet.
Begehung mit Beirat
Der OB schlug deshalb vor, gemeinsam mit dem Beirat für behinderte Menschen das Thema weiter zu fassen und mit dessen Expertise zu schauen, was verändert werden könne. Richtig sei, dass die Kehre am Haupteingang insgesamt „keine glückliche Lösung“ darstelle. Er kündigte für die nächste reguläre Sitzung des Ausschusses einen Vorschlag an.
Den Angaben des Krankenhausdezernenten zufolge werde auch die geplante Sanierung der Patientenzimmer im Hauptgebäude eine Verbesserung der Situation ergeben. Auf eine Anfrage der SPD nach dem diesbezüglich Geplanten, sagte Hebich, dass einige Räume in der Stadtklinik nach dem Umbau uneingeschränkt rollstuhlgerecht gestaltet würden.
Schon 2015 Thema
Tatsächlich taucht das Thema schon verschiedentlich auch in RHEINPFALZ-Berichten früherer Jahre auf – zuletzt im Jahr 2015. Damals hatte eine Leserin exakt den Zustand beklagt, der nun Anlass für den SPD-Vorstoß war. Damals hatte Hebichs Vorgänger als Krankenhausdezernent, der nach Ludwigshafen gewechselte Beigeordnete Andreas Schwarz (SPD), eine zusätzliche Bordsteinabsenkung in Aussicht gestellt. Und angekündigt, mit dem Beirat für behinderte Menschen eine Mängelliste zu erstellen – im Anschluss sollten Lösungen gesucht werden.