Kegeln
Regionalliga: TuS Gerolsheim gewinnt 7:1 gegen KV Mutterstadt II
Waren die Gerolsheimer Herren nach der 1:7-Niederlage in der Regionalliga Rheinland-Pfalz/Nordbaden Sektion Classic in Kuhardt vor 14 Tagen noch geknickt, so sieht die Lage nach dem aktuellen Spieltag wieder deutlich freundlicher aus. Nicht nur deshalb, weil die Gerolsheimer am Samstag ihre Pflichtaufgabe gegen den KV Mutterstadt II auf eigenen Bahnen souverän lösten, sondern weil Kuhardt 2:6 in Sembach und überraschend auch Mehlingen bei der TSG Kaiserslautern II mit 3:5 verlor. Der TuS rückte auf Rang vier vor, tauschte den Platz mit den Kuhardtern, und bleibt den Sembachern auf den Fersen, die mit einem Spiel und einem Punkt mehr einen Platz besser dastehen. Die beste Mannschaft aus Rheinland-Pfalz darf an der Aufstiegsrelegation zur Zweiten Bundesliga teilnehmen. „Gewinnen wir in 14 Tagen unser nächstes Spiel bei Schott Mainz, dann sind wir wieder richtig gut im Rennen“, freute sich Jürgen Staab.
„Es war ein gutes Aufbauspiel für uns. Das hat uns gutgetan“, sagte Staab mit Blick auf die Partie gegen Mutterstadt II. Mannschaftsführer Kevin Günderoth habe vor dem Start in der Kabine noch eine schöne Ansprache gehalten, von seinen Mitspielern gefordert, alles reinzulegen.
Ausgerechnet der Teamkapitän ließ dann den einzigen Mannschaftspunkt liegen. Allerdings war er seinem Konkurrenten Jochen Schweizer (597) nur mit einem Holz unterlegen. Günderoth holte auf der letzten Bahn noch einmal auf – es reichte nicht ganz. Der Rest war nach Aussage von Staab Formsache. Bernd Günderoth (584), der in Kuhardt mit einer Zerrung von der Bahn musste, fühlte sich wieder gut und setzte sich im Starterpaar gegen Egon Borne (546) durch. Christian Mattern avisierte nach einem schlechten Start auf der ersten Bahn (126), was 33 Holz Rückstand auf Michael Deckert bedeuteten, mit 607 Holz noch zum besten Spieler. Deckert kam auf 573 Holz. Den 2:0-Vorsprung bauten Timo Nickel (603) gegen Marco Puff (557) und Marvin Biebinger (545) gegen Markus Vetter (510) auf 4:0 aus. So konnte Jürgen Staab, der erstmals nach seiner Verletzungspause wieder eine komplette Partie bestritt, nach eigener Aussage kontrolliert offensiv zu Werke gehen. Denn die Partie war entschieden. „Ich habe nicht den letzten Zug reingelegt“, sagte Staab. Er kam am Ende auf 570 Holz, sein Gegenüber, Florian Beyer, auf 542. Zwei Mannschaftspunkte gab es wegen des besseren Gesamtergebnisses für den TuS noch obendrauf.
Genauso wichtig wie das Ergebnis ist für den TuS, dass alle eingesetzten Spieler verletzungsfrei blieben. Staab will durch einen Einsatz am kommenden Wochenende in der zweiten Mannschaft Rhythmus aufnehmen. Bald kommen die entscheidenden Spiele.