Kegeln RHEINPFALZ Plus Artikel Regionalliga: TuS Gerolsheim empfängt KSV Kuhardt

Eine Bank im Startpaar: Christian Mattern.
Eine Bank im Startpaar: Christian Mattern.

Im Kampf um die Qualifikation für die Relegation zum Aufstieg in die Zweite DKBC-Bundesliga steht für die Herren des TuS Gerolsheim eine wegweisende Partie an. Am Samstag (14.30 Uhr) empfängt der TuS den KSV Kuhardt. Die Südpfälzer sind gerade etwas im Formtief. Das wollen die Gastgeber nutzen. Der Plan des Kapitäns klingt einfach.

„Wenn wir alle Spiele gewinnen, sind wir am Ende einen Punkt vor Sembach“, sagt TuS-Kapitän Kevin Günderoth. Die Rechenspiele sind in den vergangenen Wochen aufgrund von diversen Nachholspielen durch die Corona-Pandemie erheblich erschwert worden. Eins ist mittlerweile aber klar: Wenn der TuS am Samstag gegen Kuhardt gewinnt, sind die Südpfälzer definitiv raus aus dem Rennen darum, wer die beste Mannschaft aus Rheinland-Pfalz in der Regionalliga Rheinland-Pfalz/Nordbaden des Landesfachverbands (LFV) Sektion Classic ist. Denn nur jeweils das beste Team aus Rheinland-Pfalz und Nordbaden darf in die Aufstiegsqualifikation.

Für Rheinland-Pfalz wäre das im Moment Sembach. Die KF sind Tabellenführer. Kuhardt hatte dagegen in den jüngsten Nachholspielen zu Hause gegen die HKO Young Stars Karlsruhe (3:5) und bei Frei Holz Plankstadt (2:6) jeweils das Nachsehen. „Das hat uns natürlich in die Karten gespielt“, sagt Kevin Günderoth.

TuS muss gewinnen

Doch das ändert nichts an der Tatsache, dass der TuS weiterhin in der Situation ist, gewinnen zu müssen. „Den Druck spüren wir schon seit mehreren Wochen“, sagt der TuS-Kapitän. Besonders sei diese Situation vor dem Kuhardt-Spiel also nicht.

Gut für die Gerolsheimer ist, dass Kevin Günderoth in den vergangenen Wochen in bestechender Form ist. Beim jüngsten 6:2-Sieg bei der TSG Kaiserslautern II unterstrich er dies mit 605 Holz. Und damit war er noch nicht mal bester Gerolsheimer. Das war Routinier Jürgen Staab (635), knapp vor Christian Mattern (621). „Jürgen scheint seine Form gefunden zu haben“, sagt Kevin Günderoth. Er brauche aber übers Training noch ein bisschen Routine für die Muskulatur. Vor allem im Abräumen habe Staab hervorragend die Gasse getroffen.

Gesucht: Eine Bank für jedes Paar

Und Christian Mattern sei sowieso eine Bank. Das soll er auch wieder gegen Kuhardt sein. In der jüngsten Vergangenheit war Mattern im Startpaar gesetzt. Es spricht nichts dagegen, dass er auch am Samstag wieder helfen kann, die bewährte TuS-Taktik anzuwenden: Von vorne gleich Druck auf den Gegner aufbauen.

Auch in der Mitte und im Schlusspaar hofft Günderoth auf so eine Bank. Im letzten Paar hat er in der Vergangenheit diese Rolle perfekt ausgefüllt. In der Mitte ist noch offen, wer die Rolle einnehmen wird. Denn der TuS kann personell aus dem Vollen schöpfen. „Es ist schön, mal keine Sorgen bei der Aufstellung zu haben“, sagt Kevin Günderoth.

Und auch über eine positive Überraschung in den Reihen des TuS würde er sich freuen. Sein Vater Bernd Günderoth wäre dafür ein geeigneter Kandidat. Und Marvin Biebinger würde er den ersten 600er gönnen.

Keine Motivationsprobleme

Keine Sorgen bei der Aufstellung – das ist für den TuS wichtig, da auch die Gäste, allen voran Markus Wingerter, immer für ein Top-Ergebnis gut sind. „Die können alle kegeln“, sagt Kevin Günderoth. Weshalb er damit rechnet, dass die Gastgeber schon ein Resultat ab 3550 Holz aufwärts brauchen, um die Punkte in Gerolsheim zu behalten.

Motivationsprobleme sollte der TuS nicht haben. Denn Gerolsheim hat nach der 1:7-Pleite im Hinspiel noch etwas gutzumachen und ist heiß auf die Revanche. „Zu der Zeit waren wir noch im Loch. Seitdem läuft es bei uns besser“, sagt Kevin Günderoth. Und jetzt sei der KSV in einer Formkrise ...

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