Reiten RHEINPFALZ Plus Artikel Neustart des Petersauer Reitturniers mit Familiensonntag

Philipp Renner (RC Hofgut Petersau) und Mowfield Bahiran sind im Reiterwettbewerb Schritt, Trab, Galopp unterwegs.
Philipp Renner (RC Hofgut Petersau) und Mowfield Bahiran sind im Reiterwettbewerb Schritt, Trab, Galopp unterwegs.

Der Versuch, nach der Corona-Pandemie den Turniersport auf dem Hofgut Petersau neu zu starten, ist gelungen. Neben dem Dressurreitturnier stehen Familien im Mittelpunkt.

Der Neustart des Petersauer Reitturniers ist gelungen. Es zahlte sich aus, nicht nur auf den sportlichen Wettkampf zu setzen. Denn am Familiensonntag war die Resonanz groß. Nur das Wetter spielte nicht ganz mit.

„Schauen Sie mal, wie süß“, sagte Turniersprecher Volker Wurzbacher zu Beginn der Ponyvorführung im Innenhof des Hofguts Petersau. Lianne Pfannebecker hatte ihren Jim Knopf genauso im Griff wie ihre Schwester Mia ihren Mr. Sheffield. Gleich ob steigen oder sich hinlegen und im Sand wälzen, die beiden Ponys machten alles und schienen ebenso ihren Spaß dabei zu haben wie die Zuschauer.

Reiter aus der Region

Bei seinem zweitägigen Dressurturnier hatte der RC Hofgut Petersau den Fokus auf Reiter aus der Region und auf die Familien gelegt. „Uns war wichtig, dass jeder, der reinkommt, sagt, das hat etwas Besonderes, das hat Flair und ist idyllisch. Wir wollen den Besuchern das Reiten näherbringen durch die Verbindung von geselligem Beieinandersein, Ambiente und Pferdesport“, sagt Organisatorin Jeanette von Opel. Der Familientag bot den kleinen Gästen die Möglichkeit, sich schminken zu lassen, auch selbst einmal ein Pony am Zügel zu nehmen oder sogar eine Runde auf ihm zu drehen. Die langen Warteschlangen am Sonntagnachmittag zeigten, dass der Veranstalter einen Nerv getroffen hatte. „Es lief alles sehr gut, war gut vorbereitet. Und alles hat gut geklappt, aber es war schon sehr heiß, und das hat am Samstag leider die Zuschauerzahlen gedrückt“, schildert Jeanette von Opel den Verlauf des Reitturniers.

Im Dressurgeviert kann vor allem der Nachwuchs sein Können beweisen. Im Reiterwettbewerb Schritt - Trab - Galopp ist in Philipp Renner auf Mowfield Bahiran auch ein Lokalmatador vom RC Hofgut Petersau am Start. Zunächst reiten die acht Teilnehmer hintereinander im Schritt um die ganze Bahn, bevor dann jeder einzeln auf dem Zirkel reitet und Trab und Galopp vorführt. „Dann einmal der Philipp“, sagt die Kampfrichterin und fährt fort: „Einmal antraben und einmal auf den Zirkel reiten. Ja, da wünschen wir uns noch ein bisschen mehr Fleiß im Trab. Und dann einmal angaloppieren. Ja, da dürfen die Hände noch ein bisschen ruhiger sein, auch die Einwirkung muss noch ein bisschen verbessert werden zum Angaloppieren, auch noch ein bisschen mehr zum Sitzen kommen. So, danke schön und dann durchparieren und hinten anschießen.“

Erfolgreiche Brachmann

Trotz der Verbesserungsvorschläge haben Philipp und Mowfield Bahiran überzeugt und belegen mit 7,30 Zählern punktgleich mit Charlotte Morsey vom RFV Mannheim-Friedrichsfeld auf Tamino H 2 Rang zwei. Den Sieg sicherte sich mit herausragenden 9,0 Punkten Marie Louise Abrar (RSV Rüsselheim) auf Jokers Bester.

Erfolgreichste Teilnehmerin des RC Hofgut Petersau war Lisa Brachmann. Die 22-Jährige setzte sich auf Fine Romance B in der Dressurprüfung A 6/2 durch und wurde in Prüfung Klasse A 9/1 Vierte. Auf Filippa 19 siegte sie im Jump-and-Dog-Wettbewerb und wurde Dritte in der Dressurprüfung L 2. „Ich bin auf jeden Fall zufrieden“, sagte Lisa Brachmann, deren Saisonhöhepunkt die Pfalzmeisterschaft Anfang September in Zeiskam sein soll. „Dort war sie im vergangenen Jahr Zweite, und das wollen wir toppen“, sagte ihre Trainerin Flora Schmidt-Thieme, die auf Ballentines 19 in der Reitpferdeprüfung in der Reithalle Dritte wurde.

Mit Mr. Knister und Jim Knopf

In den beiden Pony-Führzügelwettbewerben räumte der Gastgeber RC Hofgut Petersau mächtig ab: Mona Muth auf Mr. Knister setzte sich im ersten Wettbewerb vor ihren Vereinskolleginnen Mia Hartig auf Mowfield Bahiran und Malou Schmahl auf Jim Knopf durch, während im zweiten Wettbewerb die erst vier Jahre alte Elisabeth von Opel auf Mowfield Bahrian vor Mia del Rio Pfeffer auf Mr. Knister und Emilia Göpfert auf Jim Knopf gewann.

„Die Teilnehmerzahl war etwas geringer, weil wir in Mannheim-Sandhofen parallel ein Turnier hatten, und das zehn Minuten Autoweg entfernt. Aber wenn wir das Turnier wieder machen, werden wir schauen, dass es in der Umgebung keine weiteren Turniere gibt“, kündigte Jeanette von Opel an.

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