Wassersport RHEINPFALZ Plus Artikel Mitglieder des WSVR trainieren wieder auf dem Silbersee

WSVR-Interimsvorsitzender Carsten Köhler will neben Paddeln, Segeln und Windsurfen künftig auch Stand-Up-Paddling anbieten.
WSVR-Interimsvorsitzender Carsten Köhler will neben Paddeln, Segeln und Windsurfen künftig auch Stand-Up-Paddling anbieten.

Vor dem Clubhaus des Wassersportvereins Roxheim (WSVR) ist an diesem Abend einiges los. Kinder haben sich zum Training eingefunden, mit ihren Trainern laden sie Kanus auf die Busse und fahren zum Anlegeplatz am Silbersee. Für die Wassersportler bedeutet das wieder ein Stück Normalität in Pandemie-Zeiten. Vor wenigen Monaten wäre das noch undenkbar gewesen.

Corona-bedingt musste der Verein gut neun Wochen lang von Mitte März bis Mai auf jegliche Wassersportaktivität verzichten. Die Pause war auch für WSVR-Interimsvorsitzenden Carsten Köhler nicht leicht. „Jeder einzelne Tag tat weh. Aber die Gesundheit geht vor“, erklärt Köhler. Weh getan haben dürften ihm auch die Absagen der etwa zehn Regatten auf dem Silbersee, die der Verein gemeinsam mit dem Kanu- und Segelclub Frankenthal (KCF) auf dem Gewässer in Bobenheim-Roxheim austrägt. „Wir haben beschlossen, die Füße still zu halten. Wir wollten kein Risiko eingehen“, begründet Köhler den Verzicht auf die Wettbewerbe.

Das Risiko auf eine Infektion dürfte der Hauptgrund gewesen sein, wieso auch in den ersten Wochen nach der Erlaubnis der Kommune, wieder Sport auf dem Silbersee zu treiben, viele Vereinsmitglieder eher zurückhaltend waren. „Es hat lange gedauert, bis wieder Trubel herrschte“, sagt der Interimsvorsitzende.

Raus auf den See

Mittlerweile hat sich diese Besorgnis größtenteils gelöst, und es kommen wieder viele Mitglieder zum Training. An diesem Abend stehen Übungseinheiten für die Vereinsjugend auf dem Plan. 15 Kanuschüler sind gekommen, sechs davon sind zum ersten Mal dabei – sehr zur Freude von Köhler. Mit Kanuwartin Heike Seibt fehle jedoch eine Trainerin. Anwesend sind mit Thomas Gaub und Daniel Schaf zwei weitere Trainer. Sie helfen ihren Schützlingen nicht nur im Wasser, sondern auch außerhalb. Zum Beispiel beim Anziehen der Ausrüstung oder beim Einstieg ins Kanu.

Sobald alle bereit sind, geht es raus auf den See. Zuvor werden noch zwei Gruppen gebildet. Während Daniel Schaf die Erfahreneren mit auf die lange Tour nimmt, fährt Thomas Gaub eine kleine Runde mit den Anfängern. Schnell sind die erfahrenen Kanuten bei den Bojen und dem Steg des KCF angekommen.

Baseball mit dem Kanu

„Dort spielen sie häufig mit einem Ball“, berichtet Köhler. Es sieht fast nach Baseball aus, wenn die Kugel mit dem Paddel aus dem Wasser gehoben und geschlagen wird. Die zweite Gruppe ist ohne Ball unterwegs. Die Anfänger halten sich noch etwas näher am Ufer auf und üben das Geradeaus-Paddeln. Der WSVR-Interimsvorsitzende Carsten Köhler hat bereits eine Idee entwickelt, um den Klub moderner zu gestalten. In Zukunft sollen die Vereinsmitglieder nicht nur Paddeln, Segeln und Windsurfen, sondern auch Stand-Up-Paddling betreiben können, erläutert er.

Ob all die Aktivitäten im kommenden Jahr tatsächlich stattfinden können, stand eine Zeit lang in den Sternen. Das Problem: Der vom Verein genutzte Anlegeplatz liegt auf dem Gelände der Firma Willersinn. Eine gemeinsame Pressemitteilung des WSVR und des Unternehmens sendet diesbezüglich aber positive Signale: „Der Wassersportverein Roxheim und die Gebrüder Willersinn GmbH & Co. KG werden ihre langjährige und sehr erfolgreiche Partnerschaft am Silbersee auch in der kommenden Saison 2021 fortsetzen“, schreiben der langjährige WSVR-Vorsitzende Wolfgang Bohn und Willersinn-Geschäftsführer Hans-Peter Böhn.

Für die jungen Wassersportler ist das eine gute Nachricht. Gemeinsam mit ihren Trainern sind die jungen Kanufahrer mit viel Eifer dabei.

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