Frankenthal
Kommunalwahl: FDP setzt auf Bürgerbeteiligung
Wer sich bei der „Liste ZukunFT“ engagieren will, der braucht weder ein FDP-Parteibuch noch politische Erfahrung. Herzblut und Interesse an Themen wie Wirtschaft, Soziales, Kultur und Freizeit oder Stadtentwicklung wünschen sich die Freien Demokraten von ihren künftigen Mitstreitern aus der Mitte der Stadtgesellschaft. Das betonen der FDP-Kreisvorsitzende Jürgen Maring und Marketingstratege Andreas Schneider (Agentur BFW Mannheim) im Pressegespräch. Schneider, der den Wahlkampf des künftigen Oberbürgermeisters Nicolas Meyer (FWG) erfolgreich gemanagt hat, will gemeinsam mit der FDP das „Erfolgskonzept der aktiven Bürgerbeteiligung“ jetzt bei der Kommunalwahl am 9. Juni 2024 auf die nächste Ebene bringen. „Uns war von Anfang an klar, dass wir auch im Stadtrat etwas ändern müssen“, betont Schneider. „Der OB ist nur die halbe Miete“, sagt Maring, der im OB-Wahlkampfteam von Meyer mitgearbeitet hat. Ohne ein engagiertes Kommunalparlament könne dieser wenig ausrichten.
Bei dem Projekt „Liste ZukunFT“ sollen sich Bürger direkt und ohne Parteibindung einbringen. Es gehe nicht nur darum, die Kandidatenlisten für die Kommunalwahl zu füllen. Vier Kompetenzteams zu verschiedenen Themenbereichen sollen das Wahlprogramm erarbeiten und während der gesamten Amtszeit die gewählten Vertreter mit ihrem Sachverstand aus Lebenspraxis und Beruf beraten. „Wir wollen die Kompetenz der Bürger in den Stadtrat bringen“, sagt Maring. Aktuell sei es zu häufig so, dass wenig Zeit bleibe, die Vorlagen der Verwaltung durchzuarbeiten und zu hinterfragen. Hier sollen die Expertenteams im Hintergrund unterstützen.
„Unpolitische Art der Politik“
Mit Sandra Kober haben Maring und Schneider bereits eine engagierte Frankenthalerin für das Projekt begeistert. Die 41-Jährige lebt mit ihrer Familie seit elf Jahren im Vorort Studernheim und arbeitet ehrenamtlich unter anderem in den Elternbeiräten von Kindertagesstätte und Grundschule ihrer beiden Kinder. Politisch sei sie „ein unbeschriebenes Blatt“, sagt die Sportwissenschaftlerin. Das Konzept spreche sie an, weil man sich auf diese Weise „nicht komplett mit einer Partei identifizieren muss“. „Es ist die unpolitischste Art, sich politisch zu engagieren“, sagt Kober.
Die „Liste ZukunFT“ verstehe sich nicht als Konkurrenz zur FWG, die sich laut Schneider für einen „klassischen Kommunalwahlkampf“ entschieden hat. Man sehe sich vielmehr als „positiven Gegenpol“ zu Meyer und den Freien Wählern und wolle dazu beitragen, „Frankenthal gemeinsam nach vorne zu bringen“. Aktuell sitzt die FDP mit zwei Mandaten im Stadtrat, der Kreisverband hat laut Vorsitzendem Maring knapp 50 Mitglieder. Die Kommunalwahl-Kampagne soll beim Kreisparteitag am Samstag, 14. Oktober, 10 Uhr, im Hotel Central vorgestellt werden.
Noch Fragen
Weitere Informationen zu dem Konzept und Kontaktdaten gibt es auf der Homepage www.listezukunft.de.