Handball RHEINPFALZ Plus Artikel HSG Eckbachtal siegt gegen TuS Kaiserslautern-Dansenberg II

Schwer zu stoppen: Rückkehrer Maximilian Schreiber führt die HSG zum Heimsieg.
Schwer zu stoppen: Rückkehrer Maximilian Schreiber führt die HSG zum Heimsieg.

Die HSG Eckbachtal hat ihre Negativserie in der Handball-Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar durchbrochen. Nach dem 32:28 (14:12)-Heimsieg im Kellerduell gegen TuS Kaiserslautern Dansenberg 2 schöpft die HSG wieder Hoffnung im Kampf um den Klassenerhalt. Zwei Rückkehrer nähren die Hoffnung auf eine in den kommenden wichtigen Spielen notwendige Leistungssteigerung.

Beim 32:28 (14:12)-Sieg der HSG Eckbachtal war zwar auch am Sonntag spielerisch noch viel Sand im Getriebe, aber kämpferisch haben die „Gekkos“ ihren Anhang überzeugt. Torjäger Maximilian Schreiber und Kreisläufer Carsten Wenzel waren wieder an Bord und hatten Anteil am wichtigen Heimerfolg. Sieben Mal in Folge hatte die HSG Eckbachtal zuletzt verloren.

Erleichtert war HSG-Trainer Thorsten Koch nach nervenaufreibenden 60 Minuten. „Es war wichtig, dass wir die lange Negativphase beendet haben. Die zwei Punkte mussten wir in dem Vier-Punkte-Spiel gegen einen direkten Mitkonkurrenten holen“, atmete der Coach hörbar auf. Es habe gutgetan, dass Maximilian Schreiber wieder dabei sein konnte. Seine Dynamik habe der HSG in den vergangenen Wochen gefehlt. „Auch Carsten Wenzel konnte ich einsetzen. Nach nur einmaligen Training war sein Einsatz ein Risiko, doch er war wichtig in der Abwehr. Die Priorität haben wir heute auf die Abwehrarbeit gelegt. Es war noch nicht alles optimal, aber ein Schritt in die richtige Richtung“, freute sich Koch über die guten Ansätze.

Schritt für Schritt müsse sich die HSG nun auch im Angriff verbessern. Mit Schreiber und Wenzel habe er wieder mehr Wechselmöglichkeiten. Koch: „So kann die Last besser verteilt werden. Wir haben jetzt zwei schwere Spiele gegen die Mitkonkurrenten HSG Worms und VTZ Saarpfalz. Hier müssen wir ebenfalls punkten.“

Wende nach Roter Karte

Zu Beginn der Begegnung lief nicht viel zusammen bei der HSG. Schlechte Abspiele und schwache Abschlüsse nutzten die konternden Gäste zu einer 4:1-Führung. Eine Rote Karte für Gästespieler Robin Egelhof nach einem Schlag ins Gesicht des durchbrechenden Schreiber bereits in der neunten Minute brachte die Wende. Dansenberg verlor seinen einzigen Linkshänder im Rückraum. Für Gästetrainer Theodoros Megaloolikonomou wäre eine Zweiminutenstrafe das korrekte Strafmaß gewesen. Schreiber sprach nach dem Spiel von „einer klaren Roten Karte, die uns natürlich gutgetan hat.“ Beim 5:5 war die HSG dran, danach fanden die Gäste aber weiter Lücken im HSG-Abwehrverband. Es blieb ausgeglichen bis zum 11:11 (27.). Dann setzte sich die HSG auf 14:11 ab.

Nach dem Seitenwechsel spielten die Gastgeber mit mehr Tempo und kamen oft über die zweite Welle zum Torerfolg. Doch Dansenberg ließ sich weiter nicht abschütteln. Besonders mit Spielmacher Ben Kölsch hatte die HSG-Abwehr Probleme. Immer wieder traf er mit Unterarmwürfen oder setzte seine Außenspieler gekonnt in Szene. Nach 45 Minuten stand es 22:22. Maximilian Schreiber musste wieder ran. Obwohl er durch Yannik Kötz manngedeckt wurde, gelangen ihm nach Freiwürfen wichtige Tore oder Anspiele. So traf er auch zum vermeintlich vorentscheidenden 27:23 (50.). Doch noch war Dansenberg nicht geschlagen. Innerhalb von drei Minuten glichen die Gäste aus.

Ärgerlicher Ausgleich

„Das hat mich massiv geärgert. Wir waren im Angriff zu unkonzentriert.“ sagte Koch, der nun in einer Auszeit Änderungen vornahm. Schreiber spielte fortan am Kreis und wurde in seiner ersten Aktion nur auf Kosten einer Zeitstrafe gestoppt. Julian Pozywio, der sich nach der Pause erheblich steigerte, traf zur Führung, die Jochen Schloß per Siebenmeter auf 29:27 erhöhte (56.). In den letzten Minuten gegen nun aufsteckende Gäste trafen noch Matthias Kassel, Pozywio und Timo Kluzik zum 32:28-Endstand.

Zufrieden war Rückkehrer Maximilian Schreiber, der viermal traf. Der 30-jährige Rückraumspieler trainiert nach einer Entzündung an der Achillessehne an beiden Beinen seit zwei Wochen „auf Sparflamme“, wie Koch berichtete. „Ich wollte heute wegen der Wichtigkeit des Spieles unbedingt dabei sein. Der Sieg tut sehr gut. Jetzt wollen wir in den nächsten Spielen in Worms und gegen VTZ Saarpfalz eine Schippe drauflegen. Das wird auch nötig sein, Worms ist gerade zuhause ein starker Gegner.“

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