Frankenthal Frankenthal: Das ist das neue Programm für „Klassik im Lux“

Verliebt in ein Geheimnisvolles Wesen: Das Lux zeigt die Geschichte der jungen Christine aus „Das Phantom der Oper“ im November.
Verliebt in ein Geheimnisvolles Wesen: Das Lux zeigt die Geschichte der jungen Christine aus »Das Phantom der Oper« im November.

Ein Verführer, ein geheimnisvolles Wesen und ein Weihnachtsmärchen: So startet das Frankenthaler Lux-Kino in die neue Klassik-Saison. Gezeigt werden auf der Kinoleinwand ab Freitag wieder monatlich Opernaufführungen aus der ganzen Welt – und ein Spielfilm, der das Thema Oper etwas unkonventioneller aufgreift.

Für seinen Amtsantritt als neuer Chefdirigent der Berliner Philharmoniker hat sich Kirill Petrenko kein geringeres Werk als Ludwig van Beethovens Neunte Sinfonie vorgenommen. Für das 1824 uraufgeführte Werk, das von der Europäischen Gemeinschaft zur „Europahymne“ ernannt wurde, wählte der deutsche Komponist das Gedicht „An die Freude“ von Friedrich Schiller. Auf dem Programm des Konzerts der Berliner Philharmoniker, das das Lux-Kino am Freitag, 23. August, ab 18.30 Uhr auf der großen Leinwand überträgt, steht außerdem die Oper Lulu des österreichischen Komponisten Alban Berg. Den Gesangspart in den Stücken übernimmt die 1968 in Sindelfingen geborene Sopranistin Marlis Petersen, die in Wien bereits in „Hamlet“ und „La traviata“ auf der Bühne stand.

Filmregisseur macht Oper

Die Oper von Giuseppe Verdi überträgt das Lux dann rund einen Monat später im Kino – am 24. September um 19.15 Uhr live aus der Opéra national de Paris in Frankreich. Sein Debüt bei „La traviata“ gibt dann allerdings kein neuer Dirigent, sondern ein neuer Regisseur: der Australier Simon Stone, der sich mit Filmen wie „The Daughter“ und „The Turning“ bereits einen Namen bei vielen Cineasten gemacht hat. Im Zentrum seiner Inszenierung steht wie gewohnt die von der Gesellschaft geächtete Dirne Violetta, die an Tuberkulose stirbt – eine für die damalige Zeit um 1850 unerhörte Neuerung an der Oper. Vielleicht auch deshalb fiel das Stück bei der Uraufführung 1853 beim Publikum durch. Heute zählt „La traviata“ dennoch zu den erfolgreichsten Opern der Musikgeschichte.

Dazu passt auch der nächste Abend bei der „Klassik im Lux“-Reihe, die am 8. Oktober Verführung, Witz, Eifersucht und Zorn auf der Kinoleinwand präsentiert. Mit der Übertragung von „Don Giovanni“ aus der Royal Opera in London steht dann Mozarts Meisterwerk auf dem Programm. Die Besetzung ist international, die musikalische Leitung übernimmt der 1943 in Dresden geborene Dirigent Hartmut Haenchen. Gespielt wird in etwa drei Stunden die Geschichte des Verführers Don Giovanni nach einem Libretto von Lorenzo Da Ponte.

Im Schatten der jungen Verlobten

Heiter soll dagegen eine andere Inszenierung sein: Die italienische Oper „Don Pasquale“, die das Lux am 24. Oktober ebenfalls aus der Royal Opera überträgt. Die Hauptrolle übernimmt darin der walisische Opernsänger Bryn Terfel. Er stand bereits in vielen Opern- und Konzerthäusern auf der Bühne, etwa in der Wiener Staatsoper, dem Sydney Opera House oder in der Carnegie Hall. Die Komödie in drei Akten von Gaetano Donizetti erzählt von dem reichen, aber geizigen Junggesellen Don Pasquale, der immer im Schatten seiner jungen Verlobten steht.

Im Schatten lebt auch Erik, das „Phantom der Oper“. Die Verfilmung des Musicalhits von Andrew Lloyd Webber gehört zwar nicht zu den klassischen Opern, spielt aber dennoch dort: in der Pariser Opéra Garnier in den 1880er-Jahren. Das Lux zeigt die Liebesgeschichte zwischen der jungen Christine und dem geheimnisvollen Wesen, das durch das Opernhaus spukt, am 26. November um 18 Uhr im Kino. In den Hauptrollen im Film von 2004 zu sehen sind der irische Schauspieler Gerard Butler und die Amerikanerin Emmy Rossum.

Märchenhaftes Balett mit dem „Nussknacker“

Weihnachtlich wird es bei „Klassik im Lux“ dann am 17. Dezember, ab 19 Uhr, mit der Übertragung vom Ballett „Der Nussknacker“ aus London. Zur Geschichte von E. T. A. Hoffmann hat Pjotr Tschaikowsky die Musik beigesteuert. Beide erzählen vom Abenteuer der jungen Clara, deren hölzerner Nussknacker am Weihnachtsabend plötzlich lebendig wird. Das Balett in der Inszenierung von Peter Wright aus dem Jahr 2016 zeigt märchenhafte Einzelszenen, Höhepunkt ist das Pas de deux kurz vor Schluss.

Seinen Schluss findet das Klassik-im-Lux-Jahr 2019 dann pünktlich zum 31. Dezember. Das Kino überträgt am Silvesterabend wie gewohnt das Konzert der Berliner Philharmoniker ab 17 Uhr. Diana Damrau (Sopran) singt Werke von George Gershwin („Ein Amerikaner in Paris“), Cole Porter, Carl Loewe und Leonard Bernstein („West Side Story“). Auch 2020 geht die Reihe im Lux dann weiter, unter anderem mit Übertragungen von „La Boheme“, „Fidelio“ und „Elektra“.

Noch Fragen?

Den gesamten Spielplan für die Reihe „Klassik im Lux“ gibt es auch im Netz unter www.lux-kinos.de. Karten sind ab sofort an der Kinokasse im Lux, August-Bebel-Straße 7-9, sowie online erhältlich.

Traditionell läuft in London kurz vor Weihnachten das Balett „Der Nussknacker“.  Foto: AKA/The Royal Ballet/frei
Traditionell läuft in London kurz vor Weihnachten das Balett »Der Nussknacker«.
In „Don Pasquale“ singt Bryn Terfel die gleichnamige Hauptrolle.  sFoto: Vincent Ponte/ROH/frei
In »Don Pasquale« singt Bryn Terfel die gleichnamige Hauptrolle. s
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