Weisenheim am Berg Teil zwei des Festivals „Gitarre Plus“ findet Ende des Monats in der ehemaligen Synagoge statt

Die klassische Gitarristin Eva Beneke ist in der ehemaligen Synagoge mit einem Solokonzert zu erleben.
Die klassische Gitarristin Eva Beneke ist in der ehemaligen Synagoge mit einem Solokonzert zu erleben.

Teil zwei des diesjährigen Festivals „Gitarre Plus“ findet Ende des Monats in der ehemaligen Synagoge in Weisenheim am Berg statt. Das neue Festivalformat bewährt sich, findet der Kurator Martin Müller.

Auch der zweite Festivalteil beginnt wie schon der im Februar wieder mit einem Vortrag von Müller selbst: „Wie die Bossa Nova wurde“ heißt er und findet mit Live- und Audiobeispielen am Freitag, 29 September, um 19.30 Uhr statt. Das Thema liegt Müller ganz besonders, gilt der Karlsruher Gitarrist doch als Instanz in Sachen brasilianischer Musik und Bossa im Besonderen. Es war der Bossa-Pionier Baden Powell, der ihn dazu brachte, seine Stahlsaitengitarre an den Nagel zu hängen und fortan wie die brasilianischen Gitarristen auf der Konzertgitarre mit Nylonsaiten zu zupfen. Müller war mehrfach in Brasilien zu Studienreisen und lernte einige große Musiker persönlich kennen. Und er weiß, warum ausgerechnet im Schwarzwald legendäre Bossa-Platten aufgenommen wurden. An diesem Abend will er davon erzählen.

Am Samstag, 30. September geht es um 16 Uhr weiter mit einem Solokonzert für klassische Gitarre. Eva Beneke studierte in Weimar und Berlin, spielte mit dem „Deutschen Symphonie Orchester“ unter Leitung von Kent Nagano in Berlin, Bonn, Wien und Los Angeles und lebte über zehn Jahre in den USA, wo ihre Musik vom „American Record Guide“ als „klangschön, sensibel und hoch expressiv bei makelloser technischer Kontrolle“ gelobt wurde. Inzwischen ist sie Professorin für Gitarre in Oslo und Berlin. In Weisenheim wird sie klassische Werke aus fünf Jahrhunderten interpretieren. Auf dem Programm stehen unter anderem Stücke von Johann Sebastian Bach, Mauro Giuliani, Johann Kaspar Mertz und Sofia Gubaidulina.

Danach um 19.30 Uhr kommt ein Duo in die ehemalige Synagoge: Claire Besson und Ladislav Pazdera präsentieren virtuose Musik für zwei Gitarren, und dazu wird Besson auch singen. Die Musikerin begann mit acht Jahren, klassische Gitarre zu lernen, studierte dann in Paris Gitarre, Musikwissenschaft und Pädagogik, woran sie dann in Dresden auch noch Weltmusik und Jazz dranhängte und ihren Master machte. Sie hat drei erste Preise bei internationale Gitarrenwettbewerben gewonnen und ging im Auftrag der französischen Botschaft auf Tournee durch China. Ihr Duo-Partner Ladislav Pazdera wurde 1989 im tschechischen Pardubice geboren. Er lernte zunächst Geige und wechselte mit zwölf Jahren zur Gitarre. Auch er studierte in Dresden. Er gewann den internationalen Gitarrenwettbewerb in Prag. Pazdera verbindet klassische Spieltechnik mit Jazz und Weltmusik, besonders Klänge aus Andalusien und dem Orient haben ihn beeinflusst. Don Ross bezeichnet ihn als einen der besten jungen Gitarristen Europas.

Noch Fragen?

Der Eintritt zum Vortrag ist frei. Karten für die Konzerte (Einzelkarte 25 Euro, Doppelkarte 42 Euro) unter 06353 93053, 0176 34605456 oder vorverkauf@ehemalige-synagoge-weisenheim.de.

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