Bad Dürkheim
Straßen im Kreis: Sanieren oder weiter warten?
Sieben Projekte sind laut Beigeordnetem Sven Hoffmann (CDU) für das kommende Jahr vorgesehen. Der größte Teil der Investitionen fließe in zwei Großvorhaben. Eins davon ist die Erneuerung der K16 zwischen Wachenheim und Rotsteig, mit der vor einigen Wochen begonnen wurde und mit 2,6 Millionen Euro zu Buche schlägt. 400.000 Euro stehen im Haushalt 2023, für 2024 sind 2,2 Millionen Euro vorgesehen.
Das zweite Großprojekt sei das Anbringen von Schutzplanken an der K18 zwischen Helmbach und Hornesselwiese in der Verbandsgemeinde Lambrecht. 750.000 Euro sollen dafür in den Haushalt 2024. Das Vorhaben sei jedoch nur in Kooperation mit dem Landkreis Südliche Weinstraße sinnvoll, da die K18 im weiteren Verlauf durch dessen Gebiet führe. Nach Hoffmanns Angaben haben die beiden Landkreise das Vorhaben gemeinsam geplant, inzwischen sei jedoch nicht mehr sicher, ob die Südliche Weinstraße das Projekt im kommenden Jahr durchführen wird.
Die weiteren Vorhaben für 2024 seien alle mit dem LBM abgesprochen, weshalb davon auszugehen sei, dass sie umgesetzt werden, sagte Hoffmann. Die jeweiligen Bauarbeiten seien seit Längerem geplant und teils verschoben worden. So soll die Gerolsheimer Ortsdurchfahrt saniert werden, die zur K24 gehört. Die Kosten von 250.000 Euro würden zu 65 Prozent bezuschusst, erklärte Hoffmann. Ebenfalls an der K24 soll ein Straßenstück im Bereich Dirmstein erneuert werden, wofür 230.000 Euro anfallen – davon müsse der Kreis 145.500 Euro zahlen, der Rest werde über Zuschüsse gedeckt. Auf der K17 stehe für 55.000 Euro das Sanieren einer Stützwand am Friedhof in Iggelbach an. Für das Erneuern der Helmbachbrücke an der K18 sind 160.000 Euro veranschlagt, doch könne man davon ausgehen, dass die Arbeiten 40.000 Euro billiger werden, sagte Hoffmann. Ebenfalls an der K18 solle für 100.000 Euro eine abgerutschte Böschung saniert werden.
Für 2025 stehen neun Projekte auf der Vorhaben-Liste. Markus Wolf (CDU) kritisierte, dass Arbeiten an Rad- und Gehwegen, etwa Ergänzungen, nicht eingeplant seien. Die „besten Radwegekonzepte“ nützten nichts, wenn sie nicht umgesetzt werden. Das liege am LBM, der die erforderlichen Planungen bisher nicht erstellt habe, antwortete Hoffmann. Er habe keine Informationen, wann das der Fall sein wird. Heidi Langensiepen (FDP) empfahl, dass der Landtagsabgeordnete Wolf deswegen in Mainz vorstellig werden soll.