Fußball RHEINPFALZ Plus Artikel Siegesserie des SV Weisenheim geht weiter

Weisenheims Angreifer Marc Lautenschläger traf zwei Mal.
Weisenheims Angreifer Marc Lautenschläger traf zwei Mal.

Der SV Weisenheim schreibt in der Fußball-A-Klasse Rhein-Pfalz seine Siegesserie fort. Der 3:1 (1:0)-Erfolg gegen den abstiegsbedrohten FC Arminia Ludwigshafen II war der vierte Dreier hintereinander. Damit festigt der SVW Rang fünf.

Das Ergebnis hört sich gut an, das Spiel war es allerdings nicht. „Es war eine Partie auf niedrigem Niveau. Wir waren in vielen Situationen zu überhastet und haben unsere Angriffe nicht gut zu Ende gespielt“, kritisiert Spielertrainer Daniel Schattner. Der Coach konnte die Begegnung fast komplett von außen begleiten, weil er bereits nach zwölf Minuten wegen einer Verletzung am hinteren Oberschenkel, die möglicherweise eine Zerrung ist, vom Feld musste. Für ihn kam sein Co-Trainer Marc Lautenschläger, was eine Änderung der taktischen Ausrichtung nach sich zog, da Vollblutstürmer Lautenschläger mit Torjäger Ayoub Mansouri eine Doppelspitze bildete.

„Mit zwei klassischen Mittelstürmern haben wir bisher noch nicht gespielt, deshalb mussten wir in der Pause nachjustieren, die veränderten Aufgaben vermitteln und die neue Ordnung besprechen“, erklärt Schattner. Zu diesem Zeitpunkt hieß es 1:0, das Lautenschläger nach einem guten Angriff über rechts und einer gekonnten Ballmitnahme erzielte (28.). Nur 1:0 muss man sagen. „Da hätten wir längst höher führen müssen, haben aber gute Möglichkeiten leichtfertig liegen lassen“, erklärt der Coach und nennt ein Beispiel von vielen. „Ayoub wollte mit einem Lupfer das Tor schießen. Einfach den Ball einschieben wäre die besser Variante gewesen“, verdeutlicht Schattner.

Mansouri und Lautenschläger waren die Wegbereiter des 2:0, das Tim Reither gleich nach dem Wechsel gelang (50.). Zwei Minuten später verkürzte die Arminia, als der SVW keinen Zugriff bekam. „Dennoch hätte der Treffer nicht zählen dürfen, denn der Torschütze stand im Abseits – und zwar klar“, betont Schattner. In der Folge versäumten es die Blau-Roten den Vorsprung auszubauen und die Partie zu entscheiden. Beim Stand von 2:1 für den SVW hofften die Gäste immer noch auf einen Punktgewinn. Sie schwächten sich allerdings mit einer Zeitstrafe selbst (84.). Erst in der letzten Minute machte Weisenheim den Sack zu. Nach überragenden Ballgewinn von Timo Konietzka und Vorlage von Mansouri traf erneut Lautenschläger (90.).

Am Donnerstag tritt der SVW in einem vorgezogenen Spiel um 19.30 Uhr beim ASV Heßheim an. „In Weisenheim wird drei Tage lang Frühlingsfest gefeiert. Da ist der Verein eingebunden, und deshalb haben um wir um Verlegung gebeten“, erklärt Schattner. In Heßheim, wo auf Naturrasen gespielt wird, wird sich zeigen, wie die vier Siege in Folge einzustufen sind. „Eine gute Mannschaft, die schlecht gestartet ist, aber hohe Qualität besitzt“, verrät der Weisenheimer Trainer Respekt. Der ASV ist nach Primus Dirmstein die beste Rückrundenmannschaft, hat die Abstiegsgefahr längst gebannt und ist Achter der Tabelle.

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